Sakralorgelforum

Unterforen => Digitalorgeln => Thema gestartet von: Flute8 am 17. Oktober 2011, 11:31:24



Titel: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 17. Oktober 2011, 11:31:24
Liebe Forumsmitglieder

Um mich auch selbst an meinen musikalischen Werdegang zu erinnern und festzuhalten, will ich hier meine (musikalische) Geschichte nach und nach erzählen. Dazu muss ich in meine Kindheit zurückgehen. Meine Eltern, meine Schwester und ich wohnten in einem Einfamilienhaus in einem Vorort einer Schweizer Stadt. Also bürgerlicher Mittelstand. Meine Eltern waren sehr gläubig, jeden Sonntag war Kirchenbesuch angesagt. Mit 6 Jahren kam ich in den Kindergarten. Da fiel der Kindergärtnerin auf, dass ich die Lieder, die sie uns lehrte, schnell auf dem Klavier nachspielen konnte. Sie sagte zu meinen Eltern,  ich sollte unbedingt musikalisch gefördert werden. Innerhalb weniger Tage stand dann ein Klavier in unserem Wohnzimmer. Meine Eltern beschlossen, mich zum Klavierunterricht anzumelden, was auch umgehend geschah. Die für mich uralte Klavierlehrerin (jetzt bin ich selbst so alt) lehrte mich nach alter Sitte das Notensystem und mit unzähligen Fingerübungen die klassischen Grundlagen des Klavierspiels. Leider war damals bei ihr unmöglich, etwas anderes, fetziges zu lernen. Der fröhliche Landmann war schon das höchste der unterhaltungsbezogenen Schlagermusik. Sonst nur Etüden, Etüden, Etüden.
Nach ein paar Jahren beendete ich den Klavier-Unterricht und spielte nur noch autodidaktisch. Auf meinen 18. Geburtstag bekam ich von meinen Eltern eine LOWREY Heritage Spinett-Orgel. Die nannte man so, 2 mal 44 Tasten, unten nach links versetzt und 13 Pedal-Tasten. Ich hab natürlich sofort die Rückwand aufgeschraubt. Ich zählte 55 Röhren. Die Orgel heizte wie ein Ofen! Da war auch ein Leslie-Lautsprecher eingebaut. (Schnell für Tremolo, langsam für Kathedral-Klang.)  Der Preis dieser Orgel war fast gleich wie der des 1800er BMW meines Vaters. Also fast jeden Tag vor 6 Uhr aufstehen, und üben, üben, üben, vor allem das Pedalspiel.
Fortsetzung folgt.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Flute8 am 20. Oktober 2011, 11:35:05
Hier der 2. Teil meiner Geschichte:

Das Geschäft, das uns die Orgel verkauft hatte, suchte nach etwa 3 Jahren einen Orgelverkäufer.  Schnell bekam ich einen Besprechungs- und Vorspiel-Termin. Nach gut einer Stunde hatte ich die Stelle. Sofort meinen Büro-Job gekündigt und dann 2 Monate warten auf den Job, mit dem ich mein Hobby verbinden konnte. Dort kam ich zum ersten Mal mit damals noch analogen el. Sakralorgeln in Berührung. Die Marken: Dipl. Ing.Heinz Ahlborn, Lipp, war da schon Eminent? Um diese Kirchenorgeln vorführen zu können, lernte ich einige Bach-Stücke (die Anfänge, je 1-2 Minuten) die mir gefielen. Wie gross das Interesse der Kundschaft an diesen Sakral-Orgeln damals war, weiss ich leider nicht mehr. Mehrheitlich beschäftigte ich mich mit (und verkaufte auch) Lowrey, Solina, Eminent, Riha, Philicorda, ACE-Tone Orgeln (glaube Vorgänger von Roland) usw. Nach ca. 3 Jahren merkte ich, dass ich leider nicht der geborene Verkäufer bin. Also wieder Büro-Jobs und das Orgelspiel als Tanz- und Unterhaltungs-Musiker ausgelebt.
Jetzt im Alter bemerke ich mein starkes Interesse an der Schönheit des sakralen Orgelklanges. Eine echte Pfeifenorgel kam für mich nicht in Frage, zu wenig Platz und kein Raumklang möglich. Also auf zur Suche nach der ultimativen Digital-Sakralorgel. Zuerst in den Foren gestöbert und tausende Beiträge gelesen. ;-) , dann entschieden, Hauptwerklösungen anzuschauen. Demos mit super Klang und unendliche Hochheilige Versprechungen gaben den Ausschlag. Die Ernüchterung folgte bald. Ausgenommen bei einem professionellen Orgel-Lehrer mit Apple-Computer und 24 Giga RAM (allein der Computer und benötigte Hardware über Fr. 10‘000.- (vor ca. 2 Jahren) plus das HW-Programm und „unzählige“ auch sehr grosse Sample-Sets) und trotz einem grosses Kabelwirrwar, hörte ich nirgends einen nur annähernd den Demo’s entsprechenden Orgelklang. Dazu muss ich noch erwähnen, dass ich eher auf vollen, bombastischen Klang mit vielen Registern stehe. (also z.B. Barock oder „amerikanisch“??) Demnach alles wieder auf Anfang. Für mich stand fest, dass HW nur zusätzlich zu einer DO, ev. später in Frage kommt.
In den Foren auf den neuesten Stand gebracht, ging es jetzt zu den Orgel-Geschäften zum Testen und Vergleichen.

Fortsetzung folgt.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Piepenpfeif am 28. Oktober 2011, 05:32:15
Hallo Flute8

Wann kommt Teil 3 - bin schon sehr gespannt.
Auch ich bin in der Röhrenorgel-Zeit aufgewachsen und war damals fasziniert vom Klang.
Die Entwicklung der Heim-Orgeltechnik habe ich natürlich mit großem Interesse weiterverfolgt.
Mein Traum vom Pfeifenorgelklang wurde jedoch nie dauerhaft erfüllt. Immer, wenn ich ein richtiges Orgelkonzert besucht habe, kam ich schnell wieder auf den Boden der Realität zurück.
Selbst heute, mit HW4 und vielversprechendem Set höre ich die Unzulänglichkeiten deutlich heraus.
Da Du ja ebenfalls von HW nicht gerade begeistert bist, wäre es interessant zu wissen, auf welcher Version und welchem Set Deine Erfahrungen beruhen,denn auch hier ist die Entwicklung nicht stehengeblieben.

Viele Grüße
Ekke


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Flute8 am 29. Oktober 2011, 09:01:38
3.Teil

In einem von mir bevorzugten Musikhaus konnte ich die Johannus Studio I, Studio II und die OPUS 25 anspielen. Da ich noch keine Vergleichsmöglichkeiten, aber eine Vorstellung eines mir zusagenden Klanges hatte, war ich eher enttäuscht von den Klängen der für einen Kirchenorganisten als Übungsinstrumente gedachten Instrumente. Ich suchte ja ein Instrument, das bei mir Zuhause einen gigantischen Raumklang einer grossen Kirchenorgel erzeugen können sollte. Dann kam zufälligerweise eine Möglichkeit, eine Johannus Rembrandt 395 in einer Kirche hören und spielen zu können. Das klang schon ganz nach meinem Geschmack, aber zum Preis eines Mittelklassewagens (inkl. mehreren externen Lautsprecher plus Subwoofer). Als nächstes hörte ich die Demo-Sequenzen von Hector Olivera, der die Roland C-330 spielte und erklärte. Dies beeindruckte mich sehr und ich konnte dann die bereits erhältliche Roland C-380 mehrere Stunden ausprobieren. Das ganze Konzept dieses Instruments und die leichte Bauweise gefällt mir sehr gut, aber der hohe Preis in der Schweiz schien mir absolut überrissen. Damals wusste ich noch nichts über die vielen enthaltenen Details, die in dieser Orgel stecken. Aus verschiedenen Gründen sah ich dann vom Kauf dieser Roland C-380 ab.
Von einem Kollegen auf eine 3-manualige ALLEN-Orgel aufmerksam gemacht, konnte ich privat diese sehr echt klingende Allen hören und auch selbst ausprobieren. Die klobige Gehäuse-Machart gefiel mir aber gar nicht, und der Preis ist jenseits von Gut und Böse.
In den folgenden Wochen/Monaten habe ich sämtliche JOHANNUS-Modelle ausprobiert. Von der Grösse her sagte mir die Vivaldi am meisten zu. Aber der Klang war meines Erachtens schlechter als bei der Rembrandt. Vor allem, wenn man ganz ohne Hall spielt, auch die einzelnen Register, sind die Klänge für mich zu leise und dünn, auch bei voll aufgedrehtem Lautstärkeregler. Für mich von Opus bis Symphonica nicht überzeugend. Wie bereits erwähnt ist die Rembrandt 395 ausgenommen. Die ist aber riesig und schwer, passt nicht in meine häusliche Umgebung. Die Symphonica profitiert vom Faltungshall, aber das ist für mich kein Kriterium, für einen Raumklang habe ich einen Roland/Rodgers RSS-303 bei mir, der dem Faltungshall meines Erachtens immer noch weit überlegen ist. (alle Parameter einstellbar).
Es war zum Verzweifeln.

Fortsetzung folgt.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: clemens-cgn am 29. Oktober 2011, 23:30:43
Zitat von: "Flute8"
3.Teil
... Dies beeindruckte mich sehr und ich konnte dann die bereits erhältliche Roland C-380 mehrere Stunden ausprobieren. Das ganze Konzept dieses Instruments und die leichte Bauweise gefällt mir sehr gut, aber der hohe Preis in der Schweiz schien mir absolut überrissen. Damals wusste ich noch nichts über die vielen enthaltenen Details, die in dieser Orgel stecken. Aus verschiedenen Gründen sah ich dann vom Kauf dieser Roland C-380 ab.
... für einen Raumklang habe ich einen Roland/Rodgers RSS-303 bei mir, der dem Faltungshall meines Erachtens immer noch weit überlegen ist. (alle Parameter einstellbar).
Hallo Flute8,
wie Du schreibst, wußtest Du noch nichts "en detail" über die Einstellmöglichkeiten :( bei der 330/380..... Leider wieder einmal ein Beispiel für eine suboptimal verlaufene Verkaufsberatung. :teufel: Hoffentlich kann Herr Schuster da mit seinen Mannen doch noch etwas am Beratungsservice seiner Händler etwas verbessern. Die Kiste ist nun mal sehr beratungsintensiv.

Das RSS ist in einer abgespeckten Version in der 330/380 ebenfalls verbaut :-) (die fehlenden Räume braucht man für die Orgelmusik nicht unbedingt, ich habe sie zumindest auf meinen 303ern noch nie benötigt). Zwei RSS 303 sind bei mir im Einsatz (Herr Schuster hatte mich seinerzeit regelrecht drauf angefixt - "RSS macht süchtig..." zit. Hr. Schuster) und die gebe ich um kein Geld der Welt wieder her. ;-) Wenn man ein wenig geschickt ist, kann man sogar einer Bontempi oder Farfisa auf dem Friedhof damit zu sakralartigen Tönchen verhelfen. ;-)

Warum hast Du die 330 nicht kartonverpackt in D gekauft, der Karton läßt sich i.d.R. in jedem Mittelklassewagen verstauen. Und soweit ich weiß gibt es da durchaus Straßen, wo kein eidgenössischer Zöllner die Kelle raushält. ;-)

Lieben Gruß aus Köln,
Clemens


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Flute8 am 30. Oktober 2011, 08:17:21
Hallo Clemens

Danke für den Tip, Ich möchte jedoch nichts illegales machen. Es gibt andere Möglichkeiten, Du wirst es noch hier erfahren, wie es weitergeht. Mein Wahlspruch:  DER   WEG   IST   DAS   ZIEL . Das ist interessant und bleibt spannend. Höhepunkte sind immer das Erreichen der Zwischenziele.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: allabreve am 30. Oktober 2011, 08:49:33
Hallo Flute8,
folgendes würde mich noch näher interessieren:
Zitat
Zuerst in den Foren gestöbert und tausende Beiträge gelesen. ;-) , dann entschieden, Hauptwerklösungen anzuschauen. Demos mit super Klang und unendliche Hochheilige Versprechungen gaben den Ausschlag. Die Ernüchterung folgte bald. Ausgenommen bei einem professionellen Orgel-Lehrer mit Apple-Computer und 24 Giga RAM (allein der Computer und benötigte Hardware über Fr. 10‘000.- (vor ca. 2 Jahren) plus das HW-Programm und „unzählige“ auch sehr grosse Sample-Sets) und trotz einem grosses Kabelwirrwar, hörte ich nirgends einen nur annähernd den Demo’s entsprechenden Orgelklang

Das ist mir nicht so ganz klar, wie das passieren kann, dass man HW Demos (über heimische Stereoanlage abgehört?) super findet und dann vor Ort nicht mehr. Es lässt sich wohl grundsätzlich sagen, dass für nicht Theater-Orgeln HW Demos immer gerade out-of the box aufgenommen werden, sprich es ist einfach genau das, was HW als Stereo liefert. Deine Enttäuschung an den Spieltischen muss entweder daran liefen, dass die Lautsprecher (oder war's ein Kopfhörer?) mit denen du die Demos angehört hast besser sind als die an den Spieltischen, oder was ich für wahrscheinlicher halte, dass du höhere Anforderungen an den Orgelklang hast wenn du selbst spielst, als wenn du eine Aufnahme anhörst.
So ist es jedenfalls bei mir: Sämtliche klassik CDs höre ich gern über meine Stereoanlage mit Subwoofer an und vermisse nicht wirklich viel (an Transparenz, Lautstärke...). Aber wenn ich selbst Orgel spiele (über HW) würde mich die Wiedergabe über die Stereoanlage nicht erfüllen. Mit Kopfhörern erfüllts mich jedoch sehr.  

Übrigens noch eine Sache zu den HW Computern. Also so teuer sind die heute nicht mehr. Man kriegt für etwas mehr als 1000 Euro einen PC mit leisen Lüftern, 24 GB RAM , Quad Core CPU etc. Das ist eigentlich heutzutage nicht mehr das Problem. Problematisch ist die richtige Abstrahlung, falls man nicht über Kopfhörer geht, da es da wohl bisher keine Patentlösungen gibt. Also wäre es interessant zu wissen, was derjeniege mit dem 10000 Fr. PC für eine Abstrahlung einsetzt. Das würde mich wirklich interessieren.  

Viel Grüße,
Johan


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Flute8 am 30. Oktober 2011, 09:16:13
Hallo Johan

Es ist mir auch ein Rätsel. Ich habe bei einem Hauptwerknutzer zuhause über die gleiche Lautsprecheranlage Demos gehört die super klangen, und vom Computer mit Hauptwerk 3.3 klang es eher undefinierbar schlecht. Aber auch gute HW Installationen konnten mich bis jetzt nicht davon  überzeugen, besser als die heutigen DO’s zu klIngen. Der HW-User mit der teuren HW Apple-Installation hatte eine 5.1 Anlage mit 500 Watt RMS, 30cm Subwoofer und 5 Satelliten. (Heimkino-Anlage). Mit Kopfhörer spiele ich nur im Notfall, oder um einen anderen Eindruck des Klanges zu haben. Meine Abstrahl-Klangvorstellungen werde ich zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich beschreiben. Ich werde spätestens im nächsten Frühling bei einem Händler, der DO’s und Hauptwerk vorführt einen realen Test machen. Wahrscheinlich muss ich dazu nach Deutschland, relativ langer Anfahrtsweg.

Beste Grüsse   

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Klassikfreund am 30. Oktober 2011, 10:25:15
Hallo Flute8,

das solltest Du unbedingt machen. Ich empfehle den Peter Voitz in Freilassing von Sakralorgelwelt. Er hat beide Typen und vertreibt auch Komplettlösungen für Leute, die es nicht so mit dem Computer haben.

Peter Voitz ist ein A-Diplom Kirchenmusiker und demzufolge auch mit der Praxis realer PO vertraut.

Herzliche Grüße


Klassikfreund


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Flute8 am 30. Oktober 2011, 10:32:15
Hallo Klassikfreund

Ja, an Sakralorgelwelt habe ich auch gedacht. Das sind aber über 500 km, deshalb muss ich das genau vorausplanen.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Piepenpfeif am 31. Oktober 2011, 22:23:50
Hallo Flute8
Auch wenn Dir der Klang in einem gut eingerichteten Vorführraum gefällt, kann die gleiche Anlage bei Dir ganz anders klingen. Klangbeeinflussende Elemente sind nicht nur der Aufstellort der Boxen, auch die sonstige Inneneinrichtung,wie Möbel,Teppich,Gardinen usw spielt eine Rolle.
Ich habe selbst viel experimentiert.
Kniebeschallung oder Boxen im Prospect hinter Pfeifen sind wohl nicht geeignet.
Weiterhin habe ich für meine HW-Orgelwiedergabe ganz andere Klangeinstellungen, als ich es bei Wiedergabe von CD gewöhnt bin.
Ich bin sogar der Meinung,daß es nicht mal besonders teure Boxen sein müssen. Das interessante Spektrum der PO liegt nämlich im Bereich 1000 bis 5000Hz. Den abgrundtiefen Baßbereich können dann ein oder zwei Sub übernehmen. Um jetzt aber nicht immer wieder wild an den Reglern zu drehen, sollte man sich eine Referenzeinstellung angewöhnen. Dann ist auch der Vergleich mit anderen Orgeln sinnvoll.
(die Ohren gewöhnen sich auch schnell an falsche Einstellungen)
Ein guter Kopfhörer kann bei der optimalen Einstellung hilfreich sein.
Ich bin mal gespannt,ob Du vielleicht doch noch bei HW landest.
Gruß Ekke


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Flute8 am 31. Oktober 2011, 23:23:04
Hallo Ekke

Ich gehe davon aus, dass in einem renommierten Geschäft wie Sakralorgelwelt ein akzeptabler Klang bei allen Instrumenten wie auch bei HW angestrebt wird, der von mir durch meinen eigenen Kopfhörer verglichen werden kann. Wenn dort die Lautsprecher besser klingen als die Kopfhörer, wäre es eine kleine Sensation. Es bleibt jedenfalls spannend.........

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Anonymous am 31. Oktober 2011, 23:51:32
Zitat von: "Flute8"
Ich gehe davon aus, dass in einem renommierten Geschäft wie Sakralorgelwelt ein akzeptabler Klang bei allen Instrumenten wie auch bei HW angestrebt wird
Davon kannst Du meiner Erfahrung nach nicht(!) ausgehen. Das hängt immer davon ab, was der Händler verkaufen will, also wo seine Prioritäten liegen. Folglich werden diese Produkte besser präsentiert als andere. Kleines Einmaleins des Marketings. ;-)
Ich überteibe mal bewußt: Wenn man böse ist, könnte man auch fragen: Womit verdiene ich mehr Geld? Mit dem Verkauf einer C330 oder mit dem Verkauf einer Kombination aus HW+PC+3man.Opus+externe Lautsprecher+Sample-Zusammenstellungen? :verschwoer:
Schließlich noch, ich habe schon Orgeln der High-End-Klasse bei unterschiedlichen sog. seriösen Händlern gehört. Ernüchternd, wie unterschiedlich das gleiche Modell klingen kann. Ob jeder Händler tatsächlich immer weiß, was er tut, wage ich demnach zu bezweifeln. Daher würde ich niemals nur der Präsentation eines Händlers trauen, sondern immer noch eine zweite Meinung einholen und mal bewußt den Blickwinkel verändern.

