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Autor Thema: Eigenbau-Hybrid Spieltisch für ein Hauptwerksample  (Gelesen 3258 mal)
Lumarus
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« Antworten #10 am: 28. Mai 2017, 10:15:35 »

Hallo,

langsam kommt die Sache ins rollen. Nach viel ausmessen und probieren ist es mir endlich gelungen die Monitorhalter herzustellen.
Leider kommt der Schwierigkeitsgrad, wenn man die Teile so sieht nicht gut rüber, aber das war wirklich gewaltig und ich bin froh das ich diesen Teil jetzt hinter mir habe.
Das liegt schlicht und einfach an den vielen Schrägen, die vorhanden sind. Und das alles auch noch ein zweites mal gespiegelt.
Um jetzt alles richtig zu machen habe ich die Form der Monitorrückwand genau angepasst.


Das ist die rechte Monitorhalter vor dem Beizen und lackieren. Ich wollte nur kurz prüfen ob alles so passt.


Ein Bild von oben, welches alle Schrägen zeigt.


Hier ist jetzt lackiert und montiert. An die Leiste mit den Klötzen werden später die Monitore eingehängt.
Dies werden die letzten Teile sein welche fest mit dem Korpus verschraubt werden. Bei allem Anderen was noch kommt
ist nur eine Formpassung vorgesehen. Nur ganz am Schluss werde ich wohl 2 Schrauben zur Fixierung benötigen. (wenn alles so hinhaut)


Jetzt ist gut zu sehen das der Monitor genau auf den Betrachter beim Spielen ausgerichtet ist. Ich mag es nicht wenn ich nicht direkt auf Monitore blicken kann. Wenn ich einen Spiegel auf den Monitor lege, sehe ich mir genau ins Gesicht. Das zeigt das genau ausgerichtet wurde, ein Punkt der mir für diesen finalen Umbau sehr wichtig war.


Das ist der linke Halter, den ich aber noch nicht montiert habe, da hier hoch eine alte Seite im Weg ist.
Im Hintergrund ist übrigens noch das Stummelpedal zu sehen, welches später durch ein midifiziertes Vollpedal zu ersetzten gilt.


So sieht das übrigens von hinten aus. Der Monitor steht nur auf den 2 Klötzen auf und ist so genau zwangsgeführt.
Er kann dadurch nicht verrutschen und durch die Neigung wird er auch nicht nach vorn fallen. Zum entfernen
kann ich den Monitor dann nur nach vorne weg nehmen, wenn ich da mal ran will.
Eine sehr einfache, aber effektive Lösung finde ich.

Viele Grüße, Stefan








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Lumarus
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« Antworten #11 am: 28. Mai 2017, 14:33:44 »

Hallo,

so ging der Abbau weiter:


Die Auszüge sind entfernt, sodas nun die linke Wand der Auszüge abgebaut werden kann.


Nach der Montage des linken Halters konnte ich das Einhängen der Bildschirme kaum erwarten.
Jetzt ist gut die entstandene "Leere" zu sehen. Tja das muss alles wieder gefüllt werden.


Dies gibt die neue rechte Seite für die Auszüge. Das Ganze wird stufenförmig an die Instrumente angepasst.


Hier habe ich schonmal die Seitenteile angezeichnet. Bewusst will ich da jetzt vom kantigen Design weg und zu
Rundungen gehen um das etwas aufzulockern. Außerdem sind das Breiche mit denen man gerne mal in Berührung kommt und das ist dann angenehmer.


Da ich haben möchte das die Tastaturen so eng wie möglich in der Höhe zueinander stehen, habe ich mich statt der 1 cm Böden für 2mm Stahlblech entschieden.
Die sollen später ganz knapp über den jeweiligen Instrumenten laufen.


So sah das in der Gesamtheit aus, alles noch weit vom Schmuckstück entfernt.
Aber das wird noch. Zwinkern

Viele Grüße, Stefan 

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Aeoline
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« Antworten #12 am: 28. Mai 2017, 18:41:11 »

Faszinierend.

Meine allergrößte Hochachtung vor so viel Bastelkompetenz.

Machst Du das auch irgendwie beruflich?
 Geheimtipp

LG
Aeoline
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Viscount Unico 400 DE V1.13.1 (56/III/P) (seit 11.2012)
Johannus Opus 520 (45/II/P) (10.1987 bis 11.2012)

Die meisten Organisten leiden an einer schlimmen Krankheit:
Augentinnitus! - Man(n) sieht nur noch Pfeifen...
Lumarus
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« Antworten #13 am: 28. Mai 2017, 20:52:06 »

Vielen Dank Aeoline.

