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Autor Thema: Ehre sei Gott - Komponist gesucht  (Gelesen 269 mal)
Machthorn
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« am: 10. Oktober 2017, 22:30:32 »

Hallöchen,

ich suche den Komponisten einer bestimmten Vertonung von "Ehre sei Gott". Das Einzige was ich dazu finden konnte ist dieses YT-Video ab 1:28:
https://www.youtube.com/watch?v=HWJf_IqIZBo

Kennt das jemand?

Vielen Dank!
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Gloria Klassik 226 Trend
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« Antworten #1 am: 10. Oktober 2017, 23:12:54 »

Das gesuchte Stück kenne ich nicht, aber hierzu könnte ich etwas beisteuern:
https://www.youtube.com/watch?v=1uqKcVEp5Pc
Das ist in den Niederlanden noch beliebter als "O du fröhliche" und "Stille Nacht" und setzt meistens den Schlusspunkt eines Weihnachtskonzertes, bei dem sich in der Regel alles erhebt und mitsingt.
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« Antworten #2 am: 12. Oktober 2017, 17:34:02 »

Hallo Machthorn,

lt. der XIV. Auflage "Fröhliche Weihnacht" von Kurt Thiele 1927 im Arnolds Verlag Leipzig
stammt das Stück von Dimitri Bortniansky, dem von "Ich bete an die Macht der Liebe".

Endlich wusste ich auch Mal etwas. Lachen

Falls eine Kopie gewünscht, bitte eine PN.


LG
Gerd
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« Antworten #3 am: 12. Oktober 2017, 19:02:17 »

Jo, das ist die "Doxologie" von Bortniansky. Die stand sogar im Gesangbuch für die Kirche von Hessen-Darmstadt aus 1919. Und das liegt hier in der Gegend noch auf einigen Orgelemporen herum. Ich habe in einem Chorbuch der Jahrhundertwende noch einen Männerchorsatz - allerdings eine Quinte höher: in C statt in F.
Wenn ich meinen Fundus durchwühle, finde ich sicher noch in irgendeinem Orgelbuch den Begleitsatz für die Gemeinde dazu - in F oder G.

Hier in meinem Wohnort wird aus der Bortniansky-Liturgie (entstanden in den 1830ern für die Agende der Kirche der Altpreußischen Union) bis heute das "Heilig" gesungen, das schon in den Gesangbüchern der Zwischenkriegszeit nicht mehr drin stand ...

LG
Michael
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« Antworten #4 am: 12. Oktober 2017, 20:54:17 »

Lieber Michael,
da tut sich bei mir ja ein liturgisches Bildungsschlagloch auf.
Hast Du die Bortniansky-Liturgie irgendwo komplett in Deinem Fundus?
lbG
clm
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Wichernkantor
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« Antworten #5 am: 12. Oktober 2017, 21:10:54 »

Lieber Michael,
da tut sich bei mir ja ein liturgisches Bildungsschlagloch auf.
Hast Du die Bortniansky-Liturgie irgendwo komplett in Deinem Fundus?
lbG
clm

Daheim nicht, aber ein paar Meter bei mir um die Ecke in der hiesigen Dorfkirche - da liegt sie garantiert herum. Mit Imprimatur des Oberkonsitoriums der preußischen Rheinprovinz von anno dunnemals. Ich kann ja mal gucken am Samstag.


LG
Michael
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Wichernkantor
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« Antworten #6 am: 12. Oktober 2017, 21:17:58 »

Ha, hab's schon gefunden! Auf dieser Page

http://www.evangelische-messe.de/Ordinarium1.htm

findest Du die Bortniansky-Singweisen zu den liturgischen Stücken - wenn auch nur die Melodien. Aber immer brave Dur-Akkorde darunter denken, dann passt's schon.

LG
Michael
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Machthorn
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« Antworten #7 am: 12. Oktober 2017, 23:26:34 »

Vielen Dank für die Infos!

Zitat
dem von "Ich bete an die Macht der Liebe".
Das Lied fand ich früher mal langweilig und kitschig. Inzwischen habe ich allerdings entdeckt, dass die recht einfache Melodie eine große Fülle an Möglichkeiten eröffnet, das Lied selbst mit meinen etwas begrenzten Mitteln immer wieder neu, anders und spannend zu harmonisieren. Da ergibt sich eine Spielwiese, auf der ich immer mal wieder gerne austobe.  Zwinkern
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Gloria Klassik 226 Trend
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« Antworten #8 am: 13. Oktober 2017, 07:32:25 »

Das Lied fand ich früher mal langweilig und kitschig. Inzwischen habe ich allerdings entdeckt, dass die recht einfache Melodie eine große Fülle an Möglichkeiten eröffnet, das Lied selbst mit meinen etwas begrenzten Mitteln immer wieder neu, anders und spannend zu harmonisieren. Da ergibt sich eine Spielwiese, auf der ich immer mal wieder gerne austobe.  Zwinkern

Das ist bei uns im Seniorenzentrums-Gottesdienst "Lied vom Dienst", weil es selbst die Dementen noch auswendig können. Und für die Leute der Jahrgänge vor 1930 ist es mit mehr konnotiert als mit dem Gebrauch (und Missbrauch?) als "Hochzeitsschnulze".

Der Text ist nichts anderes als die Übersetzung der gotischen oder barocken "Jesusminne" in die Sprache der Romantik.

Und wie Du richtig bemerkst: Harmonisch geht da eine Menge!

LG
Michael
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« Antworten #9 am: 13. Oktober 2017, 15:54:21 »

Übrigens hat der bekannte Peter Gerloff einen neuen deutschen Text dazu verfasst:
http://glauben-singen.de/Lied_der_Liebe_mus.htm
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