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Autor Thema: Kirchenabriss  (Gelesen 1309 mal)
Wichernkantor
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« Antworten #30 am: 12. Januar 2018, 05:37:41 »


Uups - und ich dachte, die Schäden durch russische Artillerie seien zwischenzeitlich weitgehend beseitigt? 
duck und weg


*Grusel*
Michael
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« Antworten #31 am: 12. Januar 2018, 07:57:10 »

Wie schreibt Wikipedia: "Kirche ist der Epoche des Brutalismus zuzuordnen". Ist wenigstens einfallsreich. Aber wer geht da Sonntagmorgen gerne rein??
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Wichernkantor
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« Antworten #32 am: 12. Januar 2018, 08:36:19 »

Wie schreibt Wikipedia: "Kirche ist der Epoche des Brutalismus zuzuordnen". Ist wenigstens einfallsreich. Aber wer geht da Sonntagmorgen gerne rein??

Treffender kann man es kaum formulieren. Sieht aus wie ein gesprengter Westwallbunker ...  Lachen

LG
Michael
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Jesaiah
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« Antworten #33 am: 12. Januar 2018, 08:38:00 »

Naja. M.E. immer noch schöner als manche neugotische / neuklassizistische Monströsität aus den späten 1800ern ... Stichworte Votivkirche in Wien oder Herz-Jesu-Kirche in Graz ... die zeichnen sich neben dem optischen Eindruck von "wir wären gern, aber leider hat es nicht gereicht" auch meist durch eine entsetzliche Akustik aus. Eigentlich interessant: Der Kölner Dom ist in etwa zur gleichen zeit fertiggestellt worden wie die beiden genannten. Warum "klingt" der so viel besser?

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Wichernkantor
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« Antworten #34 am: 12. Januar 2018, 09:32:10 »

Naja. M.E. immer noch schöner als manche neugotische / neuklassizistische Monströsität aus den späten 1800ern ... Stichworte Votivkirche in Wien oder Herz-Jesu-Kirche in Graz ... die zeichnen sich neben dem optischen Eindruck von "wir wären gern, aber leider hat es nicht gereicht" auch meist durch eine entsetzliche Akustik aus. Eigentlich interessant: Der Kölner Dom ist in etwa zur gleichen zeit fertiggestellt worden wie die beiden genannten. Warum "klingt" der so viel besser?



Weil Akustik Glückssache ist. Die meisten "gerechneten" Akustiken in Kirchen gehen daneben, weil die klugen Rechner einen von gefühlten 100 Faktoren vergessen haben - und genau dieser der entscheidende war ...
Es hilft letztlich immer nur: Probieren und hören, was geht ...

Ein Beispiel aus meiner Praxis: In einer modernen Kirche mit Haupt- und zwei (pfeilerlosen) abgesenkten Seitenschiffen verursachten die Mixturen der neuen Orgel (aus renommiertem Hause) seitliche Flatterechos. Aufgefallen ist das übrigens so richtig beim Versuch, eine CD zu produzieren.
Der Grund war ein ganz einfacher: Die Windladen standen auf einer Mittelempore zehn Zentimeter unterhalb des Deckenkanten-Niveaus der Seitenschiffe. So pusteten die kleinen Mixturpfeifen unterhalb dieses Niveaus entlang bis an die Außenwände, wurden reflektiert, klirrten und flirrten, während die ganze Restorgel dank höherer Pfeifenfüße im Klangkanal des oberen Mittelschiff-Drittels gebündelt und konzentriert wurde. Abhilfe: Alle Mixturen 15 Zentimeter "aufgebänkt". Und es funzte ...

Kein Akustiker und erst recht kein Achitekt war darauf gekommen.

LG
Michael
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Martin78
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« Antworten #35 am: 12. Januar 2018, 10:25:34 »

Warum "klingt" der so viel besser?
Gut klingen ... sprichst du wirklich vom Kölner Dom??  Schock
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Gloria Concerto 350 Trend
Jesaiah
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« Antworten #36 am: 12. Januar 2018, 11:04:29 »

Also, ich hab die beiden Orgelkonzerte, die ich dort gehört habe, in sehr guter Erinnerung...

(Beide auf dem Klais-Schwalbennest).
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Martin78
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« Antworten #37 am: 12. Januar 2018, 11:45:10 »

Natürlich, die Orgeln klingen sehr gut - aber die brutal kräftige Querhausorgel beispielsweise nur ab dem Vierungsbereich. Im Landhaus klingt die wie ein Fernwerk. Will meinen: Ich finde den Raum einfach zu groß, den bekommt man nicht gleichmäßig beschallt. Und als singender Gottesdienstteilnehmer hat man m.E. aufgrund dieser riesigen Raumverhältnisse auch nicht das Gefühl, dass ein erhebender, kompakter Gemeindegesang entsteht ...
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Gloria Concerto 350 Trend
Wichernkantor
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« Antworten #38 am: 12. Januar 2018, 12:00:33 »

Natürlich, die Orgeln klingen sehr gut - aber die brutal kräftige Querhausorgel beispielsweise nur ab dem Vierungsbereich. Im Landhaus klingt die wie ein Fernwerk. Will meinen: Ich finde den Raum einfach zu groß, den bekommt man nicht gleichmäßig beschallt. Und als singender Gottesdienstteilnehmer hat man m.E. aufgrund dieser riesigen Raumverhältnisse auch nicht das Gefühl, dass ein erhebender, kompakter Gemeindegesang entsteht ...

Clemens kennt ein Plätzchen, da klingen sie beide ...  Meldung

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Martin78
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« Antworten #39 am: 12. Januar 2018, 12:05:43 »

Clemens kennt ein Plätzchen, da klingen sie beide ...  Meldung
Daran habe ich nicht den geringsten Zweifel!  Zwinkern
Ich vermute aber, dass man, um dieses Plätzchen zu ergattern, mindestens anderthalb Stunden vor den Orgelfeierstunden dort aufkreuzen muss ...  Ratlos
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