LG,

wolf


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Anonymous am 31. Oktober 2011, 23:57:15
Zitat von: "Piepenpfeif"
Das interessante Spektrum der PO liegt nämlich im Bereich 1000 bis 5000Hz.
Den abgrundtiefen Baßbereich können dann ein oder zwei Sub übernehmen.

Entschuldigung, diese Aussage halte ich für absoluten Unfug. 1. Wird man einen Subwoofer niemals bei 1000Hz ankoppeln sondern unterhalb von 80Hz besser unterhalb 60Hz. Weiß jeder, der sich ein bischen mit HiFi auseinander setzt. Dann wird auch klar, warum diese kleinen Bose-Würfel und ähnlicher Plastikkrempel nur als Schrott bezeichnet werden können. Solche kleinen Dinge spielen nicht sauber bis 80Hz schon aus physikalischen Gründen und überhaupt, einen Lautsprecher zu finden, der bis 60-80Hz sauber spielt ist keine 100Eur-Unternehmung.
2. liegt die mittlere Oktave im 8' schon um die 440Hz oder interessierts Du Dich nur für 4' und kleiner???

LG,

wf


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Flute8 am 01. November 2011, 08:38:11
Hallo Walckerfan

Ja, kann natürlich sein, dass dann HW mit den teuren Konsolen, die preislich bereits einer Mittelklasse DO entsprechen, am besten zum Klingen gebracht werden. Ich befasse mich aber seit Jahrzehnten mit Instrumenten der U-Musik und den entsprechenden PA-Anlagen, dass ich mich nicht so schnell verunsichern lassen werde.
Bose ist meiner Ansicht nach am besten für Kino-Feeling. Für ein Erdbeben oder Raketenstart bringen die einen unglaublichen Wumms. Ich habe probiert eine Sinus-Orgel (Hammond usw.) über eine Bose Heimanlage zu spielen, das geht bis Zimmerlautstärke, danach nur noch Krächzen. Für Musik fehlt mir der Bereich zwischen 80 und 400 Hz. Das sind die Grundtöne der meisten Instrumente.  Der Bass hält noch eine Weile mit, die Hochtöner sind aber sofort überfordert. Es entspricht den (mindestens früheren) Hör-Gewohnheiten der meisten Leute, Bass (100 Hz) voll auf, Höhen (10000 Hz) voll auf.
Vielleicht meinte Piepenpfeif auch die Frequenzen zwischen 100 und 5000 Hz.
Ich werde jedenfalls Deine Einwände im Hinterkopf behalten.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Tabernakelwanze am 01. November 2011, 12:23:48
Wie wäre es, wenn diese Diskussionen in einen neuen Faden ausgelagert und die Geschichte vom Irrweg weitererzählt würde?


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Flute8 am 01. November 2011, 12:41:57
Hallo Tabernakelwanze,

da müsste sich am besten GEMSHORN dazu äussern, ob und wie man das am besten machen könnte, oder dass er das gleich übernimmt, falls er das auch ok findet.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Gemshorn am 01. November 2011, 12:59:11
Ein Forum ist nun mal zum Diskutieren da.
Ich für meinen Teil, kann der Fortsetzungsgeschichte auch dann ganz gut folgen, wenns Zwischenfragen gibt. ;-)


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Flute8 am 01. November 2011, 13:11:00
OK, dann mache ich mal weiter wie bisher. Bald ist die nächste Fortsetzung geboren.

Grüsse, Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Gemshorn am 01. November 2011, 13:12:00
Ich bin schon gespannt. Auch wenn ich derzeit nur still mitlese, finde ich es doch sehr spannend. :-)


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Piepenpfeif am 01. November 2011, 20:03:46
Hallo, besonders Walckerfan

Da habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt.
Ich meinte mit "interessantem Bereich einer PO zwischen 1 und 5 kHz" z.B.die typischen Pfeifengeräusche beim Anblasen. Diese sollte man nicht mit herkömmlich gewohnter Klangeinstellung unterdrücken.
Das gesamte Spektrum aller Register muß natürlich großzügig abgedeckt sein, wobei dem Tiefbaßbereich eine höhere Bedeutung zufällt. Das erledigt bei mir ein regelbarer Sub. Deshalb kann man sich bei der Hauptboxenwahl mit Modellen begnügen, die nicht so tief runtergehen und preiswert zu haben sind. Satellitenboxen aus Plastik verbieten sich schon aus Gründen der Eigenresonanz.  

Gruß Ekke


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Flute8 am 06. November 2011, 00:12:45
4. Teil

Frustriert von allen Eindrücken las ich dann wieder viele Beiträge in den Foren. Da war noch die Rede von dem neuem Physical Modelling System, von Viscount Physis genannt. Da gingen die Meinungen aber wie überall sehr weit auseinander. Von fast perfekt bis unbrauchbar. Ich hatte diese Viscount Modelle fast abgeschrieben, da bekam ich zufällig noch die Gelegenheit, UNICO und PRESTIGE Modelle zu testen. Vom Gehäuse her gefiel mir die Prestige 80 sehr gut und auch der Gesamtklang braucht sich nicht zu verstecken, aber als Speichermöglichkeit ein  D i s k e t t e n- L a u f w e r k !! Und das im Jahr 2011? Ein technisch veraltetes Modell zum Preis nahezu einer UNICO 400? Das kann es ja auch nicht sein. Also die einzelnen Register der UNICO angespielt. Was mir sofort positiv auffiel, dass im Gegensatz zu fast allen anderen DO’s, die Lautstärke so angepasst werden kann, dass ein einzelnes Register laut genug klingt. Fazit: Die Register klingen von knapp genügend bis gut.
Mit dem eingebauten Editor sind aber geschmackliche Veränderungen in weiten Bereichen machbar. Das grösste Problem dieser Technik finde ich aber im Klang einzelner Register, die nicht an den Klang von gesampelten Pfeifen herankommen. (Vor allem die Prinzipale) Natürlich ist das auch eine Geschmacksfrage. Je mehr Register beteiligt sind, je weniger fallen die Unzulänglichkeiten auf. Den echtesten Gesamtklang erreicht man wahrscheinlich durch Mehrfachabstrahlung. Da ist fast alles machbar (gemäss Anleitung). Es ist also erforderlich, die Register auf möglichst viele Lautsprecher zu verteilen, in der UNICO 400 ab Werk bereits auf 12 Kanäle plus Subwooferkanal möglich. Nichtsdestotrotz gefiel mir das Konzept, die Gehäuseausführung, der Gesamtklang, die mögliche Lautstärke, die modernsten Anschlussmöglichkeiten (USB-Stick, separate USB B-Buchse zum PC), die Tastatur und die unzähligen Intonationsmöglichkeiten so gut, dass ich mich sofort entschloss, zuzuschlagen. Als Kompromiss entschied ich mich für die UNICO CL-6, die auch preislich akzeptabel ist. Sie hat 4 frei routbare Zusatzausgänge plus Subwooferkanal. So kam ich eigentlich unerwartet zu meiner ersten digitalen Sakral-Orgel. Bald wurde sie geliefert und ich wollte mich möglichst intensiv mit ihr beschäftigen. Deshalb hatte ich sie gleich in meinem Büro platziert. In einer Ecke von 1,6m Breite und 1,4m Tiefe fand sie wunderbar Platz und nur 1m von meinem Pult entfernt, konnte ich jederzeit innert Sekunden die Bank besteigen.

Fortsetzung folgt


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Gemshorn am 06. November 2011, 07:45:47
Endlich mal jemand, der aus erster Hand Erfahrungen mit einer Unico hat! :jump:
Warum gerade die CL-6? Nur wegen des 32-Töne-Pedals?
Ich habe immer die CLV-4 (ja, das Laminatmodell) für jene Orgel gehalten, die vom Preis-Leistungsverhältnis optimal ist (...mal abgesehen davon, dass ich die Unicos immer noch für zu teuer halte - meine ganz persönliche Meinung).


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Flute8 am 06. November 2011, 10:31:02
Hallo Gemshorn

Du hast recht, elektronisch ist die CLV-4 identisch mit der CL-6, aber die CLV-4 war noch nicht lieferbar und die CL-6 war sofort zu haben. Du weisst vielleicht aus eigener Erfahrung, wenn man endlich etwas zusagendes gefunden hat, möchte man es sofort besitzen. Das ging mir nicht anders.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Flute8 am 10. November 2011, 10:46:48
5. Teil

Jetzt steht sie also da, in wuchtiger Grösse im kleinen Zimmer. Breit wie ein Klavier, nur wegen des Pedals und Bank viel tiefer. Netzschalter auf ON, und schon brennt die Pedal- sowie die Notenbeleuchtung. Bald ist auch das Display bereit, es kann beginnen.
Zuerst eine gefällige Registrierung für die Bach d-Moll-Toccata eingestellt, dann den Lautstärkeregler auf Minus 25, Hall auf Minus 4 gestellt. Style auf Barock und los geht’s. Die ersten Takte klingen wie erwartet, aber beim D-Bass mit Akkordaufbau fehlt mir die Brillanz. Die Übeltäterin ist schnell gefunden, die registrierte Mixtur verliert die Brillanz auf der linken Tastaturhälfte. Also auf zur Suche einer Mixtur, die nicht nur 2x repetiert. Aus den 17 vorhandenen Mixturen finde ich Scharff III, die sogar 4x repetiert, die Brillanz also bis zum tiefsten C behält. Ob das stilgerecht ist weiss ich nicht, aber der Klang entspricht meinen Vorstellungen.
Einen Schönheitsfehler hat aber folgende Aussage von Viscount: Da die Anblas- und Luft-Geräusche bei hohen Fusslagen nicht mehr hörbar seien, werden sie bei Mixturen weggelassen!! Gemäss Editor fehlen also tatsächlich die Parameter „Air noise“ und „Harm. Noise“ bei den Mixturen. Das erklärt wahrscheinlich auch den von vielen beanstandeten und empfundenen sterilen Klang der Mixturen. Anders gesagt, verkauft uns VISCOUNT hier MP-3 anstatt unkomprimierte WAVE-Qualität. Und das in dieser Preislage! Dasselbe wird bei den Prinzipalen der Fall sein, denen das gewisse Etwas fehlt.
Puristen, die zwischen 12‘000 und 34‘000 Euro (Grundpreis ohne Spezialklaviaturen und konkave/radiale Pedale) bezahlen müssten, stören sich an solchen Unzulänglichkeiten und wenden sich von Viscount Physis ab. Für mich sind diese Mängel nicht sooooo gravierend, da ich vor allem einen mächtigen und vollen Sakralorgelklang anstrebe. Und entgegen anderer Meinungen, finde ich die eingebauten Verstärker und Lautsprecher sensationell. Wie die Italiener dies schaffen, aus 2 x 60 Watt solch einen druckvollen und trotzdem noch angenehmen Klang hervorzubringen, grenzt an Zauberei.
Bei mir ergänzen 2 Yamaha MS-50 Monitoren auf der Orgel die Abstrahlung nach oben, was zusammen mit den internen Lautsprechern auch weiter entfernt von der Orgel noch einen erstaunlichen Klang ergibt. Allerdings ist in der Orgel eine 43 cm hohe, 20 cm tiefe und 136 cm lange geschlossene Box vorhanden, die eine ausgewachsenen Boxe von 117 Litern ergibt! Mit dem 12‘ Bass entspricht das einer separaten Bassbox z.B. Johannus 12‘. Deshalb sind auch Frequenzen bis 30 Hz hinunter druckvoll zu hören. (vielleicht noch tiefer, habe noch nicht nachgemessen).
Jedenfalls ist ein Gesamt-Schalldruck der Orgel bis zu 120 dB/1m möglich! (selbst gemessen). Das erklärt auch, warum mir alle anderen getesteten Orgeln so schwach vorgekommen sind.
Nachdem ich einige Selbstversuche mit Intonationen (am Orgel-Display) gemacht habe, besuchte mich ein befreundeter, gelernter Pfeifenorgelbauer………

Fortsetzung folgt


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Gemshorn am 10. November 2011, 17:38:04
Zitat von: "Flute8"
Einen Schönheitsfehler hat aber folgende Aussage von Viscount: Da die Anblas- und Luft-Geräusche bei hohen Fusslagen nicht mehr hörbar seien, werden sie bei Mixturen weggelassen!! Gemäss Editor fehlen also tatsächlich die Parameter „Air noise“ und „Harm. Noise“ bei den Mixturen. Das erklärt wahrscheinlich auch den von vielen beanstandeten und empfundenen sterilen Klang der Mixturen.
Das Fehlen beider Parameter bei den Mixturen empfand auch ich als großes Manko, als ich noch meinen CM-100 besaß. Man fragt sich, warum Viscount diese so wichtigen Parameter nicht endlich auch für die Klangkronen nachrüstet. :kratz:
Allerdings vermag ich mir lebhaft vorzustellen, welche Antwort man bei gezielter Anfrage erhält; vermutlich dieselbe, die man mir gab, als ich nach Nachbesserung bei den Vivace-Mixturen fragte: "Wir verkaufen unser Produkt weltweit — und nie gab es Beschwerden." :augenroll:


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Flute8 am 10. November 2011, 19:03:40
..... also Vogel-Strauss-Politik und jammern, wenn weniger verkauft wird. Aber dann ist es wahrscheinlich zu spät.

Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: Anonymous am 11. November 2011, 22:10:21
Es wäre doch mal interessant zu wissen, wieviel sich außer Klaus wirklich daran stören. Wenn ich eine Firma wäre, würde ich auch nicht mein Produkt verändern, nur weil ein einzelner junger Österreicher rummotzt. Wenn es aber sehr viele werden, sieht das anders aus...

wf


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 11. November 2011, 22:43:20
Eine sehr berechtigte Frage, walckerfan... :-S
Nur fürchte ich, dass jene, die mit einem Modell oder einer Marke nicht zufrieden sind, nicht um deren Verbesserung kämpfen, sondern schulterzuckend zum nächsten Modell oder zur nächsten Marke weitergehen und dann stillschweigend eben etwas anderes kaufen.

Ich hingegen habe nicht aufgehört zu "motzen". Nicht, weil ich die Goldmedaille im Nerven und Jammern verliehen haben will, sondern weil ich die Physis-Idee hochspannend finde — und mir ehrlich gewünscht hätte, dass die Ergebnisse besser klingen. Meine Kritik gründet somit gerade im Interesse am Produkt; aber das scheint kaum jemand zu begreifen, leider. :( Italien ist offensichtlich sauer auf mich, und das obwohl ich immer schon ein Viscount-Fan war.


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel.
Beitrag von: PeterW am 12. November 2011, 00:37:28
Zitat von: "walckerfan"
Es wäre doch mal interessant zu wissen, wieviel sich außer Klaus wirklich daran stören.
Kann ich den Satz bitte nochmal verständlich bekommen: "wieviel" was? oder "wieviele" (z. B. User). Und was ist mit "daran" gemeint?
Falls es um die Kritik an der Klang-Wiedergabe durch PM-basierte Viscount-Instrumente gehen sollte, so ist bereits vor drei Jahren dazu ausführlich Stellung - auch a. a. O. - genommen worden, so daß ich keinerlei Neigung habe, den Quark/Topfen noch einmal zu treten.

BTW: @walckerfan:
Was ich schon immer mal wissen wollte: Wo kann man Deine Liebhaberei verorten - bei den deutschen oder den österreichischen Walckers?


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 13. November 2011, 18:51:17
6.Teil

Nun war also der grosse Abend gekommen, an dem die UNICO CL-6 dem Urteil des Pfeifenorgelbauers standhalten sollte. Nach ca. 20 Minuten durchspielen verschiedener Registrationen meinte er, dass diese DO schon erstaunlich echt klinge. Man könne aber mit Intonation noch einiges verbessern. Er hat mir anhand einer von mir im Internet ersteigerten Quintaden-Pfeife gezeigt, wie man mit einer kleinen Flachzange mit geübten Handgriffen den Grund-Klang, die Obertöne und die Lautstärke ändern kann. Das war schon beeindruckend.

Anschliessend haben wir innert etwa 3 Stunden sämtliche Register neu intoniert, bei 90% eine ihm besser zusagende Stimme gewählt und die Parametern angepasst. Das heisst, bei 4 der 35 Registern haben wir die Original-Stimme belassen und die Parameter angepasst, alle anderen aus den ca. 550 vorhandenen Stimmen getauscht. So entstand nach seinem Empfinden eine bereits gute barocke Registration.

Natürlich wäre für einen anderen Raum auch eine andere Intonation von Vorteil. Über USB kann man aber unendlich viele Intonationen, Registrierungen und Setzer abspeichern. Auch die Winddruck-Abfall Simulation (Stärke einstellbar) ist faszinierend, wie sich die anfängliche Verstimmung innerhalb etwa einer halben bis einer Sekunde stabilisiert.

Noch etwas positives zum Physical Modelling: Bei den Flötenregistern wechselt das Anblasverhalten/-Geräusch bei jedem nachfolgenden Anschlag! (Bei den Prinzipalen nicht). Ist auch beim Expander CM-100 genau gleich zu hören (jedenfalls bei meinem). Ist leider bei leisem Spiel und nur über die „Hosenbein-Beschallung“ nicht gut zu hören, aber prägnant über die Zusatzlautsprecher oberhalb der Orgel. Ich habe nicht alle über 500 Register getestet, das wäre zu aufwendig.

Entgegen früheren Postings habe ich nicht den Eindruck, dass überall „Luft“ dazugemischt wird, die nicht natürlich ist. Im Gegenteil, die Luftgeräusche ändern fast bei jeder Taste. Jedenfalls ist das Ergebnis wirklich ähnlich einer richtigen Pfeifenorgel, deren Einzelpfeifen entsprechend versetzt eingebaut sind.

Bei den Mixturen sind meines Erachtens praktisch alle Veränderungen möglich, ausgenommen die bereits von Viscount unterschlagenen 2 Parameter. Bei der CL-6 sind es 17 Mixturen. Beim Expander jetzt 11, die alle noch in den 1‘ – 2 2/3‘  verändert werden können. Auch die Repetitionen sind unterschiedlich. Auch das Verhalten der 16‘ kann von Uralt bis steril verändert werden. Ich bitte die Meckerer bezüglich der Physis-Technologie, sich nochmals schlau zu machen. Spezifischen Fragen kann ich vielleicht auch selbst nachgehen.

In meine CL-6 habe ich noch die Fernsteuerung für den Player eingebaut. Ist zwar auch teuer, aber ein schönes Spielzeug. Man kann selbst aufgenommene, oder die Demo-Stücke abspielen, bis 50 m von der Orgel entfernt. Die Stücke-Auswahl, die Lautstärke und die Register, aufbauend auf 3 bis zu 27 und zurück (bei meinem Modell), können von der Fernbedienung aus gewählt werden.  So kann aus verschiedenen Positionen alles beurteilt werden. Die Auswahlmöglichkeiten und das Gewählte werden auf dem Display der Fernbedienung angezeigt. Super Sache!

