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Autor Thema: Kirchenabriss  (Gelesen 1177 mal)
Romanus
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« Antworten #40 am: 12. Januar 2018, 13:58:02 »

Naja. M.E. immer noch schöner als manche neugotische / neuklassizistische Monströsität aus den späten 1800ern ... Stichworte Votivkirche in Wien oder Herz-Jesu-Kirche in Graz ... die zeichnen sich neben dem optischen Eindruck von "wir wären gern, aber leider hat es nicht gereicht" auch meist durch eine entsetzliche Akustik aus. Eigentlich interessant: Der Kölner Dom ist in etwa zur gleichen zeit fertiggestellt worden wie die beiden genannten. Warum "klingt" der so viel besser?
Okay, jedem seine Meinung !
Hier nochmal zum Vergleich: Lupe
https://de.wikipedia.org/wiki/Wotrubakirche#/media/File:Wotrubakirche_IV.png "schöner als manche neugotische / neuklassizistische Monströsität aus den späten 1800ern"
Und hier die beiden oben zitierten neugotischen Monströsitäten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Votivkirche_(Wien)#/media/File:Wien_Votivkirche_um_1900.jpg
https://de.wikipedia.org/wiki/Herz-Jesu-Kirche_(Graz)#/media/File:Herz_Jesu_Kirche,_Graz,_%C3%96sterreich.jpg
Es ist dein gutes Recht, die Wotrubakirche schöner zu finden, wohlgemerkt, das ist eben dein Geschmack, aber ich wage zu behaupten, dass du damit eher zu einer Minderheit gehörst. Zwinkern
Wenn du die beiden o.g. "neugotischen Monströsitäten" schon so hässlich findest, beeindruckt es dich vermutlich auch nicht, dass beide über große, historisch-romantische Walcker-Orgeln aus dem späten 19. Jahrhundert verfügen und die Kollegen im Kölner Dom vermutlich froh wären, etwas gleichwertiges zu haben. Ich rede jetzt nicht von der "Größe" bzw. Anzahl der Register, mein Motto war immer "Qualität vor Quantität" und bei manchen Orgelkonstruktionen, die einfach nur "groß" sind, drängt sich für mich schon eher der Begriff "Monströsität" auf, ich rede von Klangfülle, Weichheit, Verschmelzungsfähigkeit, das ist für mich "Klangschönheit", aber okay, jedem das seine !

Die Grazer Herz-Jesu-Kirche kenne ich nicht persönlich, die Wiener Votivkirche (auch nicht zu Unrecht "Ringstraßendom" genannt) schon, für mich ungeachtet ihrer Entstehungszeit ein architektonisches Meisterwerk, in meinen Augen sogar fast schöner als der Stephansdom, weil symmetrischer mit 2 gleich großen Türmen, stimmiger, stilistisch homogen, dem Kölner Dom gar nicht unähnlich, wenngleich natürlich kleiner.
Auch ihre Akustik finde ich beeindruckend, letztere ist bekanntlich auch für den Klang der Orgel mitentscheidend und diesen habe ich schon vielfach in Konzerten und auf CDs bewundert und wage zu behaupten, dass ich damit nicht allein bin.
Und wo konkret hat es hier eigentlich "nicht gereicht" ?  Kopfkratzen

Auf Wikipedia findet sich übrigens auch ein kurzes Klangbeispiel von der Grazer Herz-Jesu-Orgel.  Geheimtipp

Da fällt mir ein: Was für eine Orgel befindet sich eigentlich in der Wotrubakirche ?  Kopfkratzen
Den Wiki-Autoren ist sie jedenfalls keine Erwähnung wert und auch in Günter Lade´s Buch findet sich nichts darüber, nicht mal die "Liste der Orgeln in Wien" gibt darüber Auskunft:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Orgeln_in_Wien

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Die einzig wahre Königin ist die Pfeifenorgel.
Etwas gleichwertiges muss erst erfunden werden !
clemens-cgn
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« Antworten #41 am: 12. Januar 2018, 16:01:20 »

Wotruba und Wallfahrtskirche Neviges stammen so ziemlich aus der gleichen Epoche.
In Neviges gehörte eine Ahlborn C-35 zur Erstausstattung. In Wotruba tippe ich ebenfalls auf ein Elektronium Freudensprung
...Ich vermute aber, dass man, um dieses Plätzchen zu ergattern, mindestens anderthalb Stunden vor den Orgelfeierstunden dort aufkreuzen muss ...  Ratlos

Als Einzelperson, der die Chuzpe besitzt auch über Bänke zu klettern, haben auch 5 Minuten vor Beginn gereicht. Wer ganz sicher gehen will, bringt sich einen Klappstuhl mit. Von den akustisch besten Plätzen aus, sind zumindest Teile beider Orgeln ohne Kopfbewegung sichtbar....
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matjoe1
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« Antworten #42 am: 12. Januar 2018, 16:20:11 »


