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Autor Thema: Midifizierungsanleitung  (Gelesen 3545 mal)
Dulcan 16
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« am: 15. März 2015, 18:18:33 »

Hallo,
nun melde ich mich mal wieder und zwar: 1. Wie kann ich einen Orgelspieltisch(also die Manuale, das Pedal, die Schweller, ggf die Walze und die Registertaster) midifizieren (also welche Kontaktarten sind da zu empfehlen) und einen Link wo es eine schöne Anleitung gibt wäre auch schön.
2. Wo kann man die benötigte Elektronik hochwertig und mit gutem P/L Verhältnis kaufen?
3. Wie sollte der PC dazu ausgestattet sein? (Es wird Grandorgue genutzt)


jetzt schon mal Danke und Ihnen allen noch einen schönen Laetare-Sonntag
Dulcan
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Meine Orgel: Johannus Opus 220 Eiche Dunkel
lentinus
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« Antworten #1 am: 18. März 2015, 08:31:29 »

Hallo Dulcan,

also, exzellente MIDI-Hardware gibt es bei http://midi-hardware.com. Sie ist höchst flexibel und modular und dazu noch schön kompakt, daß du sie in jeden Spieltisch integrieren kannst.
Klaviaturen würde ich mit Hall-Sensoren realisieren. Die Konstruktion mit Magneten und Sensoren ist genau justierbar und wartungsfrei. Reedkontakte in den Klaviaturen sind nicht so präzise und es besteht die Gefahr, daß das Magnetfeld der einen Taste die nächste beeinflusst. Die Hall-Sensoren kannst du direkt an die Platinen von midi-hardware anschließen.

Zur Auswahl der Komponenten habe ich mal eine Übersichtsgrafik erstellt:

In deinem Fall hast du wohl keine FATAR-Tastaturen, somit musst du die Klaviatur-Midifizierung mit folgender Platine realisieren (du brauchst dann die DMS2-K und die FatBreak nicht):
http://midi-hardware.com/index.php?section=prod_info&product=BBS-1K
Hier hast du 64 Eingänge zur Verfügung. Für jedes Manual brauchst du 1 solche Platine

Die Pedalmidifizierung machte ich immer mit Reedkontakten. Ist günstig und hat sich bewährt. Auch hierfür gibt es eine Platine mit schon bestückten Reedkontakten und Diodenmatrix:
http://midi-hardware.com/index.php?section=prod_info&product=REED32
Auf diese Platine kannst du ganz einfach die Scannerplatine "PDS" aufstecken:
http://midi-hardware.com/index.php?section=prod_info&product=PDS

Für die Pistons gibt es die LITSW-Platine die 24 Eingänge für Taster und 24 Ausgänge für LED bereitstellt:
http://midi-hardware.com/index.php?section=prod_info&product=LITSW

(möchte hier anmerken, daß ich von midi-hardware keine Provision bekomme Zwinkern Ich finde die Elektronikplatinen einfach nur genial!)

Die Ausstattung des PCs hängt natürlich immer davon ab, wieviel Budget vorhanden ist und welchse Sample-Sets eingesetzt werden sollen. Mit einem i7 und 32GB RAM und eine guten Soundkarte (z.B. Steinberg UR22 für Stereo oder UR44 für Multikanal) kannst du schon das meiste an SampleSets spielen.
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Gruß
Stephan
martin
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« Antworten #2 am: 18. März 2015, 08:53:30 »

Zitat von: "lentinus"
eine guten Soundkarte (z.B. Steinberg UR22 für Stereo oder UR44 für Multikanal)

Von Soundkarten wird bei GO/HW nur der D/A Wandler genutzt. Wenn du einen Unterschied zwischen verschieden D/A Wandlern hörst, man eine Spezialsoundkarte gerechtfertigt sein. Ansonsten wirst du wahrscheinlich keinen Klangunterschied zu einer Onboard-Soundkarte hören (die heutzutage auch >= 4 Kanäle bieten).
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Dulcan 16
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« Antworten #3 am: 18. März 2015, 13:57:02 »

wirklich schon einen i7? nd 32GB RAM für GO? Und wie kann ich eigentlich die Registerzüge midifizieren das sie bei den Setzern auch wieder rein gehen?

und gibt es für die ganze Hardware auch eine Anleitung  wo welcher kontakt hin muss? Und der Pedalscanner ist das so das ich da ans pedal die magneten klebe und drunter die leiste?
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martin
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« Antworten #4 am: 18. März 2015, 22:47:12 »

Das größte Sampleset, das du verwenden willst, bestimmt die benötige Speichergröße.
Wenn du jetzt in nur wenig RAM investierst, schaue, das du eher weniger möglichst große Speichermodule verwendest, so das du später noch aufrüsten kannst. Die Samplesets werden in Zukunft wahrscheinlich weiter wachsen werden.

Bezüglich Prozessor: Es kommt darauf an. Wenn du auf einer großen Orgel mit viel Nachhall stakkato lauter Cluster spielst, kannst du nie genug Leistung haben. Wenn du nur langsam mit wenig Registern etwas spielst, reichen auch alte, langsame Rechner.
Also: je mehr gleichzeitig erklingende Register, je mehr Nachhall, je mehr gleichzeitig gedrückte Tasten, desto mehr ist die CPU gefordert.
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martin
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« Antworten #5 am: 18. März 2015, 22:49:38 »

Zitat von: "Dulcan 16"
Und wie kann ich eigentlich die Registerzüge midifizieren das sie bei den Setzern auch wieder rein gehen?

Das wird nicht billig werden:

digitalorgeln-f6/suche-orgel-und-noch-eine-frage-t1578.html#p20651
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Adrian
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« Antworten #6 am: 18. Juni 2018, 14:51:15 »

Hallo Martin,

dein Beitrag ist schon etwas älter aber kannst du noch einmal den Link bzgl. der midifizierung der Registerzüge und Setzer aktualisieren? Oder existiert diese Seite nicht mehr?
Vielleicht gibt es eine Möglichkeit Registerzüge- /tasterleiste irgendwo günstig zu bekommen?
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clemens-cgn
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« Antworten #7 am: 19. Juni 2018, 11:32:19 »

1. )....Oder existiert diese Seite nicht mehr?
2. ) Vielleicht gibt es eine Möglichkeit Registerzüge- /tasterleiste irgendwo günstig zu bekommen?
zu 1. auch ich bekomme da eine 404.
zu 2. Schau mal hier: http://www.pausch-e.de/kundenprojekte.htm auf dieser und seiner Folgeseite wirst Du wertvolle Informationen erhalten können.
Leider gibt es die Seite von WIRA wohl nicht mehr. Die war von Anwendern immer sehr gut bebildert.
Viel Erfolg
Clemens
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Adrian
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« Antworten #8 am: 15. November 2018, 21:33:42 »

ich habe noch eine Frage...
Ich habe eine Orgel von Johannus die MIDI-fähig ist, aber leider defekt.
Kann ich denn die Klaviaturen direkt an DMS-2K oder BBS-1K anschließen? Oder muss ich noch etwas anderes tun? Ich beziehe mich auf das Bild oben und die Hardware von midi-hardware.com
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