Das Nächste wäre jetzt die Intonations-Software zu beurteilen………

Fortsetzung folgt


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 13. November 2011, 18:55:36
Hochspannend, ich bekomme fast (wieder) Lust auf eine Unico.
Leider gibt es in meiner näheren Umgebung keine Physis-Orgel, um nochmals intensiv zu testen. :(
Ich warte mit Ungeduld auf Teil 7! :-)


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Anonymous am 13. November 2011, 19:54:29
:augenroll:


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: PeterW am 15. November 2011, 14:57:46
Weil es gut in diesen Thread, der sich erneut mit UNICO/PM/Physis befaßt, paßt:
Eben erst entdeckt: Physis - The Editor
Zu finden hier (http://www.physisorgans.com/getFile.asp?%20l=de&m=D&id=68820302521811439FFEECE7890BA482). Die Installation ist puppeneinfach, Allerdings läuft die Software nach dem Start nur weiter, wenn eine USB-Verbindung zu einer Unico besteht.
Nach der Demo (auf der gleichen Seite (http://www.physisorgans.com/de/download.asp) darunter) zu urteilen, könnten per Laptop offensichtlich einige Dinge mehr und übersichtlicher und auch am Einzelton gedreht - und somit einige Karten neu gemischt werden.
Womöglich kommen nach den  :putz:  nun auch mal  :schlau: zum Zuge.


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 15. November 2011, 17:05:28
Hallo zusammen

Habe nach dem Hinweis von PeterW das Update meines UNICO - Editors von 1.5 auf 1.6 gemacht. Allerdings werden damit einzig zusätzlich auch 4-manualige UNICO-Orgeln unterstützt. Ist da etwas im Busch?

Ich werde mich jetzt bald mit dem Editor an meiner CL-6 beschäftigen, damit ich meinen 7. Teil der Fortsetzungsgeschichte schreiben kann.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 15. November 2011, 20:59:34
Zitat von: "PeterW"
Weil es gut in diesen Thread, der sich erneut mit UNICO/PM/Physis befaßt, paßt:
Eben erst entdeckt: Physis - The Editor
Gibts dort schon ne ganze Weile. Ich vermute, dass es mit einer vorhandenen Unico nicht getan sein wird, sondern dass man irgendeine Freischaltung durchführen muss, damit das Programm arbeitet — schließlich kostet die Software ja gar nicht mal so wenig, wie auch schon hier im Forum an anderer Stelle angedeutet wurde.


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 15. November 2011, 21:48:37
Das Programm ist von jedermann downloadbar, teuer gekauft werden muss der PHYSIS USB-Dongle, mit dem das Programm funktionsfähig wird. Sonst geht gar nix. :-)

Grüsse Flute 8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 25. November 2011, 17:26:48
7. Teil

Nun also auf zum Test des PHYSIS Editors. Programm starten, Physis USB-Dongle am Computer einstecken und mit USB-Kabel Laptop und CL-6 verbinden. Im aufgegangenen Editor-Fenster den „Link to Organ“ anklicken und - - - - - Fehlermeldung! Keinen Treiber gefunden!
Der Schreck war nur kurz, in einem aufgehenden Fenster wird die Frage „Treiber installieren?“ gestellt. Der Treiber befindet sich anscheinend auf dem USB-Stick. „OK“ angeklickt und schon kam die Antwort „Treiber installiert“. Wieder „Link to Organ“ angeklickt und schon sind die Register der 2 Manuale und des Pedals im Fenster „VOICES“ aufgelistet. Einen Klick auf ein Register und in der Kopfleiste des Programms wird der auf der Registerwippe gedruckte Name angezeigt, daneben der effektiv verwendete Registername. Jetzt kann das Register getauscht oder durch „Add Voice from..“ (MAN I, MAN II, PED) ersetzt werden.

Wenn man auf ein Register klickt, erscheinen alle möglichen dazugehörigen Varianten, aus denen das gewünschte Register ausgewählt werden kann (anklicken, = Häkchen). Dann erscheint auf der Liste des angewählten Stops die Liste aller jetzt zur Verfügung stehenden Register, inklusive der „Addierten“, die wirklich bei jedem Stop von 32‘ bis Mixtur gehen können. Super Sache!

Die meisten Funktionen des Editors können ja im Demo-Programm angeschaut werden. Testen kann man dort allerdings nichts, sobald man eine Funktion anklickt kommt der Hinweis, „Nur Demo-Version“. Die Funktion Lautstärke pro Taste habe ich noch nicht ausprobiert, das ist mehr oder weniger Raumabhängig. Wie man mit der Stimmung etwas sinnvoll verändern kann pro Taste und Register, muss ich mit meinem „Pfeifenorgelbauer“ anschauen.

Fazit: Was an der Orgel mit dem Display und den 6 Tastern in mühevoller Kleinarbeit verändert werden kann, ist mit dem übersichtlichen Editor viel schneller und effektiver zu bewerkstelligen. Wenn man zusätzlich alle Möglichkeiten des Editors und die Positionierung jedes einzelnen Registers in den internen und externen Ausgängen und den entsprechenden Equalizern nutzen will, gibt es natürlich trotzdem noch einige Arbeitsstunden.

Ich habe jetzt noch das Demo-Stück „Boellman-Toccata“ mit „meinem“ abgeänderten Style angehört. Ich bin jedesmal wieder erstaunt, wie meiner Ansicht nach die Orgel zusammen mit den MS-50 verblüffend klingt, richtig mächtig und kraftvoll am Schluss. Man könnte auch einen Style kreieren, der für zuhause und höchstens für gehobene Zimmerlautstärke idealer klingen würde. Für mich ist es ok, dass die Orgel vor allem als kräftige Kirchenorgel intoniert ist. Mit dem Editor ist wirklich fast alles möglich, ausser den bereits früher erwähnten kleinen Unzulänglichkeiten, die man akzeptieren muss. Ich kenne allerdings weder eine Pfeifenorgel noch eine Digital-Orgel, die völlig ohne Verbesserungswünsche irgendwelcher Nutzer oder Tester ist.

Während dem Arbeiten mit dem Editor ist mir noch etwas ungewöhnliches aufgefallen, was aber mit Viscount Italien zuerst noch abgeklärt werden muss………

Fortsetzung folgt

Beste Grüsse, Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 26. November 2011, 12:30:08
Danke für die genaue Beschreibung — und für diesen spannenden Thread im Ganzen! :-)

Zitat von: "Flute8"
Während dem Arbeiten mit dem Editor ist mir noch etwas ungewöhnliches aufgefallen, was aber mit Viscount Italien zuerst noch abgeklärt werden muss………
Ach komm, wann gibts die Fortsetzung? Ich hasse Cliffhanger... :D  :D  :D


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 26. November 2011, 18:31:12
...sobald Viscount meine Fragen beantwortet hat, kann ich meine Geschichte fortsetzen. Wie lange wird das wohl dauern?? :jump:  :jump:  :jump:  :jump:  :jump:  :D  :D  :D  :D

hoffnungsvoll,

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 23. Dezember 2011, 10:31:21
8. Teil

Hallo zusammen

Von Viscount habe ich bis heute leider keine schlüssige Antwort erhalten (nach 4 Wochen!). Deshalb verschiebe ich weitere Physis-Editor-Ergebnisse auf nächstes Jahr.

Inzwischen habe ich wieder viel erlebt. Ich erwähnte bereits, die Roland C-380 mal im Auge gehabt zu haben. Da die Viscount CL-6 sehr schwer an einen anderen Ort im Haus zu verschieben ist, wünschte ich mir etwas Gutes, leichtes und kleines zum überall Sakral-Musik spielen zu können, wenn auch im Umfang etwas eingeschränkt. Da ich 2 Keyboards und auch einen Yamaha-Flügel mit MIDI-Anschluss habe, suchte ich im Forum nach  Beiträgen über Orgel-Expander. Da scheint die Auswahl nicht sehr gross zu sein. Rodgers MX-200, Allen Vista, Content EXP 220 und 440, Viscount CM-100, Hoffrichter SE-5 und SE-20. Nach dem Lesen von vielen Testberichten, Forums-Beiträgen und Fabrik-Angaben im Internet schieden bereits aus: Allen Vista (zu teuer, zu kompliziert), Rodgers MX-200 (nur noch Occasion erhältlich, hat fast alle Anwender zur Verzweiflung gebracht wegen der Ansteuerung und der komplizierten Registeranwahl), Content EXP 220/440 (nur ev. als Occasion erhältlich),Hoffrichter SE-5/20 (sieht „selbstgemacht“ aus,  ist teuer, Fabrik sehr weit weg).

Der geneigte Leser merkt, nur der Viscount CM-100 bleibt übrig. Bei einem Bekannten konnte ich diesen Expander testen, natürlich nur oberflächlich. Da ich im grossen und ganzen mit der Viscount UNICO CL-6 gute Erfahrungen gemacht habe, fiel die Wahl nicht besonders schwer, ich bestellte also den Accupipe CM-100, der die gleiche Technik wie die CL-6 aufweist. Vor allem auch, weil ich in der neusten Beschreibung und in der Anleitung (allerdings nur in der italienischen!! Auch nicht auf der Viscount-Seite! Falls Interesse an der Liste, bitte PN) gesehen habe, dass 36 neue Register dazugekommen sind, jetzt also total 212.
Neu also zusätzliche 10 Mixturen, 10 Kornette, 10 Sesquialter und 6 verschiedene Register zwischen den „alten Registern“.

Inzwischen war der Roland C-200 auf den Markt gekommen, ein sehr interessantes Sakral-Keyboard. Im kleinen Stil sind die Register aufgebaut wie bei den C-3X0-Modellen. Das mit einem Laptop mögliche Editieren aller Register, gleiches Programm wie für die C-330 (gemäss DS), hat mich neugierig gemacht. Sofort zum Händler und das C-200 zum Testen bestellt.

Fortsetzung folgt

Beste Grüsse und frohe Weihnachten,

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: meschmesch am 28. Dezember 2011, 11:12:14
Hallo zusammen,

mal ne ganz doofe Frage - wie wird denn ein Expander an die Orgel angeschlossen? Und über was erfolgt die Tonwiedergabe (interne/externe LS)? Und werden die Register des Expanders alternativ oder zusätzlich zu den bestehenden Registern verwendet?

Danke und viele Grüße,
meschmesch


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 28. Dezember 2011, 11:18:40
Mit MIDI- und Audiokabeln. :lupe:
Die Register kann, aber muss man nicht mit den orgelinternen Stimmen mischen.
Abstrahlung funktioniert auch ganz gut über orgelinterne Lautsprecher; die Entscheidung, ob man extern abstrahlt oder nicht, ist natürlich eine Geschmacksfrage.


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 23. Januar 2012, 13:35:03
9. Teil

Jetzt mal andersrum, zuerst mein Fazit zum Sakral-Keyboard ROLAND C-200:

Für einen mobilen Einsatz würde ich mir sofort dieses Keyboard, das neben allen Vorteilen noch sehr preiswert ist (bei einigen Händlern Euro 1‘599.-), plus einen Keyboardverstärker oder eine grosse Aktivbox (mind. 12/2er) kaufen.

Die Register klingen in etwa wie diejenigen der C-3X0 Orgeln. (Wen wundert’s?) Die eingebauten Lautsprecher haben zwar einen kräftigen Ton, der aber durch das Kunststoffgehäuse etwas dünn klingt. Schon mit einem zusätzlichen Keyboardverstärker kann dieses Manko weitgehend ausgeglichen werden. Toll sind die vielen Variations- und Zusatzregister, Chor und Strings haben nicht mal die grossen Roland. Dass bei Registerwahl sofort über ein Poti die Lautstärke angepasst werden kann, ist ein weiteres Highlight, das durch nur 8 Setzer etwas getrübt wird. Gemäss DS können alle Register wie bei den C-3X0 Modellen über den Computer editiert und abgespeichert werden, bis hin zu Einzeltönen. Super!!
Zusammen mit den kombinierten Plenum-Registern im Bass (Total 15 Register) kann man bereits einen ungeahnten vollen Klang erzielen.

Endlich kam ich dazu, den Editor des Viscount Accupipe CM-100 zu installieren und zu testen. Die Tücke dabei ist der „Serial 232“ Anschluss. Diesen mit dem USB des Laptops zu verbinden, benötigt einen z.B. HAMA USB-Serial Konverter Art. Nr. 53325 und eine 9-Pol Female/Female Kupplung. Im Laden heute nicht mehr einfach zu finden. Media-Markt hatte beides. Aber in einem Geschäft nur den Konverter, in einer anderen Filiale nur die Kupplung. Aber ich hab’s geschafft. Treiber ab beigelegter CD installieren, COM Ports abgleichen und das extrahierte gezipte Editor-Programm starten. (Es waren schon noch ein paar Hürden zu nehmen  ;-)  nur nicht zu schnell aufgeben  ;-)  :D) Es wird das gleiche Prozedere sein, wenn man eine PRESTIGE-Orgel anschliessen will.

Es sind alle bekannten über das Display veränderbaren Parameter vorhanden, zusätzlich kann man das Volumen  bis auf Einzeltaste einstellen. Die Stimmung kann in halb-cent Schritten -30 bis +30 cent verändert werden, ebenfalls bis auf Einzeltasten. Es sind verschiedene schnellere „Werkzeuge“ vorhanden. Auch werden im Editor die gewählten Register angezeigt, was auf dem CM-100 Display leider nicht möglich ist. (Im Gegensatz zur UNICO-Serie, bei der jede gedrückte Registertaste im Display kurz angezeigt wird.) Zusätzlich kann auch bei jedem gewählten Register der aktive Bereich eingestellt werden. Das können die UNICO’s nicht. Zudem kann auch alles im Computer abgespeichert und wieder geladen werden. Das Gerät selbst kennt nur MIDI-Dump als Speichermöglichkeit.

Gerne beantworte ich weitere Fragen. (wenn ich kann)

Fortsetzung folgt

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 23. Januar 2012, 17:50:50
Danke für die Fortsetzung, auf die ich — ich gestehe — schon neugierig gewartet habe. :lupe:
Ich halte das Roland-Keyboard auch für eine gute Sache; mit den bordeigenen Lautsprechern fiel es aber klanglich im Vergleich zum C-230 deutlich ab (no na, würden wir Österreicher sagen...).


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Copula am 23. Januar 2012, 20:07:26
Für unterwegs finde ich das Keyboard praktisch, besser als so komische Rolltastaturen. Aber ich ziehe dennoch eine vernünftige Orgel vor. Kann man da eigentlich ein MIDI-Vollpedal anschließen? Das wäre etwas für den fleißigen Organisten im Urlaub.


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 23. Januar 2012, 22:21:16
Zitat von: "Flute8"
Von Viscount habe ich bis heute leider keine schlüssige Antwort erhalten (nach 4 Wochen!). Deshalb verschiebe ich weitere Physis-Editor-Ergebnisse auf nächstes Jahr.
Das schriebst du vor genau einem Monat.
Kam mittlerweile eine Antwort?


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 23. Januar 2012, 23:14:22
Hallo Gemshorn

Habe leider keine weitere Antwort erhalten ausser die Empfehlung, die OS-Updates zu machen, damit die Orgel auf dem neusten Stand ist. Allenfalls ein Factory-Reset brächte die Orgel auf Anfangs-Zustand. Ich habe aber noch nichts unternommen. (im Moment kein "Bock" darauf    :augenroll: )

Grüsse, Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 25. Januar 2012, 14:40:35
An Copula

Natürlich kann man an das Roland C-200 jedes midifähige Pedal anschliessen, von 13 über 20 bis 30 und mehr Tasten. ABER für ein Vollpedal, das ja mind. doppelt soviel Platz braucht und auch mind. doppelt so schwer ist wie das C-200, braucht es auch noch eine spezielle Sitzbank, die breit genug ist, um richtig Fusspedal spielen zu können.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Tabernakelwanze am 25. Januar 2012, 15:29:03
Fußpedal :D


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 25. Januar 2012, 15:42:41
... letztlich wäre auch zu fragen, in welcher preislichen Relation der Zukauf einer Pedalklaviatur zum Keyboard steht. :augenroll:


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Copula am 25. Januar 2012, 17:18:25
@Tabernakelwanze
Da weiß man ja wenigstens was gemeint ist. Mich hat mal jemand gefragt, woher ich wüsste, welche Pfeife ich ziehen muss. :kratz: Gemeint waren natürlich die Register. Anstatt Pedal habe ich auch schon Fußbass gehört. Auch beeindruckend finde ich die Vorstellung, dass Leute gar nicht wissen, dass das Pedal auch Töne erzeugt. Nach einem Bachschen Pedalsolo wurde ich mal angesprochen, wo denn die Töne herkamen, ich hätte mich mit den Händen doch abgestützt. :D  Aber das ist dann die Sorte von Gottesdienstbesuchern die alles besser wissen und sich überall einmischen. Aber ich schweife vom Thema ab.
@Flute8
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, auch wenn wir ja schon in der Gegenwart angekommen sind.


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: pvh am 25. Januar 2012, 18:53:45
Hallo,
Zitat von: "Copula"
[...]Anstatt Pedal habe ich auch schon Fußbass gehört. [...]
das ist beim Jazz ein gängiger Ausdruck, wo man den Fußbass vom Kontrabass oder E-Bass unterscheidet.
Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Copula am 25. Januar 2012, 19:23:08
Ah danke für die Info. Das ist gut nachvollziehbar, denn mein Großonkel, der den Ausdruck verwendet, war mein ich als Berufsmusiker in dieser Branche tätig.


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 26. Januar 2012, 12:38:06
@Tabernakelwanze:

Fussbass-Pedal....im Gegensatz zum Schwell-Pedal.  :jump:

Es grüsst Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Tabernakelwanze am 26. Januar 2012, 14:12:40
:schock:


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Mikelectric am 26. Januar 2012, 20:27:13
:kratz: also ein tiefer gelegtes Handmanual mit 30 Klöppeln


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 29. Januar 2012, 10:06:20
10. Teil

Da ich im Forum gelesen habe, dass Laurie Phelps sich nach langem „Studium“ eine Roland C-380 gegönnt hat, habe ich mich auch wieder mit diesem Modell beschäftigt. Ein Minus-Punkt  für mich war, dass die Orgelbank beim Pedalspiel sich bewegte (vor und zurück), was durch ein Unsicherheitsgefühl und das Befürchten des Kippens zu stark ablenkte. Jetzt fand ich heraus, dass beim ersten Probespiel ein weicher Spannteppich unter der Orgel/Bank war, der einige Millimeter nachgab. Bei einem kürzlich erfolgten Test, auf festem Boden, fand ich die Bank sehr stabil. Das konnte also abgehakt werden. Auch die starke Verstimmung bei fast voller Registrierung in Youtube Demos störte mich sehr. Aufgrund von Nachfragen erfuhr ich, dass diese Einstellungen nicht dem Auslieferungszustand der Orgeln entspreche, der Einspieler der Demos habe nach eigenem Gutdünken diese Parameter etwas grosszügig verändert. Auch dieser Punkt konnte nach eigener Ueberprüfung abgehakt werden. Am meisten störte mich aber der Umstand, dass die vielen Parameter nur über das eingebaute Display mit den 2 Druck-Drehreglern eingestellt werden könnten. Inzwischen hatte Dieter Schuster aber gepostet, dass ab sofort eine Editier-Software kostenlos zur Verfügung gestellt werden könne, die ein Editieren und Speichern am PC/Laptop ermöglicht.

Der Klang der einzelnen Registern und das Plenum hatte mir eigentlich schon beim ersten Test gefallen und überzeugte mich viel mehr als die Konkurrenzprodukte, auch mehr als doppelt so teure Modelle. Der RSS-Hall klingt sensationell, mit einem integrierten parametrischen Equalizer kann das Hallsignal dem eigenen Klangempfinden angepasst werden. Da hat meiner Meinung nach sogar ein Faltungshall das Nachsehen!

Da blieben mir nur noch wenige (aber teure) Wünsche offen: Mehr Register, 3 Manuale, Pedal Radial-Konkav, einige Fusspistons, Crescendo-Schweller, Beleuchtung Notenpult/Pedal.
Heute weiss ich, das wäre eigentlich eine Rodgers 588, oder eine (eher bezahlbare) „Roland C-480“, vielleicht gibt’s die doch noch irgendwann.