Würg!  Augenrollen
(Sorry)

LG
Matthias
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clemens-cgn
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« Antworten #43 am: 12. Januar 2018, 16:39:32 »

Naja. M.E. immer noch schöner als manche neugotische / neuklassizistische Monströsität aus den späten 1800ern ...
Aus österreichischer Sicht ist der Neogotikverdruss nachvollziehbar. In Nord- Ost- und Westdeutschland sind viele große Neugotische od. Neoromanische Großkirchen den Bomenhageln im 2. WK zum Opfer gefallen. Einer Rekonstruktion analog zur Frauenkirche Dresden, oder dem Berliner Schloss, stand die Architektengeneration des Wiederaufbaus entgegen. Geld war auch nicht gerade im Überfluß da. In Hannover die große Kirche St. Maria in Hainholz (beherbergt die ehem. Braunschweiger Domorgel) stark vereinfachter Wiederaufbau in Backstein, St. Joseph stark vereinfachter Wiederaufbau mit Übertünchung sämtlicher Reste des Freskenbestandes - Berlin, Moabit Dominikanerkirche (der Haß auf Neogotik ging soweit, daß man fast die original-gotischen Seitenaltäre verbrannt hätte. In Köln- Mülheim, Köln-Kalk, Architekturbrüche (Man sollte immer an die Kriegereignisse erinnert werden).
In der Kölner Innenstadt, Herz-Jesu: Der statisch intakte neogotische Kapellenkranz brutal abgebrochen. Eine Hälfte der Kirchenschiffes ist noch neogotisch, die andere Beton-Backsteinarchitektur.....

Einen eigentlich architektonischen Bauunfall in der Neogotik hat sich in Notre Dame de Laeken(BE), erhalten.
Wenn man aus der Ferne auf die Kirche zukommt (Größe etwa wie Votivkirche in Wien) wirkt es wie eine weiße Neogotische Kathedrale. Je näher man kommt kann man erkennen, daß es sich hier in der Detailgestaltung der Außenhaut um Scheinarchitektur handelt. Weil das Geld für die Steinmetze ausging, hat man auf die genaue Ausgestaltung der Krabben verzichtet. Den Platz der Krabben nehmen (vereinfachte) steinerne Klötzchen ein.
Die Kirche ist allein wegen der Scheyven-Orgel (ein C-Coll-Dialekt) eine Reise wert.    
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jogo31
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« Antworten #44 am: 12. Januar 2018, 17:00:01 »

Kommt immer auf die Umsetzung an. Wir haben hier auch einen Kirchenanbau (an die bestehende Kirche aus der Barockzeit) aus der Zeit des "Betonbarock", gebaut 1973-1981, allerdings hat man hier beschlossen (außer die Pfeiler) den Beton mit Farbe zu verdecken. Ich finds - jaja ich weiß, Eigenlob stinkt - nicht schlecht.

 http://se-haertsfeld-kochertal.de/ebnat-pfarrkirche
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clemens-cgn
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« Antworten #45 am: 12. Januar 2018, 17:38:31 »

Hallo Jogo,
die Gesichtszüge des Jesuskind in den Glasfenstern könnten  Lupe ja wohl ein Indiz für das Vorliegen einer geistigen Behinderung sein. 
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jogo31
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« Antworten #46 am: 12. Januar 2018, 19:24:38 »

Das musst du mir aber erklären. Ich befürchte ich begreife nicht was der Casus Knacktus deines Beitrages ist.  Kopfkratzen

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PM
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« Antworten #47 am: 12. Januar 2018, 19:44:10 »

Die Kirche ist allein wegen der Scheyven-Orgel (ein C-Coll-Dialekt) eine Reise wert.
Das kann ich bestätigen! Bin einmal dort gewesen und die Orgel klingt grandios. Füllt die Raum völlig. Und wenn Sie dann im Brussel sind: im Vorort Elsene gibt es die St. Bonifatiuskerk mit auch ein Merklin-Schyven. Baujahr 1868, 30/IIP, fast unverändert behalten – man glaubt an ein CC zu zitzen!

Hier eine bescheibung (ein Tolle webseite!):
http://www.orgbase.nl/scripts/ogb.exe?database=ob2&%250=2029300&LGE=NL&LIJST=lang

Gruß, PM
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clemens-cgn
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« Antworten #48 am: 12. Januar 2018, 19:54:57 »

Das musst du mir aber erklären. Ich befürchte ich begreife nicht was der Casus Knacktus deines Beitrages ist.  Kopfkratzen
In der Darstellung finde ich Hinweise, die auf Trisomie 21 Rückschlüsse ziehen lassen....
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Gemshorn
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« Antworten #49 am: 12. Januar 2018, 19:56:47 »

Das gehört glatt der Glaubenskongregation gemeldet. Exorzist
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Gloria Concerto 234 DLX Trend
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