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Autor Thema: Selbstbau Subwoofer für Hauptwerk  (Gelesen 328 mal)
Lumarus
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Beiträge: 74


« am: 25. Mai 2017, 17:39:03 »

Hallo,

vor genau einer Woche habe ich angefangen einen Subwoofer nach den Angaben die ich hier im Forum fand zu bauen.

Die Entscheidung fiel auf dieses Model: http://www.visaton.de/vb/showthread.php?t=24451

Der Konstrukteur entwarf dieses Model um gerade bei Pfeifenorgeln einen Frequenzgang bis 16Hz zu ermöglichen.
http://www.visaton.de/vb/showpost.php?p=342571&postcount=8

Ich kann nun bestätigen das dies tatsächlich funktioniert, nach dem ich die fertige Box getestet habe.

Leider habe ich während des Baus keine Bilder gemacht, aber ich versuche zu beschreiben wie ich das gemacht habe.

Das Material das zur Verwendung kam war folgendes:

Eine MDF Platte 2800*2050*19mm
Eine HPL (Resopal) Platte 2800* 1350mm  im Dekor Mooreiche
Ein Subwoofer Modul SAM-300D von Monacor und 2 Lautsprecher Mac Audio STX 12 mit 1000 Watt welche den eigentlich geforderten sehr ähnlich sind, aber etwas preiswerter waren.

Insgesamt kam es zu einem durchaus vertretbaren Endbetrag von rund 500,- Euro.

Ich hatte schon im Vorfeld errechnet das der fertige Subwoofer ein Gewicht von ca. 135 Kg auf die Waage bringen würde. Daher entschloss ich mich dazu alles so vorzubereiten, das ich am Aufstellplatz die Endmontage vornehmen konnte.

Nach dem das Plattenmaterial geliefert wurde habe ich im Freien auf Balken alles mit der Handkreisäge zugeschnitten, auch das HPL. Im Keller habe ich danach alles so weit gefertigt das wirklich nur noch zusammen gebaut werden musste:
Die Kanten und Flächen wurden mit dem HPL belegt und an den jeweiligen Eckverbindungen habe ich Leisten mit zusätzlichem Leim angeschraubt. Belegt wurden aber tatsächlich nur die Stellen die später auch zu sehen sind. Alles andere habe ich nicht belegt. Die Lautsprecher wurden in die Schallwand montiert und das Modul in der linken Seitenwand eingepasst. Eigentlich kommen diese Module nach hinten, aber ich habe sehr wenig Platz zur Verfügung da die Box ganz an der Wand steht.
Zum Schluss fertigte ich noch alle geforderten Verstrebungen an, so das ich diese während des Zusammenbaus mit einschrauben konnte.

Vor dem Zusammenbau habe ich noch eine Art Sockel gebaut. Dies hatte einige Vorteile: ich konnte den schrägen Boden schon im Vorfeld anpassen, es war ein Fundament vorhanden auf dem die Box verschraubt wurde und an der Unterseite hatte ich 3mm Filz geklebt. Damit konnte dann die fertige Box wunderbar auf dem Laminat in die Ecke geschoben werden.

Der Zusammenbau funktionierte fast wie bei einem großen Schrank.

Sinn der ganzen Aktion ist ein gutes Fundament für meinen gerade im Umbau befindlichen Spieltisch für Hauptwerk zu haben, da ich jetzt alles vom Anfang an richtig machen will.

Zum Abschluss habe ich noch einige Bilder:
https://www.magentacloud.de/lnk/F8FgROpv
https://www.magentacloud.de/lnk/XUFARzsP 
https://www.magentacloud.de/lnk/JrlAx3JB

Der Subwoofer steht übrigens an einer Tür. Was mich jetzt wundert ist die Tatsache das jetzt egal ist ob diese Tür geschlossen ist oder direkt vor dem Lautsprecher steht. Ich kann da keinen Unterschied feststellen, was mir jetzt aber auch recht ist.

Viele Grüße, Lumarus   

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« Antworten #1 am: 25. Mai 2017, 22:15:49 »

Herzlichen Glückwunsch zum Bau deines Subwoofers Lumarus,

schreib doch mal wie er klingt, ob "weich", ob er tatsächlich die Wände zum Beben bringt, ob die Endstufen (SAM 300 sind die nicht etwas unterdimensioniert?) die du verwendest ausreichen und wie die klingen, wie er mit den Boxen für Grund-, Mittel-, und Hochton zusammenarbeitet.

Das mit der Tür dürfte allerdings nicht wundern, da ein Großteil der Bassenergie über den Transmissionlineausgang kommt, der oben an der Box ist. Die Lautsprecher vorne tragen nur eine Teil des Basses bei.

Toll
Christoph
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Lumarus
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« Antworten #2 am: 26. Mai 2017, 10:20:08 »

Hallo Christoph,

da der Spieltisch durch den Umbau noch nicht voll einsatzbereit ist konnte noch nicht ausführlich getestet werden.

Das fehlende Pedal legte ich deshalb auf das untere Manual und probierte zum Großteil nur die Bassregister aus. Der Untersatz 32´ klingt jedenfalls recht gut und brachte einiges in Zimmer zum vibrieren so das ich ständig am Suchen war wo das nun wieder herkommt und was das war. Sowas hatte ich noch nie erlebt. Schranktüren, Kleiderbügel, Dinge in den Schänken usw.
Wobei fast jeder Ton etwas anderes zum mitschwingen anregte.
Um die Ursache zu finden musste ich tatsächlich ein Gewicht auf die jeweilige Taste legen um mich dann frei bewegen zu können. Bei dieser Gelegenheit bin ich dann auch durch die ganze Wohnung und Haus gegangen. Das 16Hz C´ ist bis runter in den Keller zu hören und die Orgel steht im ersten OG.
Gerade beim Untersatz 32´ merkte ich auch in der gesamten Wohnung fast keinen Unterschied ob die Tür nun geöffnet oder geschlossen war; das geht tatsächlich fast ungebremst durch die geschossene Tür. Lachen
Sowas konnte ich mir nicht vorstellen, bis ich das nun selbst erlebt habe.   

Von daher denke ich auch das die Leistung der Endstufe für meine Verhältnisse bestimmt auch ausreicht. Sollte das nicht so sein, könnte die immer gut ausgetauscht werden.

Bemerkenswert ist übrigens das ich den Subwoofer an der tiefst möglichen Stelle abgekoppelt habe; 40Hz. Alles darüber sollten eigentlich schon meine Hauptboxen abfangen, die ich vor ca. 30 Jahren auch selbst gebaut habe.

Aber einen Test habe ich noch mit der CD "Power of Life" Geheimtipp gemacht. Diese wurde mit der Metzler-Orgel in Poblet eingespielt, die ich mir auch als Sample besorgt habe.
Auf diese Weise bekam ich dann doch einen guten Gesamteindruck des Zusammenspiels aller Boxen. Also ich bin echt begeistert wie harmonisch sich jetzt schon alles zusammenfügt.


Wenn der Spieltisch fertig ist werde ich dann aber noch weitere Versuche mit anderen Abstimmungen machen. Vielleicht geht da noch das ein oder andere zu verbessern.   

Viele Grüße, Stefan   
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Falcon 2000
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« Antworten #3 am: 27. Mai 2017, 21:56:31 »

...

Wenn der Spieltisch fertig ist werde ich dann aber noch weitere Versuche mit anderen Abstimmungen machen. Vielleicht geht da noch das ein oder andere zu verbessern.   

Viele Grüße, Stefan   

Hervorragend,
ich freue mich schon auf den Bericht  Dafür Dafür

LG
Christoph
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