Da alle Vorbehalte ausgeräumt waren, bestellte ich die C-380. Dann begann das ungeduldige Warten auf die Lieferung…….. :lol:  :(  :kratz:

Fortsetzung folgt

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Aeoline am 02. Februar 2012, 19:30:21
Hallo Flute8,

ich bin auch an einer UNICO interessiert und habe eine Frage zum Funktionsumfang des Editors. Du hast geschrieben:

Zitat von: "Flute8"
Wenn man auf ein Register klickt, erscheinen alle möglichen dazugehörigen Varianten, aus denen das gewünschte Register ausgewählt werden kann (anklicken, = Häkchen). Dann erscheint auf der Liste des angewählten Stops die Liste aller jetzt zur Verfügung stehenden Register, inklusive der „Addierten“, die wirklich bei jedem Stop von 32‘ bis Mixtur gehen können. Super Sache!

Beim Probespiel der UNICO 400 war es mir nur möglich, Register gegen Klangfarben aus der gleichen Registerfamilie und Fußlänge auszutauschen. Verstehe ich Deinen Text richtig, dass man mit dem Editor "grenzenlos" Register austauschen könnte ? -  :kratz:  - also z.B. den 'Bourdon 16' aus dem Man I Deiner CL-6 gegen z.B. ein 1'-Register ?

Vielen Dank schonmal vorab für Deine Unterstützung.

Beste Grüße
Harald


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 02. Februar 2012, 20:25:29
Hallo Harald

Ja, es ist so. Am Display der Unico-Modelle kann man nur innerhalb der auf dem Register angeschriebenen Fusslage und Gruppe der Register auswechseln. (Prinzipale gegen Prinzipale, Zungen gegen Zungen, Mixturen gegen Mixturen usw.). Mit dem Physis-Editor kann wirklich jedes der über 500 Register der internen Datenbank auf jede Wippe gelegt werden. Nachher wird bei jedem Anwählen der Register auch kurz das effektiv hinterlegte Register angezeigt. Damit kann man sich dann immer vergewissern, was effektiv erklingen wird. Vielleicht ist es nicht sinnvoll, auf die 16er Register Mixturen zu legen und auf die Mixtur-Registerwippen 16' und 32' zu legen. Es wäre aber möglich. Ich denke, dass es  sinnvoll wäre, mehrere Mixturen mit verschiedenen Repetitionen und Lautstärken anstatt z.B. 4 Zungenregister zur Verfügung zu haben. Der Phantasie sind aber keine Grenzen gesetzt.

Ich hoffe, Dir mit meinen Angaben geholfen zu haben. Falls weitere Fragen auftauchen beantworte ich sie gerne.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 23. März 2012, 13:33:06
Teil 11

Nach endlosen 6 Wochen Wartezeit ist sie nun endlich da, meine Roland C-380. Bei der Lieferung schien die Morgensonne durchs Fenster, der noch rötliche Sonnenschein hüllte die dunkle Eichenfarbe der Orgel in ein kupferfarbenes Leuchten, sah grandios aus, richtig zum Verlieben. :hail:  Nun den Netzschalter auf „On“ und nach wenigen Sekunden (9) ist das Instrument spielbereit. Den Lautstärkeregler auf „12“ stellen (wie von Laurie Phelps vorgeschlagen) und die DEMOS anwählen. Nun wird man fast anderthalb Stunden mit den unterschiedlichsten Werken und in verschiedenartigsten Registrationen berieselt. Sehr beeindruckend! (Nur mit OS ab Version 1.11, ältere Versionen der C-330 haben andere Demos und weniger Schatten-Register)

Hier ein Tipp:  :tipp: Man kann an irgendeiner Stelle der Demos mit „Pause“ die Wiedergabe anhalten und mit der jeweils eingestellten Registration selbst spielen. Für mich, noch wenig Ahnung von stilgerechter Registration ist das eine super Möglichkeit, ohne grosses Studieren optimale Registrationen zur Verfügung zu haben. Zusätzlich lassen sich die User-Stimmen ändern oder wechseln. Die Hauptregister können in den 4 Variationen ausgetauscht werden. Die Manual-Setzer können verwendet werden, die Haupt-Setzer jedoch nicht.

Ein kleines Beispiel: Dm-Toccata BWV 565, ist auf User B Man I die „IV Fourniture“ gewählt, Oktave +1 und Volume auf 50. Das Volumen auf 75 erhöhen und es erklingt viel strahlender, silbriger!
Es Ist wahrscheinlich Geschmacksache, aber für mich klingt‘s dann viel echter.

Weiter möchte ich mich nicht über den Klang äussern, da ist Gemshorn aktuell der kompetente, stilsichere und aktive Spieler. :church:

Fortsetzung folgt………   mit OS Vers. 1.13 und 8-Kanal-Erweiterung unter Einbezug der Editor-Software, auch für die Einstellung der Mehrkanal-Abstrahlung.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 23. März 2012, 13:38:25
Zitat von: "Flute8"
Bei der Lieferung schien die Morgensonne durchs Fenster, der noch rötliche Sonnenschein hüllte die dunkle Eichenfarbe der Orgel in ein kupferfarbenes Leuchten, sah grandios aus, richtig zum Verlieben. :hail:
Oh ja, die dunkle Eichenfarbe ist einfach perfekt gelungen. :hail:  

Zitat von: "Flute8"
Weiter möchte ich mich nicht über den Klang äussern, da ist Gemshorn aktuell der kompetente, stilsichere und aktive Spieler. :church:
So ein Unsinn! Ich wünsche mir viele weitere Äußerungen zum Klang. Jeder nimmt eine eigene, unverzichtbare Perspektive ein. Davon können die anderen nur profitieren! Weiter alsdann! ;-)

Danke für die guten Tipps bezüglich der Demostücke.
Übrigens gibt es ab Software-Version 1.13 einige neue Demos. :schlau:


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 26. März 2012, 19:32:07
Natürlich werde ich weiterhin berichten und wenn ich etwas herausgefunden habe, kann ich es sowieso nicht für mich behalten.  :jump:  :D

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 11. April 2012, 20:02:22
Teil 12

Die 8-Kanal-Erweiterung und Editor-Anwendung verzögert sich noch, nichts desto trotz habe ich inzwischen die PDI-Funktion auf Herz und Nieren getestet. Schon mit einem einzelnen Register, Prinzipal 8‘, oder auch Gemshorn 8‘ habe ich fast alle Möglichkeiten des PDI in der „Advanced Voicing“ Sektion mit Pan-Pattern (7 typische Pfeifenanordnungen) und Pan-Wide 1 – 127 mit Kopfhörern oder mit Lautsprechern angehört. Der Unterschied von normalem Voicing, tiefster Ton links, höchster Ton rechts oder umgekehrt, bzw. C-Cis-Lade abwechselnd links nächste Taste rechts oder umgekehrt (je nach Register) zum räumlichen PDI ist erstaunlich. Man kann fast sagen, wie Tag und Nacht. Dieses räumliche Stereo-Erlebnis, das durch die verschiedenen Anordnungen der Positionen und der Basisbreite der Töne/Tasten erfolgt, ergibt einen wohltuenden Gesamtklang schon bei einem Register, z.B. beidhändig gespielt. Mit mehreren Registern wird’s schon fast unheimlich. Auch die Zungen haben einen angenehmeren Klang und verschmelzen viel besser mit den anderen Registern.

Das Beste ist aber folgendes: Dreht man den Hall völlig weg, bleibt die Räumlichkeit bestehen!  :schlau:  Das ist der grosse Unterschied zu im Stereo-Panorama angeordneten Mono-Samples. Deshalb war ich besonders enttäuscht beim Spielen einer Johannus Symphonica. Wenn man dort den LiveReverb komplett wegdreht, bleiben meiner Meinung nach nur die raumlosen Mono-Sample-Klänge. :(  Also wird der Raumklang nur mit dem Hall und den vielen Kanälen erreicht, was aber im Kopfhörer nicht zu hören ist.

Beim Testen der PDI-Funktion habe ich nur einen Teil der Register auf PDI gestellt. Alle anderen Parameter, die man auch noch anpassen/ändern könnte, sind noch nicht ins Spiel gekommen. :lupe:
Das Ganze dann als „Voicing-Set“ (im Menu 11) zwischen 001 und 099 abspeichern, Power-On Set neu speichern und schon ist beim nächsten Einschalten alles so, wie abgeändert. Es wäre von Vorteil, die ursprünglichen Einstellungen, bevor man Änderungen vornimmt,  als Voicing-Set 001 zu speichern, damit man schnell wieder „zurück“ kann, z.B. um zu vergleichen. :tipp:

Fortsetzung folgt….

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 11. April 2012, 20:30:13
Hallo Flute8,
schön, wieder von dir zu lesen. :-)

Da ich ja das Schwestermodell zu deiner C-380 besitze, möchte ich mich in aller Kürze zu PDI äußern: Im PDI-Modus "verbraucht" ein Register zwei Voices ("Tongeneratoren") pro Ton. Für Roland-Classic-Orgeln wird nicht empfohlen, ALLE Register auf PDI umzustellen, da sonst bei vollgriffigem Spiel im Plenum Aussetzer bei einzelnen Tönen ("Polyphonie-Overflows") auftreten können.
Ich habe dennoch alle Register auf PDI gestellt, :teufel: da ich so gut wie nie alle Register ziehe. :lol: Funktioniert prächtig und ist klanglich wirklich eine Offenbarung! :hail:
Wer auf der sicheren Seite bleiben will, stellt in erster Linie Prinzipale und Zungen auf PDI um, da bei diesen Registerfamilien der Effekt am größten ist.

:schlau: Dass die Roland den Raumklang über PDI und nicht platt über die Zumischung von Hall realisiert, scheint mir ein wichtiger Faktor für die hohe Authentizität ihres Klanges zu sein.


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: PeterW am 12. April 2012, 11:45:36
Zitat von: "Gemshorn"
[...] wird nicht empfohlen, ALLE Register auf PDI umzustellen, da sonst bei vollgriffigem Spiel im Plenum Aussetzer bei einzelnen Tönen ("Polyphonie-Overflows") auftreten können.
Hast Du einmal versucht, einen All-PDI-Polyphonie-Overflow zu  provozieren? Was passiert dann eigentlich wirklich hörbar im Plenum, wenn alle Finger und Füße auf den Tasten sind?


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 12. April 2012, 12:00:35
Hallo PeterW

Ich habe selbstverständlich "mehrere" Overflow's erzeugt. Leider ist es so, dass die neu oder zuletzt angeschlagenen Tasten nicht mehr voll erklingen. Von einem "intelligenten" Stimmen-Reduzier-Algorithmus habe ich nichts bemerkt. :schock:  :schock: Oder kann man das irgendwo programmieren, welche Stimmen erklingen sollen? (z.B. first in - first out macht auch keinen Sinn, wenn zuerst das Pedal gedrückt wird, würde das Bass-Fundament stumm) :help:

Beste Grüsse,

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: PeterW am 12. April 2012, 14:23:37
Zitat von: "Flute8"
Ich habe selbstverständlich "mehrere" Overflow's erzeugt.
Mit welchen Registrierungen und Stimmigkeiten?

Bsp.: Bekommst Du schon ein Overflow bei
- Pedal: Prinzipal16+8+4+USER-Pedal-Grand-Mixtur-VI
- ManI: Prinzipal16+8+4+2+USER-Grand-Mixtur-VIII
und 11-Stimmigkeit (Li 5, Re 5, Ped 1)?


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 13. April 2012, 10:38:40
Nein, nein, keine Panik, hörbar wird der Overflow (P 1, Man I 10 Tasten) erst ab ca. 28 von 33 Registern inkl. aller Koppeln! Wahrscheinlich abhängig vom Register-Typ, da einige auch schon mehr als 1 Stimme pro Taste "verbrauchen". Es passiert also erst auf sehr hohem Niveau. Das heisst, allgemeine Entwarnung, die Roland C-3X0 Modelle haben schon eine relativ grosse Stimmen-Zahl. (Schätzungsweise 512, will aber niemand bestätigen (geheim), könnte aber beim "Nachrechnen" hinkommen).  :schlau:  :schlau:  :D  :D

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 13. April 2012, 10:45:27
Insofern liege ich mit meiner Einschätzung durchaus nicht so falsch, dass man getrost ALLE Register auf PDI setzen kann. Denn selbst im Plenum kann ich auf Vox Celeste, Quintade, Stillgedackt und einige andere kleine Fische gut verzichten. :orgel:
... Saß gerade wieder an der C-330. Ein unglaubliches Instrument!


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: martin am 15. April 2012, 10:24:22
Zitat von: "Gemshorn"
da sonst bei vollgriffigem Spiel im Plenum Aussetzer bei einzelnen Tönen ("Polyphonie-Overflows") auftreten können.
Wie viel gleichzeitig gedrückte Tasten sind mit vollgriffigem Spiel gemeint?
Ich kann nirgendwo im Internet eine vernünftige Definition für das Wort finden.


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 15. April 2012, 10:31:16
Dass das Wort keine hochpräzise Definition ist, sollte eigentlich klar sein... :augenroll:
Leider kenne ich das genaue Polyphonie-Limit der C-330 nicht; fällt laut Dieter Schuster unter Betriebsgeheimnis.


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: PeterW am 15. April 2012, 10:49:51
Das hier geht im ersten Teil sicher als vollgriffig*) durch:

[youtube]XPTLUa2Y-L0[/youtube]

Und ja, man kann's auch auf der C-330 mit "Full-PDI" spielen.
Was deren "Polyphonie" betrifft, liegt Flute8 mit seinem Überschlag sicherlich nicht völlig daneben.

*) Gemshorn in Verbundenheit zugeeignet


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 04. Mai 2012, 20:19:17
"Vollgriffig" würde ich ab gleichzeitig 8 gedrücken Manualtasten plus eine Pedaltaste bezeichnen. Die "Overflow" Aussetzer beginnen aber erst hörbar bei "unglücklichen" Tastenfolgen, z. B. bei einem Schlussakkord mit Akkordaufbau von links im Man I und Halten aller gedrückten Tasten. Falls weitere "Versuche" gewünscht werden, bitte melden. :D  :lol:  :teufel:

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 10. Mai 2012, 22:54:48
Geht deine Irrweg-Story eigentlich noch weiter? :dafuer:


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 11. Mai 2012, 00:47:01
Im Moment ist der Weg etwas "steinig", da ich mit anderen Dingen noch sehr beschäftigt bin. Aber wie am 23. März 12 versprochen, ist die

"Fortsetzung mit OS Vers. 1.13 und 8-Kanal-Erweiterung unter Einbezug der Editor-Software, auch für die Einstellungen und Anwendung der Mehrkanal-Abstrahlung"

vorgesehen, sobald wie möglich, wahrscheinlich in mehreren Abschnitten.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 03. Januar 2013, 14:49:52
Teil 13

Unglaublich! Beinahe 8 Monate sind vergangen seit meinem letzten Beitrag? In Bezug auf die Roland C-380 bin ich leider noch nicht weiter. Mitte Januar 2013 sollte ich die bestellten Rodgers Lautsprecher erhalten, dann werde ich mich weiter mit der externen Abstrahlung der C-380 auseinandersetzen.

Inzwischen hat sich bei mir eine Content Cantate 346R breit gemacht, die auf eine Nach-Intonation bei mir wartet, die noch im Januar erfolgen soll. Dann kann endlich auf Herz und Nieren getestet werden. Um auch den Roland RSS-303 optimal einsetzen zu können, habe ich mir ein Mischpult zugelegt. Mit bis zu 18 Ausgängen sollten fast alle möglichen und unmöglichen Konfigurationen erstellt werden können. Dabei sind immer alle 18 Endstufen angeschlossen, geroutet wird am Mixer. Ich weiss, davon sind 8 Kanäle mit einer IMG STA-1508 bestückt, die im Forum nicht nur Zustimmung erhalten hat. Vielleicht hat die Bezeichnung 1508 etwas mit „08/15“ zu tun?  :D  Eventuell werde ich diese durch eine neue CROWN Endstufe CT-8150 ersetzen.

Ausserdem bin ich am Testen der neuen Bose L1 S mit B2 Bass, sowie im Vergleich der Bose L1 Mod. II mit B2 Bassbox. Diese neue Bassbox ist ein wirkliches High-Light. Vor ca. 5 Jahren hatte ich bereits die L1 Mod. II mit bis zu 4 B1 Bässen. Trotzdem war der Bass nicht zufriedenstellend, ganz zu schweigen von der Schlepperei und dem finanziellen Aufwand, plus Verkabelung von 2 kompl. Systemen mit dann total 8 Bass-Boxen, plus 2 zusätzlichen Bose-Endstufen Packlite A1.

Eine neue B2 Bassbox bringt mehr und präziseren Bass als 4 Stück B1 mit Zusatz-Endstufe!!!
Zwei solcher Systeme könnten dann die Haupt-Abstrahlung übernehmen, die anderen verschiedene Surround-, Reverb-, Rear- und Register/Werktrennungen abstrahlen. Die diversen Möglichkeiten der C-380 und der Cantate 346R muss ich erst noch herausfinden.

Mit den Johannus UL-110 und UL-2700 habe ich 2 völlig verschieden Anordnungen der Lautsprecher versucht. Erste Variante: 4 UL-110 auf 190cm Höhe verteilt auf 2,7 m an einer Breitseite, 4 UL-2700 auf 190cm Höhe verteilt auf 2,7 m an der anderen Breitseite des Raumes. (4 x 5,3 m), externe 8-kanalige Abstrahlung der Content.
Das klang wie erwartet recht gut, durch die vielen Lautsprecher recht diffus und doch relativ direkt, wie von einer Kirchenorgel erwartet, alles „von Oben“. Zu- oder Weg-Schaltung der eingebauten Lautsprecher brachte keinen gross veränderten Klang.

Zweite Variante: An einer Breitseite je 4 Lautsprecher links und rechts aufeinandergestellt, Abstand der untersten zur obersten Membrane ca. 2,3 m. Summensignal Stereo-Abstrahlung der Content. Klangeindruck wie bei Line-Arrays, im ganzen Raum gleicher Klang, erst bei näher als 20cm kann der einzelne Lautsprecher als Quelle definiert gehört werden. Es klang nicht so optimal wie bei der ersten Variante, aber auch nicht schlecht. Wenn die eingebauten Lautsprecher dazu geschaltet werden, wird durch die 10 getrennten Kanäle der Orgel der Klang aber viel voller und irgendwie „mächtiger“. Erst dann hört man auch die Laufzeitunterschiede der Registeraufteilung und den Surround-Effekt, die in Stereo-Abstrahlung wegfallen.

Wie bereits erwähnt kann ich mir deshalb eine Kombination der beiden Varianten als gute Gesamtlösung der ext. Abstrahlung vorstellen, d.h. 2 Bose Stengel mit B2 Bass als Hauptlautsprecher links/rechts mit den tiefen Pedal und Werk-Registern, die anderen Kanäle mit Surround, Rear, Reverb und den restlichen aufgeteilten Registern von hinten und vorne oben.

Es gibt also wieder viel zu tun……

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 28. Juni 2014, 10:48:55
Teil 14, das grosse Finale! (?)