Beruflich mache ich das nicht, bin aber Schreiner und hatte schon immer einen Hang zum Instrumentenbau.
Dadurch war ich auch schon in anderen Bereichen aktiv, plante und baute eine E-Geige selbst und fertigte auch eine E-Gitarre komplett an. Mein Vater war in dieser Beziehung auch so und da habe ich das schon als Kind gesehen, was man so alles selbst machen kann.   

Etwas Modellbauerfahrung kommt noch hinzu und das wird mir sicher bei der Herstellung der Tafeln für die Registerzüge helfen, da diese durch den begrenzten Platz beide im Miniatur-Format sein müssen.
Die Koppel- und Sequenzerpedale können aber in Originalgröße über dem Pedal sein. 

Viele Grüße, Stefan
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« Antworten #14 am: 28. Mai 2017, 22:03:22 »

Hallo,

diesen Beitrag mache ich heute noch um schneller an das aktuelle Geschehen heran zu kommen.

Die beiden Seiten und die Fachböden sind fertig.


Die Auszüge werden rübergeschraubt.....


...und auch an den Blechen mit Gewindeschrauben befestigt.


So sieht das jetzt schon ganz nach Orgel aus. Da ich nichts passendes als oberes Manual hatte, besorgte ich mir
ein Masterkeyboard von M-Audio. Das war das einzige was von den Abmessungen passte, da die anderen die Controller auf der linken Seite haben und daher zu breit sind.
Einen Vorteil haben aber jetzt die vielen zusätzlichen Regler und Drucktaster, die wunderbar in Cubase, das Sequenzerprogram, eingebunden werden können. 
Die Auszüge laufen jetzt auch ganz knapp übereinander. Enger können die Tastaturen nicht gesetzt werden. Ich bin richtig zufrieden damit.
Als nächstes wird der FB für den Notenständer über dem Masterkeyboard hergestellt.
Auf diese Weise arbeite ich mich nun langsam nach oben und nach und nach alles schließt sich alles wieder.

Viele Grüße, Stefan
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Lumarus
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« Antworten #15 am: 29. Mai 2017, 22:20:31 »

Hallo,

langsam schliesst sich die Kiste wieder.


Der obere Fachboden ist fest mit der schrägen Seite der Monitorverkleidung verbunden
und liegt ansonsten nur auf Trägern auf.


Nach hinten sichert ein verklebter Keil den Boden und die Seiten werden auch durch 2 weitere Keile gesichert.


Das "nachvornkommen" des Bodens, sichern die beiden Monitore durch die schrägen Seiten die hinter diesen stehen.


Um schon einmal ein Gesamtbild zu bekommen habe ich mal eben den alten Notenständer aufgestellt. Der neue Ständer wird  dann irgendwas modernes aus Glas werden.

Jetzt fehlt noch das Oberteil des Spieltischs mit Beleuchtung, das Voll-Pedal, die Registerzüge, die Koppelpedale und die Orgelbank.

Viele Grüße, Stefan

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Lumarus
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« Antworten #16 am: 30. Mai 2017, 21:12:20 »

Hallo,

heute habe ich einen Beitrag zum aktuellen Gesehen.

Für die Midifizierung der Registerzüge und Koppelpedale sind heute die Bauteile gekommen. Freudensprung
Diese stammen von Herrn Pausch, mit dem ich mich im Vorfeld auch über das Vorhaben ausgetauscht habe. Geheimtipp


Das sind jetzt 2 Midiscanner mit 32/64 Eingängen und ein Display mit dem ich mir die Setzer-Position von Hauptwerk anzeigen lassen möchte.
Die Scanner stellen für mich kein Problem da, aber von dem Display habe ich noch keine Ahnung wie das letztendlich funktioniert. Ein weiteres Problem ist das ich noch nicht sagen kann wo ich es einbaue. Irgendwie ist da (noch) kein Platz dafür. Aber ich brauche das Display unbedingt, wenn ich die Monitore aus lassen, oder anderweitig benutzen möchte. Kopfkratzen
Dazu kommen jetzt noch Reed-Kontakte und kleine Magnete mit 4mm Durchmesser.


Dieses Foto ist auch aktuell und zeigt die kleine Nachbildung der linken und rechten Registertafel der Metzler Orgel. Rechts befindet sich eine Mustertafel die ich auf die Schnelle nur als Muster baute um einiger Maßen zu sehen wie das so wird.
In diesen beiden Tafeln stecken jetzt schon 2 Arbeitstage, denn das einbringen der Laufbuchsen war sehr aufwendig, denn schließlich sind das auch alles Sichtteile und müssen zu 100% sauber gearbeitet sein.

Nur für die Tafeln hätten eigentlich 2 32er Midiscanner ausgereicht, aber ich brauche ja noch 8 Kontakte für die Koppeln und diese will ich dann noch bei dem 64er mit abzweigen und nach unten legen.

