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 am: Heute um 06:33:03 
Begonnen von clemens-cgn - Letzter Beitrag von viola pomposa
Ich muss gestehen immer noch nicht zu wissen, was an einer Allen wirklich Qualität sein soll. Die Klaviaturen die ich bisher fühlen durfte greifen sich labberig wie ein Yamaha-Keyboard (trotz Echtholzkern), die Elektronik ist unnötig diskret aufgebaut, die Gehäuse sind auch nur Möbel, den Klang mag ich nicht.

Gutes Machthorn,

da stimme ich dir uneingeschränkt zu.
Und wo du auch hinkommt, die Teile klingen alle gleich. Nichts wirklich auf den Raum
angepasstes. Und wir NAK'ler haben genügend Vergleichsmöglichkeiten.

Liebe Grüße
Gerd

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 am: Heute um 01:59:56 
Begonnen von clemens-cgn - Letzter Beitrag von Larigot
Die Verbindung von digitaler Technologie und Langlebigkeit (als Marketing-Claim) finde ich prinzipiell schwierig. Vor 30 Jahren stand ich kurz vor dem Abi, wir haben in der Informatik-AG unsere Daten auf 5 1/4-Zoll-Disketten gespeichert und standen voller Ehrfurcht vor dem dem ersten Computer an unserer Schule, der eine "Festplatte" hatte (ich glaube 4 MB). Wer schon zu Hause einen Computer hatte (meist Commodore oder Atari) und sich ein Diskettenlaufwerk dazu nicht leisten konnte/wollte, hat seine Daten auf der "Datasette" gespeichert...  Was in aller Welt sollte mich glauben lassen, dass ein digitales Gerät von heute in 30 Jahren noch irgendwen (außer Freaks, Nostalgikern und Bastlern) begeistert? Nein, digitale Technik ist per se ein Wegwerfprodukt. Und ja, auch elektrische Spieltische unterliegen diesem Lebenszyklus. Als ich 1987 als Milchbubi mein erstes Konzert im Freiburger Münster gehört habe, war der zentrale Spieltisch für alle 4 Orgeln der letzte Schrei der Technik. 2013 wurde er als "unzuverlässig und alt" (Wikipedia) entsorgt.

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 am: Heute um 00:40:13 
Begonnen von Larigot - Letzter Beitrag von ThoFi
Aber ganz im Ernst - ich freue mich drauf, mein Geklimper im Raum abzuhören.

Da ich den Sequenzer auch rege nütze, um den Klang - ohne externe Verstärkung, wie ihr wisst - zu "optimieren", kann ich nur sagen: dieses Feature kann einen ganz schön auf den Boden der Tatsachen zurückholen  Schock  Zwinkern

Thomas

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 am: Heute um 00:16:55 
Begonnen von Wichernkantor - Letzter Beitrag von Larigot
Ich frage mich allerdings - auch wenn's irgendwie cool ist - was soll man mit einer Intervallkoppel anfangen? Mir fällt gerade so überhaupt kein Nutzen ein... Ratlos

Ich würde auf moderne Improvisation tippen - da werden ja gerne irgendwelche Akkorde parallel durch die Gegend geschoben. Und spätestens ab der None bzw. vier Stimmen wird es mit dem Legato echt schwierig (jedenfalls für mich...)

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 am: Heute um 00:00:33 
Begonnen von Wichernkantor - Letzter Beitrag von Machthorn
Also die Schwalbennestorgel wäre auch nichts für mich. Mit so weichen Knien kann doch niemand vernünftig Orgel spielen.  Traurig

Der Zentralspieltisch ist wirklich klasse, und man sieht ihm auch die Verwandtschaft zu dem im Hamburger Michel sofort an. Dem Alter nach ist der in Köln das Original.

Ich frage mich allerdings - auch wenn's irgendwie cool ist - was soll man mit einer Intervallkoppel anfangen? Mir fällt gerade so überhaupt kein Nutzen ein... Ratlos

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 am: 23. April 2018, 23:32:07 
Begonnen von clemens-cgn - Letzter Beitrag von Machthorn
Zitat
Wenn man das einmal mit den Herstellungspreisen für einen neuen elektrischen Spieltisch vergleicht, sind die 3-manualigen Kircheninstrumente ihren Preis wert.
Sorry, Milchmädchenrechnung. Elektrische Spieltische sind deswegen so teuer, weil sie komplett individuell geplant werden, das kostet eine Menge Stunden für Planung und manuelle Arbeit. Serieninstrumente wie DOs werden einmal gelayoutet, danach kommt das Holz in die CNC-Maschine, die besorgt den Rest, ohne alles einzeln messen und anzeichnen zu müssen. Davon abgesehen ist Massivholz, auch gut abgelagert, kein Haltbarkeitsmerkmal. Es verzieht sich schneller als gut hergestellte Tischlerplatte, die ist wegen ihre immer wieder im rechten Winkel zueinander laufenden Fasern dagegen wesentlich resistenter.

Ich muss gestehen immer noch nicht zu wissen, was an einer Allen wirklich Qualität sein soll. Die Klaviaturen die ich bisher fühlen durfte greifen sich labberig wie ein Yamaha-Keyboard (trotz Echtholzkern), die Elektronik ist unnötig diskret aufgebaut, die Gehäuse sind auch nur Möbel, den Klang mag ich nicht. Aber ich entdecke etliche Stellen, wo wirklich unnötig teuer gebaut wird. Mag sein, dass die dreißig Jahre fehlerfrei laufen, aber ist das sinnvoll? Wenn ich für einen Drittel des Geldes eine Orgel bekomme, die nur halb so lang läuft, bin ich am Ende ein Drittel billiger dran gewesen und habe die zweite Hälfte der Zeit auch noch das neuere Instrument gehabt.

Die Preisliste würde mich übrigens auch interessieren.

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 am: 23. April 2018, 23:23:35 
Begonnen von Larigot - Letzter Beitrag von Larigot
Coole Sache...
Wenn mal wirklich der Organist ausfällt, erinnert sich niemand mehr daran, wie der Sequencer in Gang gesetzt wird.

Aber ganz im Ernst - ich freue mich drauf, mein Geklimper im Raum abzuhören. Bei meiner jetzigen Dienstorgel (I+P/5) habe ich das Quietschprizipal 2' und die Schreimixtur direkt vor der Nase...

 8 
 am: 23. April 2018, 22:45:36 
Begonnen von Wichernkantor - Letzter Beitrag von Larigot
Und die haben wirklich an alles gedacht... Jetzt wissen wir auch, dass die Hochdruckregister im Westwerk mit einem extra Schlüssel gesichert sind, damit sie wirklich nur beim Einzug des Bischofs Weihrauch oder des Domkapitels   Exorzist Exorzist Exorzist gezogen werden können...  Lachen

 9 
 am: 23. April 2018, 22:41:24 
Begonnen von Wichernkantor - Letzter Beitrag von clemens-cgn
Hallo EBI,
wenn Du in der unteren Zeile "Jetzt nicht" anclickst, kannst Du die Videos trotzdem anschauen.
LG clm

 10 
 am: 23. April 2018, 22:39:15 
Begonnen von Larigot - Letzter Beitrag von clemens-cgn
Bei uns ist alles ebenerdig. Da fällt es spätestens zum Friedengruß auf, wenn der Organist nicht da ist.... der Rest klärt sich dann beim Kirchenkaffee. Eine lebendige Gemeinde ist stimmungssensibel, wie ein Harfe....

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