Hallo zusammen

Inzwischen hat sich natürlich einiges getan. Langsam komme ich zu einer für mich ausgezeichneten Digital-Kirchenorgel-Anlage, die für mich das Beste darstellt, das im vorgegebenen Rahmen (Total ca. Fr. 26‘000.- netto, Anteil DO inkl. Abstr.) zu haben ist. Diese Anlage habe ich vor ziemlich genau 2 Jahren zu planen angefangen. Einen Teil davon kann man im „Teil 13“ dieses Threads lesen. Es gab aber noch einige Aenderungen.

Nachdem nun auch die Roland C-380 einen Käufer gefunden hat, bleibt meine Wunschorgel allein in meinem Musikraum (neben dem Yamaha-Piano und 3 Keyboards, sowie zugehörige P.A.‘s). Folgendes gehört nun im Moment zur Sakral-Anlage:

Spieltisch: Content Cantate 346R in Eiche, Farbe rötlich-Palisander, mit Holzkernklaviaturen, geteiltem Gehäuse. 30-Tasten Radial-Konkav-Pedal (Vollholz), 3 Messingschweller, 3 Messing Fuss-Piston: Tutti, Setzer plus und minus. Alle 10 Kanäle sind als XLR-Output-Buchsen vorhanden.

Abstrahlung: 4 Kanäle über 4 Johannus UL-2700, 2 Kanäle über 4 Joh. UL-110,  2 Kanäle über 2 Rodgers FR-1.7, 2 Kanäle über 2 Rodgers FR-1.0, die mit 2 CROWN- und 3 PHONIC-Stereo- Endstufen „befeuert“ werden. Dazu kommt ein NUBERT Subwoofer aktiv, Modell AW-1100. Für Zusatz-Abstrahlung (z.B. der zusätzliche Stereo-Ausgang) sind noch Aktiv-Monitore, je 2 Yamaha HS7 und HS8 plus Sub HS8S und die 2 GENELEC 8050A sowie seit kurzem die genialen NUBERT A-300 vorhanden, die auch als Musik-Anlage wie CD-Player usw. alle über einen Mixer betrieben werden.

In ca. 3 Wochen sollte die engl. Anleitung zum Content-Editor verfügbar sein, damit kann ich sicher mehr anfangen als mit der „holländischen“   :schock:  :-)  Am verständlichsten ist dann natürlich die komplette  deutsche Uebersetzung.

Um meine wichtigsten Dispositions-Aenderungen, Equalisationen und VPP Einstellungen zu realisieren, sowie alles sichern zu können, hoffe ich, mit der engl. Ausgabe zurechtzukommen. Sonst gibt es ev. Rückfragen, die zum gewünschten Ergebnis führen sollten.

Es ist endlich Licht am Horizont zu sehen, damit alles bestmöglich intoniert werden kann. Ich werde auch einige Organisten zu Dispositions-Fragen kontaktieren. Die muss ich aber bei mir Zuhause fragen können, damit man hört wovon man spricht.

Eines habe ich bereits im Kopf: In der barocken Dispo will ich im Pedal anstatt der 2‘ Zunge eine 32‘ Posaune oder Trompette, damit es richtig schön knattern kann.  :-)  :lol:

Auch ich bin sehr gespannt, was ich im nächsten Teil berichten kann…… :jump:  :jump: .

Beste Grüsse,

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 11. Juli 2014, 15:14:21
Teil 14 Nachtrag:

„Zwischenbilanz“

Wenn ich die letzten 3 Jahre überdenke, wäre ich am besten gefahren, wenn ich damals anstatt der Unico CL-6 die wunderschöne Prestige 80 im dunklen Eichengehäuse und Messing -Schwellern und Messing-Fusspistons gekauft hätte. Leider war mir ja damals das Diskettenlaufwerk ein Dorn im Auge. Wie auch ich festgestellt habe, stehen schon bei der Prestige dieselben Parameter zur Verfügung im Editor wie bei Physis. Mein (Irr-)Weg zur digitalen Kirchenorgel wäre also eigentlich sehr schnell zu Ende gewesen, mit einem akzeptablen Ergebnis. Da ich immer noch überzeugt bin, dass Sampling die besseren klanglichen Ergebnisse liefert als Physical Modelling (PM), hätte diese Pr 80 noch einige Jahre die Nase vorn gehabt, vom sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis gar nicht zu sprechen. Die Pr 80 hätte ich damals für weniger als eine C-380 kostet bekommen, die 12 Ausgangskanäle sind dort sogar Standard. Nachher ist man natürlich immer schlauer  :bloed:  :kratz:  

Da ich die Content Cantate 346R in Wunschfarbe, Wunschklaviaturen (Holzkern) Radial-Konkav Pedal, 10 Kanal-Ausgang und mit dem hoffentlich bald deutschen Editor relativ günstig erwerben konnte bei KB, habe ich grad noch so die Kurve gekriegt. Die Verluste bei CL-6 und C-380 sind natürlich als "Lehrgeld" abzuschreiben.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Offenbass 32 am 11. Juli 2014, 15:44:38
Hallo René,

die Prestige 80 stand bei meiner Orgelsuche ganz oben auf der Speisekarte bevor ich alles mögliche probegespielt habe. Leider war zu der Zeit kein preislich interessantes Instrument davon zu kriegen. Die Cantate 346, die ich angespielt habe (ohne Rolldeckel) ist ebenfalls ein absolutes Trauminstrument aber außerhalb meines Preisrahmens. Du hast damit eine sehr gute Wahl getroffen, zu der man nur gratulieren kann.


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 14. Oktober 2014, 06:42:38
Folge 15

Jetzt ist es soweit. Nachdem die Abstrahlung fertig geplant war, ging es noch um die Verkabelung. Das Roland RSS-303 ist jetzt mit 4 Yamaha HS-7 und Sub HS-8S in die bestehende Abstrahlung integriert worden. Ev. gesellt sich noch 1 Subwoofer zu den REAR-Lautsprechern HS-7, die einen Teil des Raumklanges des RSS-303 abstrahlen. Das muss ich noch testen.

Gegenüber der in Folge 14 erwähnten LS-Bestückung haben sich noch kleine Aenderungen ergeben: Die GENELEC 8050A habe ich verkauft, da die unglaublichen Nubert A-300 einen grösseren Frequenzumfang nach unten haben, als die seeehr teuren Genelec 8050A. Sie wären dann nur noch rumgestanden, waren aber sehr gut zu verkaufen. Die Rodgers FR 1.7 habe ich gegen 2 Quadral Lautsprecherboxen getauscht, die etwas niedriger sind und besser „ins Bild“ passen.

Den Klang zu beschreiben ist immer das Schwierigste. Ich habe zuerst nur das RSS-303 mit dem Stereo-Signal der Content Cantate 346R verbunden, wie es eigentlich im Normalfall vorgesehen ist.
Ich war überrascht, wie sich der Klang mit einer „Cathedral“-Einstellung des RSS-303 grossräumig und doch präsent anhörte.

Dann schaltete ich noch die bestehende Abstrahlung mit den 10 Kanälen = 12 Lautsprecher plus AW-1100 Subwoofer dazu. Das war, wie ich es erwartet hatte, ein bombastischer Klang. Die beiden Abstrahlungen ergänzen sich optimal, die Qualität des Content Convolution-Halls klingt demjenigen des RSS-303 ebenbürtig. Leider weniger einzustellende Parameter vorhanden, wie in praktisch allen DO’s.

Das RSS-303 muss ich noch genauer an die Anlage anpassen, gemäss Anleitung. Das mache ich aber, wenn ein Kollege dabei ist, allein ist es schwierig, am Gerät zu schrauben und zu hören, man ist dann in der falschen Hörposition. Zu zweit kann man sich im „Schrauben“ und „Hören“ abwechseln.

Nächste Woche fange ich an, mit dem Editor zu arbeiten. Zuerst alles abspeichern, dann testen, was welche Parameter bewirken. Gespannt bin ich am meisten, wie sich die Register auswechseln lassen, und wie die geänderten Fusslagen klingen.

In einigen Wochen kann ich dann mehr dazu schreiben…..

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: PeterW am 14. Oktober 2014, 09:33:52
Nachdem Du nun ganz offensichtlich eine Messehalle für Deine Abstrahlung erworben hast, ... [/scherz_ende]

Doch zurück zum Ernst:
Wie klingt es, wenn man alle Kanäle trocken ohne den Content-Hall spielt und den Hall nur durch das RSS (2 direkt, 2 rear) erzeugen läßt?


Titel: Re: Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Anonymous am 16. Oktober 2014, 00:23:15
Glückwunsch! Damit hat das Warten ja langsam mal ein Ende. Möge die Content-Orgel nun auch tatsächlich ganz ohne Chorus-Effekte klingen!  :prost:


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 10. Mai 2015, 11:57:48
Leider bin ich ab Ende Oktober krankheitshalber musikalisch einige Monate komplett ausgefallen. Jetzt komme ich aber wieder voll in die Gänge, ende April war ich 4 Tage in Deutschland unterwegs, total 1800 km  ;-)

Bericht folgt.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 11. Mai 2015, 09:12:44
Bericht meiner Deutschlandreise vom 29. April bis 2. Mai 2015

Mein erstes Ziel in DE war Kisselbach in Köln. Dort wollte ich endlich die sagenumworbenen Glorias Concerto 234 und 350 unter die Finger in die Ohren bekommen.  :verschwoer:

Nach ca. 1 Stunde war mir klar, (diejenigen, die meine Vorgeschichte kennen, ahnen was jetzt kommt) dass sich trotz grösserer Stimmen Bibliothek und vielfältigerer Abstrahlung am Klang gegenüber meiner damaligen UNICO CL-6 (mit Zusatz-Monitoren auf der Orgel) mit dem Update 1.7 und den heutigen Concertos und Sonus eigentlich nichts grundlegendes geändert hat. Mir gefällt dieser Klang einfach nicht, besonders wenn es über ein Plenum hinausgeht in Richtung Tutti. Einzelstimmen sind ja ganz passabel, aber in Kombination fehlt mir die differenziert klingende Verschmelzung. Da kommt bei mir kein PO-Gefühl auf.  :orgel:

Das ist wie immer nur meine eigene, subjektive Meinung. Wer weitergehende Argumente meinerseits wissen möchte, kann mich gerne per PN anfragen.

Ganz anders die Gloria Klassik 226 (und wahrscheinlich auch die Klassik 240, nicht ausgestellt) die mich angenehm überraschte. Natürlich war auch die Content Celeste 236 für mich viel echter anzuhören, die aber noch weit von meiner Cantate 346R entfernt ist. Die Content Clavis 224 war für mich eine grosse Enttäuschung. Mühsam spielbare Klaviatur, kläglicher Klang aus den eingebauten Lautsprechern.

Enttäuscht war ich von den 3 grossen Instrumenten, Johannus Rembrandt 350, Johannus Symphonica 450 und Gloria Excellent 360. Die haben alle den gleichen grundlegenden Fehler: Ich kann keine Orgel beurteilen, die im Tutti gerade mal gehobene Zimmerlautstärke abgibt. Da kann gar kein Konzert-Klang entstehen. Mein Massstab ist der, dass z.B. ein Blockflötenregister einer Orgel etwa gleich laut klingen muss wie wenn jemand neben der Orgel eine Blockflöte spielt. Gemäss Verkäufer kann man diese Instrumente nicht über den höchsten, bereits eingestellten Pegel von „30“ hinaus lauter stellen. Argument: um Hörschäden zu vermeiden.
Da müssten bei fast allen Orgelkonzerten Ohrstöpsel verteilt werden.  :schlau:


Fortsetzung folgt, über: Viscount Orgel Prestige 80 bei Clemens  :lol: :tipp:, Orgelkonzert Cameron Carpenter, Besuch bei Ahlborn (Reetze), Orgel Gloria Exc. 242 von Uwe  

Beste Grüsse aus der Schweiz

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 11. Mai 2015, 09:23:51
Hallo Flute8, danke für deinen Bericht. Auf die weiteren freue ich mich ebenso sehr.
Dass wir beide offenbar ganz unterschiedliche Klangideale haben, weiß ich ja schon länger. Bisher ging ich stillschweigend davon aus, dass du einfach den speziellen Contentklang magst; deine kritischen Worte zur Clavis kann ich von daher gut einordnen, weil diese sich m.E. gänzlich anders anhört als eine Celeste oder gar eine Cantate. Dass dich aber die Klassik 226 positiv überraschte, überrascht nun mich. :lol:
Woran lag’s? Die Klassik klingt doch ebenfalls völlig anders als deine Cantate. :kratz:

Kurzum: Worauf kommt es dir bei einer Digitalorgel an? Die halbwegs realistische Lautstärke nanntest du ja bereits. Gibt es aber noch weitere Parameter?


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Martin78 am 11. Mai 2015, 10:02:33
Vielen Dank für die differenzierten Eindrücke, wir sind gespannt auf die Fortsetzung.

Dass deine deutlich über EUR 20.000 kostende Orgelanlage inkl. aufwendigster Abstrahlung andere Modelle hinsichtlich eines bombastischen Orgelklanges ausstechen können sollte, glaube ich dir gerne!   :hail: Zu schade, dass ich die Cantate von Content noch nie gehört habe.

Was mich aber ein bisschen wundert, ist deine Vorliebe für die Lautstärke bzw. die positive Erwähnung der Klassik 226: Bei dem Trend-Modell der 226 empfand ich diese wie bei der Studio 150 in der Tat als etwas zu gering, nicht, dass es für mein Arbeitszimmer nicht gereicht hätte, aber ein paar Reserven zu haben, ist ja nicht verkehrt. Hier käme aber ggfs. der von Laurie vorgeschlagene Trick mit dem Hochsetzen der Lautstärke in den internen Menüs in Frage... Was die Tweeter bei den Klassiks gerade am Spieltisch bringen, darüber brauchen wir uns nicht zu unterhalten, aber sie "kosten" halt zwei Verstärkerkanäle, und das merkt man! Hätte es die 240 mit der Klangfülle des normalen Instrumentes und den Tweetern gegeben, so wäre das wohl mein Instrument geworden.

Bei den dreimanualigen Johannüssen sollte demgegenüber doch aber wirklich genug Saft vorhanden sein - diese haben doch auch eine aufwendigere Abstrahlung als die 226, oder?
  • Studio 150: 330 Watt Verstärkerleistung, d.h. vermutlich 2 x 80 W Verstärkerleistung + 170  W Bassverstärker
  • Klassik 226 (normales Modell): 4 x 80 W Verstärkerleistung + 170 W Bassverstärker
  • Rembrandt 350: 10 x 80 W + 170 W

Wenn ich bei meiner Concerto 350 (8 x 60 W + 100 W) mehr als -30 (halbe Lautstärke) einstelle, wird das sehr schnell waffenscheinpflichtig, schon -20 (zwei Drittel der Lautstärke) ist imho keine Zimmerlautstärke mehr und vor allem gegenüber einer echten Pfeifenorgel total unrealistisch. Da brauche ich noch nicht mal die Gablerin im riesigen Weingartner Münster (mit relativ engen Mensuren) ins Spiel zu bringen, auch viele andere Grossorgeln sind im Raum nicht wirklich laut. Natürlich gibt es auch sehr kräftige Anlagen wie die Oberlinger-Orgel in Bonn-Beuel, manche Rieger-Orgeln mit fetten Horizontalzungen etc., aber auch das, was ich von in unsere Breiten translozierten englischen Instrumenten (sind die vielleicht nach deinem Geschmack?) gehört habe, ist alles sehr "smooth" - vor allem auch sehr weiche, grundtönige Zungen, alles nicht wirklich laut, nur wenn die Tuba ins Spiel kommt, wird der Schalldruck erheblich.

D.h. wenn ich über eine externe Abstrahlung nachdenken würde, ginge mir das nur um Raumhall, niemals um Lautstärke (bin ich bzgl. dieser mit der 350 wirklich so viel besser bedient als die Johannus-Orgler?). Ich weiss auch, dass es viele Hausorgler gibt, die auf ihrer DO relativ trockene Klänge bevorzugen, gerade auch unter den Viscount-Fans, aber ich hätte gerne, wenn schon die Register einer Domorgel vorhanden sind, auch gerne das entsprechende Raumklang-Feeling... Nichtsdestotrotz bin ich mit der Concerto wunschlos glücklich, denn meinen C-Organisten-Wünschen nach einem realistisch klingenden Instrument kam sie sehr entgegen.


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 11. Mai 2015, 10:21:15
Hallo Martin78

Ich versteh's ja auch nicht, aber die Klassik 226 und die Celeste 236 waren deutlich lauter als die 3 grossen Johannüsse. (EX360 basiert ja auch auf J.) Den grössten Pegel ermöglichen die Viscount Orgeln, das war schon bei der CL-6 mit nur 2 Kanälen so.  :-)

Ich vermute, dass bei Viscount PA Lautsprecher eingebaut werden.


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Wichernkantor am 11. Mai 2015, 12:07:16
Das Lautstärkeproblem liegt wohl sicher in der Standardeinstellung der Einzelregister. Meine Excellent 360 (auf Plattform der Vivaldi) hat richtig Wumms, das Instrument, das ich kürzlich in Baunatal gespielt habe, verströmte trotz gleicher Verstärkerzahl und Leistung lediglich kammermusikalische Intimität. Da war wohl jedes Einzelregister heruntergepegelt.

LG
Michael


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Aeoline am 11. Mai 2015, 12:12:25
...oder es liegt am Raum.

In Baunatal steht die X360 in einem recht großen Ausstellungsraum und der Klang der HB-Abstrahlung läuft erst mal irre lang den Ausstellungsraum hinunter, bis er reflektiert werden kann.

Ich weiß nicht, wie der Raum in Köln aussieht...

Bei Wichernkantor's Zuhause sieht es bestimmt wieder ganz anders aus...

Ich kann mich noch gut an die Probespiele auf der Johannus Rembrandt 350 entsinnen, die lange Zeit zu meinem Favoritenkreis gezählt hat. Ich hatte das ein oder andere am Klang der Stimmen und des Plenums auszusetzen - aber niemals erschien mir die Gesamtlautstärke im Verhältnis zu den in der Nachbarschaft aufgestellten vergleichbaren Modellen als zu gering...

LG
Aeoline


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 11. Mai 2015, 20:38:47
Falls es wirklich so ist, dass die Orgeln in den Verkaufsräumen "heruntergepegelt" wurden, ist das nicht unbedingt verkaufsfördernd. Bis auf 0 hinunterregeln kann man immer, aber wenn bei Tutti nur Zimmerlautstärke kommt, ist das kontra-produktiv. Ausser man will diese Modelle möglichst nicht verkaufen.  :teufel:


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Wichernkantor am 12. Mai 2015, 06:46:40
Falls es wirklich so ist, dass die Orgeln in den Verkaufsräumen "heruntergepegelt" wurden, ist das nicht unbedingt verkaufsfördernd. Bis auf 0 hinunterregeln kann man immer, aber wenn bei Tutti nur Zimmerlautstärke kommt, ist das kontra-produktiv. Ausser man will diese Modelle möglichst nicht verkaufen.  :teufel:

Ich muss gestehen, dass mir dieser ketzerische Gedanke auch ein paar Sekunden durch den Kopf ging. Aber - so dumm ist kein Händler, eine Eigenmarke - und dazu eine gute - schlechter zu machen als sie ist. Was aus einer Excellent 360 herauskommt, wenn sie sorgfältig ausintoniert ist, kann ich jeden Tag genießen. Ich halte sie nach vier Jahren immer noch für ein singuläres Instrument auf dem DO-Markt. Und mit der vorhandenen Ausgangsleistung - so sie denn abgerufen wird - macht sie mit der internen Abstrahlung allein mühelos die Hütte voll. Vor allem die Bässe kommen intern - im vergleich zu den alten Opus- und Rembrandt-Modellen - erheblich voller und präsenter. Ich habe sie ja mal probehalber an acht externe Kanäle angeschlossen - meine alte Anlage für die Opus 30 und die Expander. Natürlich war das "lauter". Aber den großen Kick, die totale Klangsteigerung, hat das nicht mehr gebracht. Auch die große Concerto 355 C hat eine interne Abstrahlung, die hohe Ansprüche zufriedenstellt.
Ich finde es erfreulich, dass die großen Hersteller an dieser hereditären Schwäche intensiv und mit deutlich hörbaren Ergebnissen gearbeitet haben.