Langsam wird es spannend. Hoffentlich geht das alles gut.

Zum Üben habe ich jetzt erst mal das Vollpedal das es auch zu midifizieren gilt. Dafür nehme ich aber einen Scanner von Wira, den ich schon seit über 3 Jahren hier liegen habe.

Viele Grüße, Stefan
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« Antworten #17 am: 31. Mai 2017, 17:55:41 »

Hallo,
 
jetzt geht es an die Restauration des Pedals das ich midifizieren möchte.



So wie das aber aussieht wird es wohl etwas dauern bis ich zum midifizieren komme.



Ein schwarzes Pedal ist zu kurz und liegt außerhalb der geforderten Rundung. Auch bei Anderem nahm es der Erbauer nicht so genau. So wurden an keiner Stelle die Kanten gebrochen und die Oberfläche ist noch roh und nicht behandelt.
Von daher habe ich aber nun ein leichtes Spiel und werde die Oberfläche mit Leinos Hart-Öl ölen.


So sehen die ausgebauten und geschliffenen Pedale nach dem ersten Ölauftrag aus. Das gibt eine schöne Oberfläche die sich jederzeit wieder nachbehandeln lässt.
In den letzten Jahren habe immer mehr auf natürliche Oberflächenbehandlungen mit gutem Ergebnis gesetzt.


Das ist das Pedal welches ich nun verlängert habe, genau 8mm machte das aus.
Da der Sägeschnitt 3mm entfernte, musste ich diese Stelle wieder auffüllen. Im eingebauten Zustand ist dies nicht mehr zu sehen.


Lange habe ich überlegt was ich mit den Außenseiten mache. Kopfkratzen Als erstes wollte ich nur Beizen, aber da hätte ich viel schleifen müssen, da die Oberfläche starke Beschädigungen hatte.
Das Beste wäre also furnieren, aber wie, da das Massivholz durch das Alter nicht mehr ganz so eben ist. Mit Pattex wollte ich da nicht ran, da dies nur einige Jahre sicher hält und eine ebene Zulage für eine Verleimung wohl hohle Stellen ergeben würde.
Aus diesem Grund probierte ich folgendes: Zu der Zulage habe ich noch ein Stück glattes Boden-PVC-Material dazu gelegt. Dieses gleicht tatsächlich alle Unebenheiten aus und das Furnier wurde überall gut verleimt.

So wird das genau zum Eiche Rustikal Spieltisch passen.
 
Viele Grüße, Stefan




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Gemshorn
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« Antworten #18 am: 31. Mai 2017, 20:15:43 »

Ich staune immer wieder, wenn ich so viel handwerkliche Fertigkeit sehe.
Zumal ich selber zwei Linke habe... Lachen

Ich bin schon gespannt auf die nächste Folge der Fortsetzungsgeschichte. Lupe
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Gloria Concerto 234 DLX Trend
Lumarus
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« Antworten #19 am: 01. Juni 2017, 18:25:59 »

Ich staune immer wieder, wenn ich so viel handwerkliche Fertigkeit sehe.
Zumal ich selber zwei Linke habe... Lachen

Hallo,

ja das mit den 2 Linken kann ich gut nachvollziehen, die habe ich nämlich auch in Beziehung Spielkönnen und Ahnung vom Einstellen der Register bei Pfeifenorgelorgeln. Ratlos
Von daher bin ich auch später , wenn die Orgel fertig ist, extrem auf Euch angewiesen um dann alles richtig zu machen.

Jetzt geht´s aber zuerst weiter mit dem Baubericht:

Es tat sich eine weitere Baustelle auf:


Irgendwann wurden die Schrauben für die Befestigungsbleche ausgetauscht. Dabei wurden zum größten Teil keine geforderten Flachkopfschrauben genommen, sondern Senkkopfschrauben.
Diese beschädigten alle Federringe und nahmen denen die Funktion, da der Schraubenkopf direkt nur an der Lochkante anlag.


So sieht das nun nach der Änderung mit vernünftigen Schrauben und Spannringen aus.


Ziemlich zerstört die Ringe. Ich verstehe sowas nicht, das merkt man doch normal wenn so was beim anschrauben passiert.


Hier ist noch ein Foto nach dem 2. Ölauftrag. Das wirkt schon richtig edel.


Dies geben jetzt die seitlichen und unteren Führungsfilze. Die Unteren sind noch gut und brauchen nur ein neues Klebeband. Die seitlichen Filze habe ich komplett neu zugeschnitten, da ich von den regulären runden Filzen weg will.
Was ich da jetzt vor habe, ist die bessere Lösung für mich, mit mehreren Vorteilen (mehr dazu später nach dem Zusammenbau).

Viele Grüße, Stefan


 
 
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