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Autor Thema: Psalmen in der neuen EÜ  (Gelesen 542 mal)
Speick
Novize
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« Antworten #10 am: 09. Dezember 2018, 19:33:40 »

Doch, gibts schon. Ich habe die Ausgabe fürs Lesejahr C.
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kasi040552
Novize
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« Antworten #11 am: 12. Dezember 2018, 16:07:58 »

Bei uns (Piesting) gibt es schon ein neues Lektionar. Ich glaube, Herr Gasser (Vikariatskantor) schreibt auch schon seine Ausgaben um. Es wird leider so geändert, dass ich das Gefühl habe, es passt nicht richtig zu den im Gotteslob angegebenen allgemeinen 10 Psalmtönen. Naja, die Gläubigen merken es wahrscheinlich meistens nicht. Lg Peter
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Guilain
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« Antworten #12 am: 12. Dezember 2018, 19:15:08 »

Die Gotteslob-Psalmtöne sind für die Gemeindepsalmodie (Laudes, Vesper etc.) bestimmt, nicht für die Solopsalmodie (also nicht für den Antwortpsalm und solistisch vorgetragene Psalmen im Tagzeitengebet). Bisherige Kantorenbücher für den Antwortpsalm kann man weiter verwenden, zumal so rasch nichts Neues auf den Markt kommen wird.
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Gemshorn
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« Antworten #13 am: 12. Dezember 2018, 19:20:02 »

Ausgenommen bei Messübertragungen aus dem Stephansdom (die verwenden das Münchener Kantorale) höre ich selbst bei Rundfunkgottesdiensten zumeist Solopsalmodie nach den Modellen der Gemeindepsalmodie, und das oft genug in einer Qualität zum Abgewöhnen. Die Gemeindepsalmodie halte ich - angesichts ihrer weiten (Achtung: Ironie) Verbreitung - allerdings für gescheitert.
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Kein Mensch ist arm zu nennen, der ab und zu tun kann, was immer ihm Spaß macht. (Dagobert Duck)
Guilain
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« Antworten #14 am: 13. Dezember 2018, 08:35:25 »

"Gescheitert" würde ich nicht sagen. Doch die Gemeindepsalmodie funktioniert wohl nur in Gruppen und Gemeinschaften, die sie regelmäßig praktizieren. Das gilt für Klöster wie für Pfarrgemeinden. Wenn in einer Pfarrkirche zweimal im Jahr eine Vesper angesetzt wird, kann man nicht erwarten, dass die Teilnehmer_innen die Psalmen mitsingen. Die Diözese Linz hat vor Jahren Folder mit Vespern herausgebracht (damals zum alten Gotteslob). in denen nur ganz wenige Psalmtöne vorkommen. Das könnte auch heute ein Weg sein, Gemeinden und Gruppen in das Psalmsingen einzuführen.   
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clemens-cgn
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« Antworten #15 am: 14. Dezember 2018, 19:22:45 »

Damit die Gemeindepsalmodie für seltene Tagzeitenliturgien nicht zu einem Exoten wird, setze ich sie gerne zum Graduale im Wechsel mit einem Kantor an. Das funktioniert sogar mit allen 9 Stammtönen nach altem GL bei zeitlich bewegtem Asteriscus. Gleichzeitig  wird die "Liedstrophe" zum Zwischengesang damit überflüssig.
In Bayern gibt es durchaus noch ev. Gemeinden, die ihre Introiten als gesungene Gemeindepsalmodie lt. EG BY pflegen.
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Wichernkantor
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« Antworten #16 am: 14. Dezember 2018, 21:57:21 »

In Bayern gibt es durchaus noch ev. Gemeinden, die ihre Introiten als gesungene Gemeindepsalmodie lt. EG BY pflegen.

In der ev.-luth. Kirche des Königreiches Bayern ist das so vorgeschrieben - seit 1832 et in saecula saeculorum.  Schlaumeier
Als die Introiten mit Einführung des EG 1993 neu sortiert wurden, stand das lutherische Bayern kurz vor einer Revolution. Deshalb finden sich im bayerischen Regionalanhang des EG auch noch die alten Introiten. Ratet mal, welche generell verwendet werden ...
Bayerische Kirchenvorstände (vor allem in den fränkischen Provinzen) achten bei der Pfarrerwahl auch immer darauf, ob Kandidat oder Kandidatin die Kehrverse der Introiten singen können - und zwar ohne Orgelbegleitung. Die bekommt nur das Volk.  Freundlich

LG
Michael
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Guilain
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« Antworten #17 am: Heute um 14:52:35 »

Nur ist der Antwortpsalm eine (wegen ihres poetischen Charakters gesungene) Schriftlesung. Durch gemeinsamen Gesang entsteht eine andere Gattung ähnlich wie im Stundengebet. - Eine Liedstrophe statt des Psalms der Wortliturgie einzusetzen ist zwar verbreitet, aber ein liturgisches non go.
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clemens-cgn
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« Antworten #18 am: Heute um 17:01:58 »

Daß der Antwortgesang grundsätzlich ein Cantorengesang ist, ist ja unbestritten. Bevor mir eine Liedstrophe zum "Zwischengesang" gesetzt wird, greife ich dann doch lieber zur "Nothhülfe" der Gemeindepsalmodie. Die geraden Verse werden von der Gemeinde gesungen und ein "Vorsänger" (z.B. der Kleriker, in Ermangelung von weitrem Fachpersonal) für die ungeraden Verse lediglich den Psalmton beherrschen muß. Wenn CantorIn am Ambo bzgl. Tonalität und Partitur (Münchner Kantorale, Katorenbuch....) sattelfest sind spricht ja nichts dagegen. Bevor mir da schlecht und recht (auf a capella bestehend) am Ambo improvisiert wird, und am Ende der Schlußton des kantoralen Gesanges die antiphonale Antwort der Gemeinde verunmöglicht wird, steigt mir im Ohr die musikalische Galle hoch. Dann doch lieber die gute alte Gemeindepsalmodie, wenn die Gemeinde es kann  Zwinkern
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