Die Nase vorn hat in puncto Abstrahlung und räumlicher Differenzierung und Dislozierung des Klanges eindeutig Rodgers. Allerdings muss man dafür ins Premium-Segment einsteigen, braucht das erforderliche Kleingeld und den nötigen Platz. Den Versuch einer "Volks-Rodgers" - wie in Baunatal jüngst zu sehen und zu hören - halte ich für suboptimal. Vielleicht wagt sich ja ein anderer Hersteller mal an eine externe Abstrahlung zum kleinen Preis. Wenn ich überlege, was das Dave8-System für schlaffe 500 Euronen an einer kleinen Orgel bringt ...
So was mit sechs oder acht Kanälen für dasselbe Preis-Leistungs-Äquivalent (also 1500 bis 2000 €) - das könnte den Markt schon rocken.
Ich hoffe ja, dass ich irgendwann mal irgendwo die Ahlborn-/Reetze-Rundstrahler im Einsatz hören kann, damit ich mir da ein eigenes Urteil erlauben kann.

Ceterum censeo: Organum sonus in camera est.

LG
Michael


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 12. Mai 2015, 08:16:19
Mir wird es schnell mal zu laut... An den meisten Pfeifenorgeln habe ich als Spieler genügend Distanz vom Pfeifenwerk, um die volle Dröhnung nicht direkt ins Ohr geblasen zu bekommen. Bei interner Abstrahlung sitze ich aber direkt vor dem Klangerzeuger - und das ist mir oft zu laut. Meine Concerto hat Reserven, mit denen man wahrscheinlich kleine und mittelgroße Kirchen ohne große Mühe füllen könnte; den Organisten weht es dann aber wahrscheinlich von der Orgelbank.


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 12. Mai 2015, 09:33:16
2. Teil meiner DE-Reise

Die Orgel bei Clemens in Köln ist etwas ganz besonderes. Diese nicht mehr ganz junge Viscount Prestige 80 ist von Clemens in langjähriger Feintuning-Arbeit und mit vielen Register-Tausch-Aktionen zu einem fantastischen Gesamtwerk gebracht worden. Zusammen mit der bombastischen Abstrahlung, die auch ein ausgeklügeltes Routing auf die 12 externen Kanäle benötigt, glaubt man an einer grösseren PO zu sitzen. Jedes Register ist akribisch intoniert, im Verlauf und in der Lautstärke angepasst. Da finden sich Register, deren Namen ich noch nie gehört habe. (das will aber nichts heissen  ;-)

Auf jeden Fall lohnt es sich, den Weg nach Köln in Kauf zu nehmen, um dieses erstaunlich klingende Instrument zu hören und zu spielen. Jedenfalls könnte ich mir seit ich vor 2 Jahren schon einmal bei Clemens war, die Haare raufen, dass ich damals vor 4 Jahren nicht die neben der CL-6 stehende Prestige 80 gekauft habe, die nur unwesentlich teurer war. Leider sah ich vom Kauf ab, weil mich das Diskettenlaufwerk störte. Ich dachte, alles neu, USB-Anschlüsse, ist bestimmt besser.  :( :bad:

Auch kannte ich Clemens damals noch nicht, sonst hätte er mich ev. überzeugen können.

Mit meiner Content Cantate 346R bin ich auch zufrieden, da ich das Instrument in der von mir bevorzugten Farbe und Zubehör bestellen konnte. Die notwendigen stilgerechten Feinabstimmungen/Registerwechsel kann ich aber nur mit einem versierten Organisten oder Orgelbauer hinkriegen. Vielleicht kommt Clemens mal eine Woche zu mir?  :D

Vorgreifend möchte ich sagen, dass diese Prestige 80 sich keinesfalls hinter einer Ahlborn Organum III zu verstecken braucht, ausser dass diese schon ab Werk sehr authentisch und PO-mässig klingt.

Fortsetzung folgt

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 12. Mai 2015, 23:53:54
3. Teil meiner DE-Reise

Konzert von Cameron Carpenter in Korbach:

Fast eine Stunde vor Konzertbeginn musste man schon den Platz reservieren, so ausgebucht war dieses mit grossen Erwartungen verknüpfte Orgel-Konzert. Dass dieses Konzert auf einer praktisch neuen Kuhn Pfeifenorgel aus meiner Heimat (CH Kanton Zürich) gespielt wurde, war für mich speziell ein freudig erwartetes Ereignis. Für CC war es bestimmt eine Herausforderung, auf dieser für ihn relativ kleinen Orgel ein Konzert zu geben. Das drückte sich durch starke Konzentration von CC vor jedem Stück aus, wobei er wahrscheinlich den Ablauf und die Umregistrierungen im Kopf durchgegangen ist. Literaturmässig kann ich mit meinen nur rudimentären Kenntnissen nichts beurteilen. Was er aber aus der für ihn „nur 3-manualigen Orgel mit nur 36 Registern“ herausgeholt hat, brachte mich zum grossen Staunen. Mit jeder Hand auf 2 Manualen und beiden Füssen zu spielen, war sehr verblüffend. Der Klang der Orgel übertraf meine Erwartung. Bei Fortissimo war eine solche Power da, ohne schreiend zu wirken und trotzdem einen gewaltigen herzerfreuenden Klang zu erzeugen. So differenziert soll für mich eine DO auch klingen.

Ich bin überzeugt, dass mir das Konzert mit seiner Touring-Orgel nicht so gut gefallen hätte. Ich brauche keine Geräuschkulisse die mit Schlagzeug und Synthi Sounds alles untermauert. So bin ich voll zufrieden und glücklich wieder ins Auto gestiegen, mit meinen Beifahrern.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 14. Mai 2015, 11:30:39
Teil 4 meiner DE-Reise

Nun kommen wir zu einem Kapitel, das ich gerne bereits vor 4 Jahren in meinem Gesichtsfeld gehabt hätte. Anscheinend gab es bereits seit 10 Jahren die Ahlborn Organum II und III, sowie die Präludium V, die durchaus in meinem Fokus hätten sein können, wenn ich davon gewusst hätte. Da man aber seit dem Jahr 2010 nur von GEM-Pleite und damit auch dem Werk von Ahlborn die Grundlage entzogen hatte, war diese Marke faktisch nicht mehr vorhanden. Jetzt scheint alles anders zu sein und die Ahlborns werden wieder in Mondaino gefertigt, ev. sogar im gleichen Gebäude wie früher.

Wir kamen um 13 Uhr in Dransfeld an und fuhren zum Ausstellungsraum der Firma von Herrn Reetze, der uns freundlich empfangen hat. Da stand sie nun in voller Pracht, die Ahlborn Organum III in der Ausführung mit Register-Wippen. Clemens hat gleich angefangen zu spielen um verschiedene Registrationen zu testen. Man glaubt es kaum, aber es klang fantastisch, wie man es sich bereits bei den Klang-Beispielen auf der Ahlborn-Seite schon Zuhause anhören konnte. Nur schon mit den eingebauten Verstärkern und Lautsprechern abgestrahlt war man geneigt, wirklich eine PO zu hören. 8 Externe Stereo-Ausgänge sind bereits vorhanden, die ein mannigfaches Register-Routing erlauben. Die Registerbibliothek umfasst über 200 Register. Wer damit noch nicht zufrieden ist, weicht auf das „Schwester-Modell Ahlborn-Galanti 3200“ aus, das mit gegen 400 Registern ausgestattet, mit 5 Registern mehr (62) bestückt ist und nur ca. 1‘000 Euro mehr kostet. Ansonsten ist es dieselbe Gehäuse-Ausführung und Grösse. Es gibt diverse Pedal-Ausführungen (30 oder 32 Tasten), ohne Aufpreis.

Fazit: Für etwas über € 20‘000.- bekommt man eine 3-manualige DO, die (fast) keine Wünsche offen lässt und in dieser Preislage mMn konkurrenzlos ist.  ;-)

Vor kurzem hat die bekannte Organistin Iveta Apkalna eine Ahlborn „Präludium V“ gekauft, das spricht bestimmt auch für die Marke.  :lol:

Falls diese Orgel, die Präludium V, dieselben Register hat wie die Organum, einfach weniger und kleinere Register-Bibliothek, wäre das mMn klanglich eine riesen Konkurrenz zu A L L E N andern Hersteller in der Preislage um UVP € 13'000.-- bis € 20'000.-, oder noch höher!.  :tipp:

Zum Abschluss der Reise konnten wir noch die Gloria Excellent 242 bei Uwe bestaunen, die ähnlich der Prestige 80 von Clemens mit vielen Austausch-Registern bestückt ist. So wie ich das verstanden habe, ist ausser den Silbermann-Registern alles vom Vorgänger ausgetauscht worden. Klanglich hervorragend, trotz nur mit internen Lautsprechern plus 4 Lautsprecherchen auf dem Instrument abgestrahlt.

E N D E   :thx:

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 14. Mai 2015, 11:50:29
Danke für deine vielseitigen Berichte, Flute8! :thx:


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Offenbass 32 am 15. Mai 2015, 13:42:20
Danke Flute 8.
Ich kann deine Klangeindrücke und auch die von PeterW sehr gut nachvollziehen. Jeden Tag an dem ich an der Hymnus sitze stelle ich erneut fest daß ich vor einem Jahr die beste Entscheidung getroffen habe, die ich hätte treffen können.
Ich rate jedem, der einen Orgelkauf anstrebt, eine Kaufentscheidung zu verschieben bis er sich auch mit Ahlborn befasst, eine Ahlborn gesehen und eine Ahlborn gespielt hat.

LG
Martin


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 04. Oktober 2016, 16:47:57
Hallo zusammen

Wie einige bereits wissen, hatte ich anfangs Juli 2015 eine Not-OP und seitdem nichts mehr von meinem (Irr-) Weg zur digitalen Sakral-Orgel geschrieben.

In letzter Zeit hat sich aber vieles getan, der Text ist in Arbeit.... :phantom:


Bald wird der Text eingefügt, bis dann.....

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 04. Oktober 2016, 17:07:55
Lieber Flute8,

wir freuen uns darauf. Noch mehr aber, dass die Not-OP offensichtlich erfolgreich verlaufen ist. Gott sei Dank!


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 04. Oktober 2016, 23:32:00
Teil 16

Nach meinem Beitrag „Test der Ahlborn Präludium V, IIIP/48“ vom September 2015, habe ich mich selbstverständlich weiterhin über die neueren und älteren Orgelmodelle, die jetzt neu oder noch angeboten werden, informiert.

Anfangen möchte ich mit dem Besuch im Musikhaus Förg anlässlich des Forumtreffens in diesem Frühling am 9. April.

Das sind wie immer meine eigenen, subjektiven Eindrücke, die nichts mit der Qualität der Produkte oder dem Klangempfinden (Geschmacksache) anderer Forianer zu tun haben.

Für mich war kurz gesagt die LIVE III und die Modelle von Eminent eine grosse Enttäuschung. Überrascht war ich im oberen Raum von der J.-Studio 150, die anscheinend von Förg speziell intoniert war. Die Monarke, mit der ich versuchte dem stundenlangen Klavier-Tester gegenzuhalten, klang natürlich schon beeindruckend und kräftig  :D.

Wieder zuhause angekommen studierte ich verschiedene Beschreibungen von DO’s im Preis-Segment von unter € 10‘000.-. Zur Auswahl standen für mich folgende Modelle:
Johannus Opus 250/350, Classic 250/350
Content Celeste 340
Gloria Klassik 240 / 352

Am 17.9.2016 machte ich mich also auf den Weg nach Augsburg zur Kisselbach-Filiale Süd. Da wurde ich von Herrn Gerlach herzlich empfangen, wie schon etliche Male vor einigen Jahren.

Neben dem Eingang stand die LIVE III, auf die ich besonders gespannt war, nach den vielen positiven Beurteilungen im Forum. Aber wie meistens habe ich eine andere Vorstellung von Orgelklang als die übrigen Forianer. Obwohl dieses Instrument im Gegensatz zu der LIVE III bei Förg auf dem neusten Stand ist, auch mit den Leuchtdioden als Anzeige der gewählten Registern, hatte ich den gleichen klanglichen Eindruck wie schon bei Förg. Also nichts für mich. Die Gloria Concerto 355cc war auch da, ist aber wie die LIVE III eine andere Preislage, und hat normalerweise die von mir gehassten Kerben und die kürzesten Tasten überhaupt.
Die Content Celeste 340 ist gegenüber meiner Cantate 346R stark abgespeckt, kommt auch nicht in Frage. Die Johannus Classic klingen besser als die Opus, aber für mich kommt keine Orgel ohne Deckel in Frage. Die Vivaldis sind dann massiv teurer, also auch über meinem Budget. Dann kam ich zu der Gloria Klassik-Serie. Die Klassik 226 war zum anspielen bereit, gefiel mir im Klang sehr gut, hat aber nur 26 Register. Im gleichen Gehäuse gibt es die Klassik 240, die ich aber nur an der Klassik 352 simulieren konnte. Ich durfte also nur das mittlere und obere Manual und das Pedal spielen zum testen. Der Klang und die Möglichkeiten fanden schliesslich unter allen in Frage kommenden Instrumenten meine grösste uneingeschränkte Begeisterung.

Mit den hier gewonnenen Eindrücken ging ich dann wieder nach Hause zum Nachdenken und darüber Schlafen, wie man so sagt.

Und jetzt kommt das erwartete:

Fortsetzung folgt……  :jump:

Beste Grüsse aus der Schweiz

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: clemens-cgn am 04. Oktober 2016, 23:55:14
laß mich raten  :phantom:
Du hast gekauft :-)
lbG
Clemens

hab ich jetzt die Concerto cc gewonnen?  ;-)  :duckundweg:


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Martin78 am 05. Oktober 2016, 12:39:37
Hallo Flute8,

danke für die interessante Fortsetzung deiner Beitragsreihe!

Ich möchte mich eigentich nicht an Spekulationen über einen weiteren Orgelerwerb deinerseits beteiligen, aber du hast doch noch die Content Cantate, wenn ich die Reihe deiner Beiträge korrekt lese - und die war doch wesentlich teurer als die jetzt getesteten Gloria-Modelle? Such(te)st du also eine Zweitorgel (die nicht so viel kosten soll) oder ist die Cantate zwischenzeitlich veräußert worden?

LG
Martin


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 05. Oktober 2016, 17:10:40
Teil 17

Im Teil 16 habe ich noch vergessen, den Grund meiner Suche nach einer zweiten DO zu erläutern. Letztes Jahr habe ich meinen Wohnraum vergrössern lassen (im Juni 2016 fertiggestellt), jetzt ist die Fläche auf 62 m2 erweitert und die Höhe von 242 bis zur Dachspitze auf 365 cm gewachsen. Das schreit richtig nach einer zweiten Orgel, die jedoch nicht dauerhaft im Wohnraum stehen darf. (richtig erkannt: WAF ;-)). Ich muss diese Orgel also vom Wohnraum ins Büro rollen können. Vor ein paar Wochen hatte ich versuchsweise meine Content Cantate 346R in den Wohnraum gestellt, um die „neue Situation“ zu simulieren. Im Wohnraum ist die Grösse dieser Orgel auf meinen Rollwagen, die ich schon für die ehemalige Viscount CL-6 angefertigt hatte, kein Problem, da die Wand dort schon 4m lang und ca. 3m hoch ist. Danach rollte ich die Cantate mit den 2 Wagen, auf einem steht die Orgel, auf dem anderen die Sitzbank und die Hälfte des Pedals, ins Büro. Das war aber im Gegensatz zu früher mit der CL-6 ein furchtbarer Anblick. In diesem Zimmer (2,4 x 4m) sah die Orgel auf den 16cm hohen Wagen wie ein Monster aus. Man kommt fast nicht mehr zur Tür rein, und das Fenster kann auch nicht mehr geöffnet werden. Also habe ich im Vorfeld bereits mit Herrn Gerlach besprochen, dass wahrscheinlich eine 3-manualige leider nicht in Frage komme.

Nach dem Besuch in Augsburg und nach mehreren schlaflosen Nächten habe ich dann Herrn Gerlach um eine Offerte für die Gloria Klassik 240 gebeten. Das war dann eigentlich damals mein Wunsch-Instrument, das die meisten Anforderungen erfüllt hätte. Erst im Laufe der nachfolgenden Verhandlungen und beim Besprechen der Optionen erfuhr ich, dass die Klassik 240 auf Basis der Plattform von Oranje Core aufgebaut ist und nicht wie vermeintlich auf T9000 wie die Vivaldi. Das heisst, die Technik der Opus und nur 8-stimmig. Da kam ich doch wieder ins Grübeln… :schlau:

Fortsetzung folgt…..

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 07. Oktober 2016, 07:56:21
Teil  18

Da sass ich nun und grübelte, was ich nun machen könnte. Die Johannus Vivaldi 350, die hätte auch die T9000 Plattform, und 57 Register sind auch schon ganz schön. Diese wäre aber in der Preislage meiner schon vorhandenen Content Cantate 346R, mit den Holzkernmanualen bereits im Preisbereich der Gloria Excellent 360. Wie die Vivaldi 350 passten von den Abmessungen her beide Modelle nicht durch meine Wohnzimmer- und Büro-Türe. Und das müsste ev. plötzlich schnell vonstatten gehen, falls sich unverhofft Besuch anmeldet . (WAF)

Auch die schönen Modelle von Ahlborn Organum und die biedere Präludium V sind deswegen ca. 2 cm zu tief, sind aber auch über meinem geplanten Budget.

Dann sah ich mir die Daten der Gloria Klassik 352 nochmals an und siehe da, die erfüllt praktisch alle meine Anforderungen; Abmessungen, T9000 Plattform, d.h. 10-stimmig mit „Intelligenter Overflow-Stimmen-Reduktion“, 52 Register, 3-man., inkl. Intonat, alle benötigten Anschlüsse vorhanden, und auch noch Hauspreis unter € 10‘000.--.  Da war nur noch zu klären, wie dieses Instrument meinem kleinen Büro „angepasst“ werden kann. Mit den Massen 138,5 x 121 x 73,5 cm ist sie kleiner als die Cantate 346R, und sieht mit der Pultform auch viel weniger wuchtig aus, trotz 3 Manualen. Jetzt mache ich mir Gedanken zu einer Rollwagen-Konstruktion, die einen Bodenabstand von nur 15 mm benötigt. Dann wäre dank Pultform die Vorderkante des Gehäuses der K 352 auf einer Höhe von nur 96 cm. Die obere Vorderkante der Cantate war auf einer Höhe von 143  cm !! auf den Wagen. Das sah aus wie ein riesiger Klotz. Eigentlich gefällt mir die Pultform nicht besonders, aber in diesem Fall würde das ästhetische und praktische mehr zählen.

