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Autor Thema: Offtopic: Notensatzprogramme  (Gelesen 454 mal)
Gemshorn
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« am: 06. Dezember 2018, 22:04:49 »

Die meisten von euch kennen zwar vermutlich unser Nachbarforum http://notensatz.forumprofi.de.
Nichtsdestotrotz tat sich, angeregt durch ein Notenbeispiel aus einem anderen Thread eine kleine Diskussion rund um die Welt des digitalen Notensatzes auf; diese sei hiermit nun in einen eigenen Thread ausgelagert.
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Martin78
Allwissendes Orakel
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« Antworten #1 am: 06. Dezember 2018, 22:12:31 »

Also, da muss ich mich nicht schaudern ... finde das Notenbild ansprechend, aber vielleicht bin ich da auch zu anspruchslos. Auf seiner HP hat der Musiker einige kostenlose Stücke veröffentlicht.
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Gloria Concerto 350 Trend
Gemshorn
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« Antworten #2 am: 06. Dezember 2018, 22:15:04 »

Mir gruselt, wenn ich den Petrucci-Font sehe, samt der eigenartigen Systemklammer. Sorry für das Offtopic, aber in puncto Notensatz stelle ich höchste Ansprüche an das Layout. Da fällt so manches Programm bei mir durch...
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Wichernkantor
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« Antworten #3 am: 07. Dezember 2018, 13:55:20 »

Ich arbeite gern mit Finale - habe aber meine macs kürzlich auf OS 10.14.1 umgestellt (Mojave). Da war Finale für das 2014er Finale ...
Das Update kostete 180 Euronen ...  Dagegen

Wenn ich nicht so flüssig damit schreiben könnte und nicht zu faul wäre, mich an ein völlig neues Programm zu gewöhnen, hätte ich umgesattelt.

LG
Michael
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Gemshorn
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« Antworten #4 am: 07. Dezember 2018, 14:07:31 »

Die neueren Versionen von Finale verwenden (auch schon seit etlichen Jahren) den bedeutend besseren Maestro-Font (bzw. Maestro Wide). Das ist gar kein Vergleich mehr zu Petrucci. Trotzdem gefallen mir noch gewisse andere Dinge in Finale nicht, bzw. ein ordentliches Layout erfordert zu viel Nacharbeit.

Ich selber war lange bei capella, habe mich dann allerdings umorientiert, da gewisse uralte Fehler einfach nicht ausgebessert wurden und nur mit umständlichen Workarounds bzw. akribischer Nachbearbeitung der Partitur zu korrigieren waren. Dafür habe ich einfach keine Zeit (und auch keine Lust).

Seit einigen Jahren arbeite ich meistensteils mit PriMus von www.columbussoft.de; das Programm ist an Intuitivität und Professionalität, gepaart mit kinderleichter Bedienung schlechterdings nicht zu übertreffen. Da stimmt einfach alles: Die Berechnung des Spacings, auch in Verbindung mit Liedtext, die automatische Kürzung der Notenhälse je nach Lage und vieles, vieles mehr.
Was ich in PriMus immer noch schmerzlich vermisse, ist die blitzschnelle Noteneingabe via Computerkeyboard, wie ich sie von capella her kenne (Viertelnote: Vorwahl 4, Tonhöhe a: Taste a).
Das wiederum beherrscht MuseScore (eine Gratissoftware!) perfekt; auch der Notenfont von MuseScore ist sehr schön, es ist derselbe wie beim Programm Lilypond, das manche vielleicht kennen. Die Ergebnisse sehen hochprofessionell aus - und das bei einem Programm, das keinen Cent kostet. Eigentlich unglaublich. Gerade wird Programmversion 3.0 in den Betatest geschickt; in unserem Nachbarforum www.notensatz.forumprofi.de wird bereits darüber diskutiert.
Ich vermute, dass ich bald gänzlich zu MuseScore wechseln kann, weil einfach alles so klappt, wie ich es mir vorstelle.
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Wichernkantor
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« Antworten #5 am: 07. Dezember 2018, 15:39:41 »

Ja, die Maestro-Fonts gibts nach meiner Erinnerung ab der Version 2007, wenn nicht schon früher. Mit dem Layout komme ich ganz gut klar - auch wenn es etwas hakelig ist, mit den ganzen Rahmen zu arbeiten. Aber ich bin ab 1988 bei der Tageszeitung, bei der ich damals tätig war, im Ganzseitenumbruch mit Quark-X-Press ab Version 1.0 aufgewachsen. Das wurde damals speziell für den mac entwickelt und die Umbruchfunktionen von Finale sind daraus abgeleitet. Daher liegt mir das in den Fingerspitzen und ich bin mit denFinale-Layout-Werkzeugen vom Fleck weg intuitiv klargekommen.
Lediglich das Einarbeiten von Text bei Chorsätzen empfinde ich als dringend verbesserungsbedürftig. Da würde ich mir z.B. automatische Abstandswahl zwischen den Notenzeilen wünschen, wenn 2. oder 3. Textzeilen eingegeben werden.

Aber wir werden immer OTiger ...  Lachen

LG
Michael
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Larigot
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« Antworten #6 am: 08. Dezember 2018, 01:30:53 »

Ich arbeite gern mit Finale - habe aber meine macs kürzlich auf OS 10.14.1 umgestellt (Mojave). Da war Finale für das 2014er Finale ...

Never change a winning team!
Der Mehrwert der Apple-Systemupdates steht für mich seit langem in keinem Verhältnis mehr zu dem Stress, den ich anschließend mit Inkompatibilitäten habe. Es sei denn, du hattest einen konkreten Anlass, dann ist das natürlich etwas anderes.

Und ja, ich arbeite auch gern mit Finale. Es macht alles, was ich brauche, nach 20 Jahren kenne ich mich gut damit aus und ich habe das große Glück, dass ich von den attraktiven Bildungsrabatten profitieren kann. Aber vor allem: Was habe ich in den letzten 20 Jahren schon für Programme, Dateiformate, Schnittstellen, Speichermedien etc. pp. kommen und gehen sehen. Meine Finale-Partituren aus dem letzten Jahrtausend kann ich mit der gleichen Selbstverständlichkeit öffnen, ändern und neu abspeichern wie die, die ich gestern geschrieben habe.

Hihi, OT macht wirklich Spaß  duck und weg

LG
Christian

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Wichernkantor
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« Antworten #7 am: 08. Dezember 2018, 08:59:15 »

Dass die Finale-Versionen abwärtskompatibel sind, ist ein klarer Vorteil. Die Dateien, die ich mit meiner ersten Version aus 1999 erstellt habe, wurden von den folgenden anstandslos übernommen und in die neuen Formate übertragen.

Was die mac-Updates und Upgrades anbetrifft: M.E. überwiegen die Vorteile - Stabilität und erhöhte Datensicherheit. Und auf letztere lege ich allergrößten Wert. In 30 Jahren hatte ich ein einziges Mal ein Virusproblem, das durch ein verpätetes Update entstanden war und sich (durch sofortiges Nachholen desselben) schnell beheben ließ. Klar, ich muß damit leben, dass es Programme gibt, die nicht laufen - die verbreiteten professionellen Schnittprogramme für Klangdateien und die ganzen Johannus-Intonate sind für PC gemacht. Und für Word auf dem mac legt man auch richtig Kohle hin. Aber alles (was ich brauche und), was speziell für den mac gemacht wird, funzt und lässt sich ohne Informatikstudium installeren und handhaben.

LG
Michael
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