Die finanziell günstigste Variante wäre natürlich, auf eine Orgel im oberen Stock zu verzichten und bei Bedarf die Content vom Untergeschoss in den Wohnraum zu stellen. Umzugs-Dauer zu Zweit ca. 20 Minuten.  :ratlos: :schlau:

Gretchenfrage: Wie habe ich mich wohl entschieden??  :jump:


Beste Grüsse aus der Schweiz

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Aeoline am 07. Oktober 2016, 09:38:34
Gretchenfrage: Wie habe ich mich wohl entschieden??  :jump:
Hmmh... Mal Hänsel fragen...

 :D

LG
Aeoline


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Martin78 am 07. Oktober 2016, 09:41:50
Hmmh ... die finanziellen Ressourcen scheinen bei dir nicht so das riesige Thema zu sein, also vermute ich, dass die dreimanualige Klassik nun deine erweiterte Halle schmückt!

Oder hast du dir einen Spezial-Treppenlift anfertigen lassen, auf den eine DO draufpasst?  ;-)


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: clemens-cgn am 07. Oktober 2016, 09:57:11
Oh, wo gibt es den ORGEL - LIFTA  :duckundweg: :jump: :duckundweg:  :jump::duckundweg:  :jump::duckundweg:


Titel: OT: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Martin78 am 07. Oktober 2016, 18:40:15
Zum Preis eines Orgel-Liftas könnte sich Flûte8 getrost eines der richtig großen Modelle gönnen. Und für den Preis, den man dann noch jährlich für die Liftawartung abdrücken muss, wäre schon fast ein Expander drin!  :D


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 10. Oktober 2016, 08:23:28
Teil 19

Auflösung der Gretchenfrage:

Wie einige vermuteten, habe ich die Gloria Klassik 352 bestellt… :D :D
Nach ca. 3-jähriger Suche glaube ich, mit diesem Instrument das für mich beste Gegenstück zur Content gefunden zu haben. Nicht so „weichgespült“ wie Johannus Originale Modelle und auch nicht so kernig wie die Content. Im Januar 2017 soll sie geliefert werden. Bis dahin habe ich Zeit, einen passenden Rollwagen zu planen und ausführen zu lassen. Ich bin natürlich sehr gespannt, wie die Orgel im grossen Wohnraum klingt, habe ja verschiedene Möglichkeiten mit Lautsprechern zu experimentieren. Auch soll das Roland RSS-303 zum Einsatz kommen, im Untergeschoss an der Content mit Faltungshall, 3-D-Abstrahlung und 10 Kanälen bringt das RSS-303 keine signifikante Verbesserung. Das wird sich oben mit der K352 ganz anders auswirken, nehme ich mal an.

Es bleibt spannend, ich werde im Januar dann weiter berichten, wenn die Orgel geliefert wurde.

Beste Grüsse aus der Schweiz

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: clemens-cgn am 10. Oktober 2016, 12:15:01
Hallo René,
dann hast Du hoffentlich an einen zusätzlichen (regelbaren!) Line-OUT für das RSS gedacht ;-)
LbG clm


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 10. Oktober 2016, 13:11:20
Wenn Flute8 zuschlägt, gibt es keine "kleinen Lösungen". Bin auf die weiteren Berichte nach der Lieferung deiner Nr. 2 schon heute gespannt.
 :jump:


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Machthorn am 10. Oktober 2016, 18:35:13
Ich gratuliere dir zu deiner Bestellung! Es könnte sein, dass du der erste hier mit einer 352 bist. Ich bin sehr gespannt auf deine Berichte aus der Praxis. Ich halte sie als Gesamtpaket für eine ziemlich gute und für ihre Möglichkeiten sogar eher preisgünstige Orgel.


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Sweevaldi am 05. November 2016, 10:36:54
Hallo Flute8,
Deine Budgetdisziplin ist bewundernswert! Dafür bekommst Du jetzt das, was man wohl als "Best Buy", bezogen auf die budgetmäßige Obergrenze, bezeichnen kann.
In dem Instrument steckt im Wesentlichen Technik von Johannus, mit einigen durchaus sehr sinnvollen Modifikationen. Die T9000 Technik gehört m.E. zum Besten, was derzeit wohlfeil an DO zu haben ist, was man schon anhand der verfügbaren Klangbeispiele auf "DeineRöhre" erahnen kann.
In der Realität hängt das Ergebnis natürlich auch vom Aufstellort sowie von der gewählten Abstrahlung ab, ebenso wie von der etwaigen Nacharbeit an der Intonation.
Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, ist der auch von Dir geäußerte leicht pauschalisierende Eindruck von den "weichgespülten Johannüssen". Wem die tatsächlich zu zurückhaltend vorkommen, der braucht lediglich die Intonation nach seinen Vorstellungen zu ändern, was in sehr weiten Grenzen funktioniert. Wenn dann eine leistungsstarke externe Mehrkanalabstrahlung dazu kommt, erklingen diese Instrumente alles andere als "weichgespült".
Genauso kann man etwa bei einer Gloria Klassik oder Excellent diverse "stark intonierte Register" klanglich so verändern, dass sie der weicher klingenden nordischen Art entsprechen.
Wozu ich raten möchte ist auszuprobieren, ob ein guter Subwoofer zur Perfektion im Tieftonbereich gebraucht wird, was ebenfalls stark von Deinen akustischen Verhältnissen am Aufstellort abhängt - und dem zugehörigen WAF und Nachbarschaftsfaktor. In der Regel jedenfalls sind die mit dem im Orgelgehäuse eingebauten Lautsprecher im 16' - und 32' - Bereich erzielbaren Ergebnisse noch nicht optimal, will heißen die Pegel für den Kontra- und Subkontrabassbereich fallen meist etwas zu gering aus, im Verhältnis zum Rest.
HG,
Sweevaldi


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 05. November 2016, 12:17:18
Hallo Sweevaldi

Vielen Dank für Deine Ansichten. Was sind das für Klangbeispiele:
Zitat
Klangbeispiele auf "DeineRöhre"
Wie finde ich diese?

In Bezug auf meine Anmerkung „weichgespülter Johannusklang“ möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass dies das Ergebnis meiner vielfachen Tests von in Musikhäusern aufgestellten Modellen wie Vivaldi 350, Symphonica 45 und Rembrandt 350 ist. Da diese Instrumente nur in einer sagen wir „gehobenen Zimmerlautstärke“ bespielt werden konnten, kann ich auch nur dazu das gehörte beschreiben. Es nützt mir nichts, dass man sollte, könnte usw. die Intonationen ändern, um einen Kang in der Lautstärke einer PO erzeugen zu können, mit dem dann auch eher einen Vergleich einzelner Register möglich wäre. Wenn bei einem Tutti nur 75 dB/A möglich sind, können Einzelstimmen mMn nicht beurteilt werden. Ein realer Vergleich heisst für mich, ein Einzelregister muss die Lautstärke erreichen, die z.B. eine Blockflöte live gespielt erreicht. Bei meinen bisherigen Orgel-Konzert-Besuchen war der Pegel bei einem Tutti meistens um oder über 100 dB am Zuhörerplatz.

Bei externer Abstrahlung, auch wenn das nur Stereo ist, kann das Klangvolumen extrem verbessert werden. das hört man z.B. auch bei vielen Klangbeispielen im Internet, wenn auch leider fast ausschliesslich mit Hauptwerk Aufnahmen. Anscheinend getraut sich niemand Aufnahmen mit DO’s zu veröffentlichen.

Als Subwoofer habe ich meinen Nubert AW1100 vorgesehen, der genügend Druck bis unter 20 Hz bringen sollte. In meinem kleinen Musikraum im Untergeschoss (21 m2, „Schuhschachtel-Form“) ist die Aufstellung sehr problematisch wegen sehr starker Raummoden und Resonanz-Frequenzen um 32 Hz.

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Sweevaldi am 06. November 2016, 10:09:06
Hallo Flute8,
beeindruckende YouTube Videos zur Gloria Klassik Serie sind z.B. da zu finden:
https://www.youtube.com/watch?v=0c1HAFQHqN0
https://www.youtube.com/watch?v=ODvtLhn3lQ0
Weitere findet man dort, wenn man nach "Gloria Klassik" sucht.
Auch von vielen weiteren DOs finden sich mit der entsprechenden Suchstrategie zahlreiche Beispiele.

Im Hinblick auf die "Zimmerlautstärke", die im Auslieferungszustand zahlreicher sog. "Heimorgeln" geboten wird, stimme ich völlig mit Dir überein. Damit kann man die Qualität der Samples nicht im Vergleich zum Originalinstrument bewerten. Allenfalls könnte man gute Kopfhörer verwenden, die in der Regel an den gleichen Instrumenten deutlich höhere Abhörpegel gestatten; aber Vorsicht: dabei werden auch durchaus das Gehör schädigende Pegel erreicht.
Jedenfalls waren die auch bei mir im Auslieferungszustand der Vivaldi 350 zu messenden 75 dB Maximallautstärke bei weitem zu gering, um eine zufriedenstellende Abbildung des Orgelklangs in annähernder Originallautstärke im WoZi (28 qm, Holzdecke, etc.) zu erzielen. Daran änderten auch die angeschlossenen externen Lautsprecher nicht sehr viel. Erst nach Austausch der Endverstärker gegen die der Ecclesia Serie ergaben sich 87-88 dB, an jeder der 8 Boxen in 1 m Abstand, was auf die Dauer schon fast als unerträglich laut empfunden wird. In der Praxis steht der Generallautstärkregler etwa bei zwei Dritteln der Maximalstellung. Da insbesondere die Hochtöner der externen Boxen Studioqualität haben, ergibt sich ein obertonreiches Klangspektrum, das mit dem des Auslieferzustands wenig gemeinsam hat. Erst damit hören sich die Register, vor allem Mixturen, Aliquoten und diverse Kurzfüße, so originalgetreu wie nie zuvor an, auch bereits bei mittleren Lautstärken.
Ich sollte aber darauf hinweisen, dass durch Einbau von Vorwiderständen die internen Lautsprecher bei mir abgeschwächt wurden, so dass der meiste "Dampf" auf die externe Abstrahlung gelangt.
Zum SW möchte ich noch anmerken, wie in früheren Beiträgen schon dargelegt, dass man die stets auftretenden stehenden Wellen, die zur sehr störenden akustischen Verstärkung einzelner Töne führen, sehr elegant mit Intonat auspegeln kann. "Geschulte Ohren" schaffen das ohne weitere technische Hilfsmittel. Inzwischen benutzen aber auch professionelle Intonateure von POs zusätzlich Pegelmessgeräte und Frequenzanalyse zum Zwecke der Dokumentation ihrer Arbeit.
Herzliche Grüße,
Sweevaldi


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 24. November 2016, 10:02:43
Hallo Sweevaldi

Besten Dank für Deine Angaben. Kopfhörer sind für mich keine Option, da der Raumklang fehlt, der für mich immens wichtig ist. Man kann auch keine vernünftigen Einstellungen für Lautsprecher hinkriegen mit Kopfhörer, da ein völlig anderer Klangeindruck entsteht.

Inzwischen ist Halbzeit, es geht noch ca. 6 Wochen bis zur Lieferung der Gloria Klassik 352.  :phantom:

Der „knapp über dem Boden schwebende“ Lenk-Rollwagen ist bestellt.  :schlau: ;-)

Welche Lautsprecher ich an welcher Position aufstellen soll, ist die schwierigste Aufgabe, die sich mir stellt. Wahrscheinlich werde ich mal die 2 Nubert A300 auf die Orgel links und rechts, oder auch etwas weiter auseinander stellen für eine erweiterte interne Abstrahlung. Andere Abstrahlmöglichkeiten werde ich wohl erst ausführen können, wenn das Instrument da ist. Mit meinem Johannus Midi-Recorder werde ich Aufnahmen mit der K352 machen, die ich dann abspiele, um die Lautsprecher platzieren zu können.

Herzliche Grüsse

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 12. Dezember 2016, 12:39:14
Hallo zusammen

Noch einen ganzen Monat warten, bis zur Lieferung der Gloria Klassik 352  :augenroll: Die Spannung steigt ins unermessliche.

Dann geht's endlich los... :phantom:

Beste Grüsse aus der Schweiz

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 02. Januar 2017, 10:41:27
Hallo zusammen

Wünsche allen Forums-Mitgliedern und -Lesern ein friedliches, spannendes Orgel-Jahr 2017 und vor allem gute Gesundheit.  :-) ;-)

Zwischenbericht:
Der fahrbare Spezial-Untersatz für die Klassik 352 wurde geliefert. Da ich noch für die Schwelle zum Büro einen Gummikeil benötige, werde ich nach dessen Lieferung einen Test mit Gartensteinen als Orgelgewichts-Simulation von ca. 170 kg vornehmen, um die Bewegungsfähigkeit des ganzen zu prüfen, vom Wohnraum ins Büro und zurück.

Bin sehr gespannt auf die Bekanntgabe des Orgel-Liefertermins .. :jump:

Herzliche Grüsse aus der Schweiz

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 19. Januar 2017, 10:31:06
Hallo zusammen,

nächster Zwischenbericht:

Leider verzögert sich aus div. Gründen die Lieferung meiner neuen Gloria Klassik 352. Vorgesehen ist die Lieferung in ca. 3 Wochen, d.h. im Februar.

Mein fahrbares Untergestell ist fertig gestrichen im Farbton von Eiche hell. Auch das Schwellenproblem ist gelöst mit einer Gummirampe. Jetzt heisst es weiterhin (un-) geduldig warten.  ;-) :D

Beste Grüsse aus der Schweiz

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: mvn am 19. Januar 2017, 12:50:15
Die Vorfreude sei die schönste ...... :D , sagt man. Mir scheint die Lieferfrist doch mittlerweile etwas lang...........
Aber auch ein tolles Instrument in der geografischen Nähe für uns Schweizer, das ev. mal erreichbar ist ... :dafuer:

Gloria Klassik 352, sowie Johannus Live III - das ist doch immer eine Reise wert  :lupe:

LG
Martin


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Organiste cantabile am 22. Januar 2017, 03:14:02
Die Vorfreude sei die schönste ...... :D , sagt man. Mir scheint die Lieferfrist doch mittlerweile etwas lang...........
Aber auch ein tolles Instrument in der geografischen Nähe für uns Schweizer, das ev. mal erreichbar ist ... :dafuer:

Gloria Klassik 352, sowie Johannus Live III - das ist doch immer eine Reise wert  :lupe:

LG
Martin

ich füge als Neuforianer hinzu: "Gloria Optimus und Gloria Concedrto"

Mit besten Grüßen

Bruno


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Organiste cantabile am 22. Januar 2017, 04:37:29
Liebe Forumsmitglieder

Um mich auch selbst an meinen musikalischen Werdegang zu erinnern und festzuhalten, will ich hier meine (musikalische) Geschichte nach und nach erzählen. Dazu muss ich in meine Kindheit zurückgehen. Meine Eltern, meine Schwester und ich wohnten in einem Einfamilienhaus in einem Vorort einer Schweizer Stadt. Also bürgerlicher Mittelstand. Meine Eltern waren sehr gläubig, jeden Sonntag war Kirchenbesuch angesagt. Mit 6 Jahren kam ich in den Kindergarten. Da fiel der Kindergärtnerin auf, dass ich die Lieder, die sie uns lehrte, schnell auf dem Klavier nachspielen konnte. Sie sagte zu meinen Eltern,  ich sollte unbedingt musikalisch gefördert werden. Innerhalb weniger Tage stand dann ein Klavier in unserem Wohnzimmer. Meine Eltern beschlossen, mich zum Klavierunterricht anzumelden, was auch umgehend geschah. Die für mich uralte Klavierlehrerin (jetzt bin ich selbst so alt) lehrte mich nach alter Sitte das Notensystem und mit unzähligen Fingerübungen die klassischen Grundlagen des Klavierspiels. Leider war damals bei ihr unmöglich, etwas anderes, fetziges zu lernen. Der fröhliche Landmann war schon das höchste der unterhaltungsbezogenen Schlagermusik. Sonst nur Etüden, Etüden, Etüden.
Nach ein paar Jahren beendete ich den Klavier-Unterricht und spielte nur noch autodidaktisch. Auf meinen 18. Geburtstag bekam ich von meinen Eltern eine LOWREY Heritage Spinett-Orgel. Die nannte man so, 2 mal 44 Tasten, unten nach links versetzt und 13 Pedal-Tasten. Ich hab natürlich sofort die Rückwand aufgeschraubt. Ich zählte 55 Röhren. Die Orgel heizte wie ein Ofen! Da war auch ein Leslie-Lautsprecher eingebaut. (Schnell für Tremolo, langsam für Kathedral-Klang.)  Der Preis dieser Orgel war fast gleich wie der des 1800er BMW meines Vaters. Also fast jeden Tag vor 6 Uhr aufstehen, und üben, üben, üben, vor allem das Pedalspiel.
Fortsetzung folgt.

Beste Grüsse

Flute8

Ungeachtet Deiner Orgelgeschichte:

ich saß als Kind meinem Klavierlehrer und Organisten auf der Orgelbank und habe Ihm im Gottesdienst seine Register gezogen.

Als ich im Studium die Orgel und das Registrieren kennenlernte,

wusste ich, wie dumm ich war. Mein damaliger Klavierlehrer und diplomierter Organist kannte nur das Pleno mit Sesqiualtera, die nicht ins Pleno gehört

So dumm war ich


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Martin78 am 22. Januar 2017, 09:00:52
Mein damaliger Klavierlehrer und diplomierter Organist kannte nur das Pleno mit Sesqiualtera, die nicht ins Pleno gehört.
Da sieht man, dass Hauptamtler und Studierte eben auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen haben!

Naja, ein norddeutsches Terzplenum kann man schon mal mit der Sesquialtera registrieren, aber nicht in jedem Fall und ob dann die Mixtur dazu passt, ist eine andere Frage.


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 09. Februar 2017, 14:55:59
Hallo zusammen

Endlich ist der Liefertermin bekannt.  :augenroll: ;-) :D

Für ein erstes Statement wird es Ende Februar werden.


Beste Grüsse aus der Schweiz   :phantom:

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Metallgedackt am 09. Februar 2017, 15:01:11
Das ist fein!

Wir sind alle schon gespannt!

Ich weiß noch, wie ich auf diesen Termin hingefiebert habe  :D

Liebe Grüße


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 01. März 2017, 18:58:36
Hallo zusammen

Endlich ist die neue Orgel da  :jump: :jump: :jump:

Bis jetzt nur kurz Zeit gehabt zu probieren, Tastatur fühlt sich sehr gut an, etwas rauere Oberfläche als die TP60/LW mit Holzkern. Eine "Lieblings-Registrierung" in Romantic 1 habe ich bereits programmiert.  :D

Weitere Details folgen.

Habe z.Zt. viel um die Ohren, wird noch etwas dauern bis umfangreichere Resultate gepostet werden können. Zuerst will ich mich in die Intonations-Software einarbeiten.

Bis dann...............

Beste Grüsse aus der Schweiz

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Holztraverse am 01. März 2017, 20:00:47
Und mit diesen Glückwunsch-Grüßen aus Deutschland wird die Mitfreude international :jump:
Viele schöne Stunden mit der neuen (langersehnten) Orgel
Herzliche Grüße
Benjamin


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 01. März 2017, 20:35:16
Viel Freude mit der neuen Zweiten! :church: :prost:


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Metallgedackt am 01. März 2017, 20:38:18
 :jump: :jump: :D :jump: :jump:


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Wichernkantor am 01. März 2017, 21:38:13
O ja, ich schließe mich den Worten meiner Vorredner in allerschärfster Form an.

 :orgel: :orgel: :orgel: :orgel: :prost: :prost: :prost:

LG und schöne Flitterwochen!  :D :D

Michael


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Martin78 am 01. März 2017, 22:02:23
Das ist ein schönes Instrument - für das ich mich fast entschieden hätte. Viel Freude!


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Machthorn am 01. März 2017, 22:29:23
Ich gratuliere auch ganz herzlich! Wenn ich mir derzeit eine Dreimanualige suchen würde, deine 352 stände bei mir auch ganz weit oben auf dem Zettel!


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 09. April 2017, 08:47:45
Hallo Zusammen

Hier ein kleiner Zwischenbericht:

Meine Befürchtung betreffend erzielbarer Lautstärke hat sich zum Glück nicht bestätigt, Im Wohnzimmer (62 m2) muss ich zwar auf Gesamtlautstärke 30 stellen, im Büro reicht aber Lautstärke 12-15.

Im Wohnzimmer kommen sowieso div. Lautsprecher zusätzlich zum Einsatz, bestimmt kein Lautstärke Problem  ;-)

Da die Intonations-Software auf dem dafür vorgesehenen Laptop mit Windows 8.1 nicht funktioniert, habe ich noch nichts ändern und anpassen können. Jetzt habe ich einen alten Laptop mit Windows XP ausgegraben, da läuft die Software einwandfrei.

Die nächsten 2 Monate darf ich aber wegen Augenoperationen nichts tragen. Ohne div. Lautsprecher testen zu können macht es aber keinen Sinn, zu intonieren. Nächstens werde ich einigen Organisten die Orgel zeigen und hoffe, dass diese gute Ideen für Intonationen haben werden.


Beste Grüsse aus der Schweiz

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Sweevaldi am 09. April 2017, 09:52:37
Hallo Flute8,
um welche Version der Intonationssoftware handelt es sich?
Die Version 5.2, die ich im Oktober 2015 zur Vivaldi geliefert bekam, funktioniert auf einem Laptop unter Windows 8.1 einwandfrei. Diese Version läuft aber nicht unter alten Windows Betriebssystemen, wie etwa Windows XP.
Die Software Intonat hat im Lauf der Jahre beträchtlich an Funktionalität hinzugewonnen, sodass man die älteren Versionen nur noch bedingt einsetzen sollte, also etwa, wenn gerade nichts neueres zur Hand ist.
Für die Kommunikation zwischen Orgel und Rechner benutze ich übrigens ein "micro lite" von MOTU, das über einen USB 2 Anschluss mit dem Rechner verbunden wird. Die volle Kompatibilität dieses Interface mit dem Betriebssystem ist ebenfalls unerlässlich für korrekten Betrieb! Das kann bedeuten, dass man auf dem Rechner die zugehörigen Treiber aktualisieren muss, bevor Intonat 5.2 einwandfrei läuft.
Viele Grüße,
Sweevaldi


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: robertM am 09. April 2017, 10:58:46
Hallo Flute8,
um welche Version der Intonationssoftware handelt es sich?
Die Version 5.2, die ich im Oktober 2015 zur Vivaldi geliefert bekam, funktioniert auf einem Laptop unter Windows 8.1 einwandfrei. Diese Version läuft aber nicht unter alten Windows Betriebssystemen, wie etwa Windows XP.
...
Hallo Zusammen,

für Original Johannus Orgeln, wie z.B. die aktuelle Vivaldi  ist die "Johannus Intonat-Version 5.2 128 4x3" korrekt. Als Systemvoraussetzungen wird im Handbuch Microsoft Windows XP, Vista oder 7 angeführt.

Für Gloria-Orgeln gibt es aber eine eigene Intonat-Version. Diese heisst für die aktuellen Instrumente der Excellent-Serie sowie für die Klassik 352 "Gloria Intonat 5.3. 128 2x2". Als Systemvoraussetzungen werden in diesem Handbuch ebenfalls die Systeme Microsoft Windows XP, Vista und 7 genannt.

Ich selber verwende die Software auf einem Laptop unter Windows 7 an meiner Gloria Excellent 360.

LG Robert


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Sweevaldi am 12. April 2017, 10:52:33
Hallo Robert,
Die Software Intonat 5.2 datiert vom April 2012. Da Windows 8 aber erst im Oktober 2012 auf die Welt losgelassen wurde, konnte Intonat 5.2 die Eigenarten dieses OS offenbar noch nicht vollständig verinnerlicht haben. Daher wohl die Angabe mit den Betriebssystemen in der Anleitung, nur bis hin zu Windows 7.
Aufgrund Deiner Hinweise habe ich nochmal nachgedacht und mich erinnert, dass z.B. die Hauptwerk-Demoversion auf dem Windows 8.1 Rechner erst funktionierte, nachdem ich den Treiber ASIO4ALL installiert und konfiguriert hatte.
Auch Intonat habe ich erst danach installiert und benutzt.
Ich vermute daher, dass auch Intonat 5.2 erst mit installiertem ASIO4ALL unter Windows 8 oder 8.1 funktioniert, weil die generische Unterstützung für MIDI bei Windows 8 nicht mehr die gleiche ist wie noch bei Windows 7.
Vielleicht ist das der Grund, warum bei Flute8 Intonat 5.2 auf dem Windows 8.1 Laptop nicht lief, wohl aber unter einem älteren Windows 7 Gerät.
Vielleicht hilft dieser Hinweis dem einen oder anderen beim Umstieg auf aktuelle Rechner, der ja irgendwann, früher oder später, anstehen könnte, wenn der alte das Zeitliche segnet.

LG,
Sweevaldi


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: martin am 13. April 2017, 08:46:35
Ich vermute daher, dass auch Intonat 5.2 erst mit installiertem ASIO4ALL unter Windows 8 oder 8.1 funktioniert, weil die generische Unterstützung für MIDI bei Windows 8 nicht mehr die gleiche ist wie noch bei Windows 7.

ASIO4ALL hat absolut nichts mit MIDI zu tun.

Die klassischen MIDI APIs von Windows wurden in Urversionen von Windows eingeführt und gibt es bei Win10 noch immer. Selbst die Uralt-Audio-APIs gibt es noch immer in Win10.


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Sweevaldi am 13. April 2017, 13:26:22
ASIO4ALL hat absolut nichts mit MIDI zu tun.

Hallo martin,
du hast natürlich, wie immer, recht. ASIO Treiber (Audio Stream Input Output) haben nichts mit MIDI direkt zu tun. Da es sich aber gerade bei der Übermittlung von Audio-Datenströmen um zeitkritische Operationen handelt, denen vom Betriebssystem Priorität eingeräumt wird, ist ein indirekter Einfluss dennoch möglich, wenn z.B. die Reihenfolge der Abarbeitung von Interrupts durch sie beeinflusst wird. Z.B. erhält man auf vielen Rechnern beim Betrieb mit Hauptwerk  unter den Standard Windowstreibern unangenehm lange Latenzzeiten, die durch ASIO4All sehr deutlich verkürzt werden. Möglicherweise muss der MIDI-Treiber jedesmal warten, bis er eine Freigabe vom Audiodatentreiber bekommt, dass das nächste Ereignis verarbeitet werden kann. Wie auch immer, die genauen Abläufe sind nur Systemprogrammierern bekannt, die Zugang zum zugeordneten Quellcode haben.
Irgendeinen Grund muss es geben, das Intonat 5.2 bei mir unter Windows 8.1 einwandfrei läuft, während Flute8 vom Gegenteil berichtet hat. Im trivialsten Fall spielen verschiedene Komponenten des Rechners dabei eine von uns nicht leicht zu durchschauende Rolle.
Ich benutze einen Acer Nitro Black mit I7-Prozessor und 16 GB Hauptspeicher sowie einer 256 GB SD. Möglich, dass langsamere Exemplare unter Windows 8 und höher da in Schwierigkeiten kommen.
Vielleicht ist es aber noch trivialer und ich erkenne es nur nicht, weil ich keine ausreichende Ahnung habe... :kratz:.

LG,
Sweevaldi


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Machthorn am 13. April 2017, 18:19:21
Wo liegt das Problem denn genau? Bei mir war es unter Windows 10 (mit 8.x habe ich keine Erfahrungen) die Darstellung, was auf Probleme mit der GUI zurückzuführen ist. Möglicherweise hängt es mit .NET zusammen?


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: martin am 15. April 2017, 15:31:48
ASIO Treiber (Audio Stream Input Output) haben nichts mit MIDI direkt zu tun. Da es sich aber gerade bei der Übermittlung von Audio-Datenströmen um zeitkritische Operationen handelt, denen vom Betriebssystem Priorität eingeräumt wird, ist ein indirekter Einfluss dennoch möglich, wenn z.B. die Reihenfolge der Abarbeitung von Interrupts durch sie beeinflusst wird. Z.B. erhält man auf vielen Rechnern beim Betrieb mit Hauptwerk  unter den Standard Windowstreibern unangenehm lange Latenzzeiten, die durch ASIO4All sehr deutlich verkürzt werden. Möglicherweise muss der MIDI-Treiber jedesmal warten, bis er eine Freigabe vom Audiodatentreiber bekommt, dass das nächste Ereignis verarbeitet werden kann.
Alle mir bisher bekannten MIDI/Audio APIs unter Windows haben nichts miteinander zu tun - eine Koordinierung ist Sache der Anwendungen.
Interrupts betreffen mittlerweile nur mehr die Geräte-Treiber - Anwendungen bekommen nur mehr asynchrone Signale. Eine Mikro-Optimierung der Interrupt-Verarbeitung ist auch nicht das Problem, das ASIO4ALL löst:
ASIO4ALL übersetzt die Audio API WDM/KS nach ASIO.

Moderne Betriebsysteme wie Windows ab NT (+ Nachfoger 2000, XP, Vista, 7, 8, 10) haben eine strikte Trennung zwischen den einzelnen Teilen des Betriebsystems.  Der Kernel verwaltet den Computer und die Kernel Treiber kümmern sich um den Hardware-Zugriff. Im User Mode laufen dann weitere Teil, die zwischen den Anwendungen und Kernel-Treibern vermitteln. Bei der Windows-Audio Verarbeitung umfasst das zB auch einen Mixer, der weitere Latenzen erzeugt.

Die ASIO API wurde seinerzeit von Steinberg geschaffen. Die ASIO Treiber der Soundkarten-Hersteller ermöglichen eine direkte Nutzung der Soundkarten mit wenig Latenz, weshalb viele Programme ASIO unterstützen - das ASIO SDK limitiert die Programme aber auf nur eine aktive Soundkarte.

Mirosoft hat im Laufe der Zeit weitere Audio APIs eingeführt (zB WDM/KS, WSAPI) und so eine Nutzung der Soundkarten mit weniger Latenz ermöglicht. Leider werden von den diversen Programm  diese APIs im Gegensatz zu ASIO nicht unterstützt - dort tritt ASIO4ALL als Vermittler auf.

PS: GO kann schon einiger Zeit WDM/KS und WASPI direkt - ASIO Support haben nur mehr spezielle GO Builds.


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 23. April 2017, 13:05:43
Hallo zusammen

Um nochmals auf die Intonations-Software zurückzukommen:

Das Problem lag bei der Darstellung der Bedien-Oberfläche. Funktioniert haben die Eingaben schon, ich wusste aber nicht genau WAS ich tat, da die Beschriftung fast aller Felder fehlte. Man sah z.B. nur „in der Luft hängende Schieberegler“ ohne jede Positions-Striche, ohne Angabe, was man jeweils verändert.  :motz: :schock:

Inzwischen habe ich im Büro meine Abhöranlage des Computers mit Mixer und 2x Yamaha MSP-5 plus Magnat Sub A31 mit der K352 verbunden. Es klingt bereits erstaunlich voll und „echt“, dabei den Hall in der Orgel nur schwach, am Mixer mittel eingestellt. Dadurch ist das Signal aus der Orgel fast trocken, aus der 2.1 Anlage wie mit „Fernhall“ versehen zu hören, was sehr voluminös und mit„rear-Anteil“ klingt.

Ohne zu intonieren gefallen mir die Romantic-Orgeln viel besser als die barocken, da muss ich zuerst noch mit dem Intonat dahinter, wie bereits erwähnt ab ca. mitte Juni. Inzwischen freue ich mich am beeindruckenden Klang im Büro.  :D

Beste Grüsse aus der Schweiz

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 27. Dezember 2017, 16:47:19
Hallo zusammen

Wahnsinn, schon sind seit dem letzten Eintrag 8 Monate vergangen. :schock: :augenroll:

Ein kleiner Zwischenbericht:

Ich habe jetzt endlich mal die Klassik 352 an externe Lautsprecher angeschlossen und zwar an meine zwei Mackie DLM12 und einen Subwoofer Mackie DLM12s. Diese klingen sehr ausgewogen und angenehm, wird der speziellen Bauart des DLM-12 zu verdanken sein. (Im Amazona Testbericht nachlesbar)

Der Vorteil einer externen Abstrahlung ist ja auch, dass einzelne leise Register mit ihrer Original-Lautstärke gespielt werden können, was in der Orgel, bei den relativ kleinen Maximal-Pegeln schlichtweg nicht möglich ist. Beispiel: Die Lautstärke einer normalen Blockflöte kann ich mit den eingebauten Lautsprechern (mit Einzel-Instrument z.B. Flöte 4‘) bei weitem nicht erreichen.

Da sich mein musikalisches Engagement in letzter Zeit immer mehr Richtung Unterhaltungs- und Tanzmusik erweitert/verschoben hat, (habe den neuen Yamaha Genos gekauft, für das Finger-Training ist das NU-1 zuständig), ist mein Bedarf die Sakral-Orgeln zu spielen auf ca. 5% Anteil zurückgegangen. Da mir die Gloria Klassik 352 für meine Bedürfnisse in Zukunft genügt, möchte ich meine CONTENT Cantate 346R verkaufen. Diese ist hier im Angebot:

http://www.tutti.ch/aargau/musik/instrumente/angebote/content-dig.-sakralorgel-cantate-346r-3-man.-30-t.raco-ped_18910755.htm
 
Gerne nehme ich auch Angebote oder Fragen per PN oder SMS entgegen. Man kann ja über alles diskutieren, ev. auch über die externe Abstrahlung oder einen Teil davon.

Beste Grüsse aus der Schweiz

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 27. Dezember 2017, 16:51:07
Holla, so schnell können sich Prioritäten verschieben. Gutes Gelingen beim Verkauf; der Preis ist schnäppchenwürdig, ich nehme an, dass du die Orgel bald an den Mann bringst.

Alles Gute in die Schweiz!


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: PeterW am 27. Dezember 2017, 17:33:45
Jetzt bin ich s-p-r-a-c-h-l-o-s.


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 06. Januar 2018, 19:44:06
Hallo zusammen.

Wünsche allen ein gutes, gesegnetes neues Jahr und beste Gesundheit.  :phantom:


Nachtrag:

Die Content Cantate 346R ist auch ein perfekter „Hauptwerk“ oder „GrandOrgue“ Spieltisch. Im Menu gibt es eine Seite „Hauptwerk“. Damit wird die Orgel komplett auf HW umgestellt. Ueber den Stereo-Eingang kann die interne Verstärker-Lautsprecher-Anlage angesteuert werden.

In diesem Zusammenhang sicher ein Schnäppchen, innert 7 Sekunden sofort spielbar, oder mit Software erweitert unendlich ausbau- und konfigurierbar.

Beste Grüsse aus der Schweiz

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 18. Januar 2018, 14:54:51

A C H T U N G 

Neuer Preis:

€ 7'200.-- abgeholt  ;-)  :phantom:

Beste Grüsse

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 16. März 2018, 22:26:07
Hallo zusammen


Meine Orgel CONTENT CANTATE 346R  ist  V E R K A U F T   :jump: :phantom:


Sobald ich wieder Zeit habe für die Gloria Klassik 352, werde ich meine Erfahrungen darüber berichten und auch Meinungen von Organisten, die mich und die Orgel besuchten/besuchen.


Herzliche Grüsse aus der Schweiz

Flute8



Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 08. April 2018, 10:03:15
Hallo zusammen

Nach reiflichem Überlegen habe ich mich entschlossen, meine Gloria Klassik 352 ins Musik-Zimmer im Untergeschoss zu stellen und an die dort immer noch stehende Abstrahl-Anlage mit 12 Lautsprechern (10 Kanäle + 2 SubW.) anzuschliessen. Allerdings zurzeit “nur” 2-kanalig möglich, da keine separaten Ausgänge ausser Stereo vorhanden sind.  :( :(

Nach Ablauf der Garantie kann ich dann mal schauen, ob ich die vorhandenen 4 Ausgänge irgendwo abzapfen kann. Dann sollte auch ein Routing möglich sein, nach Werk- und/oder Register.  :ratlos:

Weiss da jemand näheres?

Ist ev. ein komplettes Signalverlauf-Schema mit Platinen-Anschlüssen vorhanden?


Beste Frühlingsgrüsse aus der Schweiz

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 27. Juni 2018, 10:42:36
Hallo zusammen

Heute konnte ich endlich die Gloria Klassik 352 in den Musikraum stellen, an die Stelle der Content Cantate 346R. Zwei freundliche Nachbarn haben mir geholfen.

Jetzt muss nur noch der Mixer und die 10 Endstufen mit Lautsprechern, sowie der Nubert Sub angeschlossen werden. Da möchte ich auch das Roland RSS-303 mit einbinden. Da mein “Spezialist” bis mitte Juli in den Ferien ist, wird es wahrscheinlich ende Juli, anf. August.  ;-)

Dann werde ich weiter berichten….. :orgel: ;-)


Orgelische Grüsse

Flute8


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Gemshorn am 27. Juni 2018, 11:26:59
Schön, dass du noch an der Digitalorgel dran bist, lieber René.
Ich freue mich schon auf deine weiteren Berichte... :dafuer:


Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 21. Juli 2018, 19:36:33

 W O W ,  schon 23'000 Aufrufe meiner Story per heute !

Vielen Dank allen, die immer wieder reinschauen und für das Interesse.  ;-) :thx:


Das spornt auch an, weitere Beiträge zu verfassen, der nächste wird Mitte August erfolgen.


Herzlich grüsst aus der Schweiz

Flute8



Titel: Re:Mein (Irr-)Weg zur digitalen Sakral-Orgel
Beitrag von: Flute8 am 27. November 2018, 14:13:38
Hallo zusammen

Wie gewohnt, dauert bei mir alles ein bisschen länger als gedacht.

Anlässlich eines Besuches einer Organistin habe ich vor kurzem die Gloria Klassik 352 in meinem Musikraum an die Stereo-Anlage angeschlossen, Mixer plus Endstufe 2 x 240 W RMS an 8 Ohm mit Electro Voice Lautsprecher ELX 112 plus Mackie Subwoofer DLM 12S.

Mein Besuch war hell begeistert vom Klang und dem imposanten Instrument. Ist ja auch für eine Heimorgel schon etwas Grösseres.

Ich war überrascht, wie gut diese Kombination klingt. Auch der eingebaute Hall der K352 hört sich sehr authentisch an. Deshalb habe ich mich entschlossen, meine Johannus Lautsprecher 4 x UL110 und 4 x UL2700 zu verkaufen. Auch das Roland RSS-303 ist wieder im Angebot.

Es ist aber nur Abholung gegen Barzahlung möglich. Mit Versand- und anderen Dokumenten will ich nichts zu tun haben. Es gibt auch keine Fake-Rechnung.

Falls jemand Interesse hat, bitte melden.


Beste Grüsse aus der Schweiz

Flute8