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Autor Thema: Aufnahme über Anschlüsse  (Gelesen 1157 mal)
Noah
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« am: 08. März 2017, 10:52:25 »

Hallo Zusammen,

Mich erreichte der Auftrag von der Pfarrei, dass ich einige Lieder auf der Johannus LiVE III aufnemen soll.

Ich möchte nicht ein Mikro vor die Orgel stellen und dann so das ganze aufnehmen, sondern am liebsten direkt über die Anschlüsse der Orgel auf den PC einspielen.

Ist das möglich, und wenn ja, wie?

MfG

Noah
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« Antworten #1 am: 08. März 2017, 11:36:01 »

Wozu sollen die Aufnahmen denn verwendet werden?
Doch nicht etwa zum "Kirchenkaraoke"? Davon kann ich nicht dringend genug abraten.
Sämtliche mir bekannten Versuche sind gescheitert. Die zuverlässigste Methode, die Beteiligung am Gemeindegesang zu drücken.

Aufnamen vom Line-out klingen als Rohsignal i.d.R. sehr bescheiden. Sie müssen mit viel tonkosmetischem know-how nachbearbeitet werden, wenn sie halbwegs überzeugen sollen.

Das klassische Verfahren "raus aus den LS - rein ins Mikro" bringt immer noch die reellsten Ergebnisse. Und das mit einem vernünftigen Verhältnis von Aufwand und Wirkung.

LG
Michael

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Noah
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« Antworten #2 am: 08. März 2017, 12:38:36 »

Hallo Michael,

Diese frage wurde mir noch nicht beantwortet. Ich weiss nur, dass ich ein paar Lieder auf eine CD einspielen soll...

Beim umhrstöbern bin ich auf den Sequencer von Johannus gestossen. Hat da jemand erfahrungen mit dem Sequencer? Und wo kann ich den bestellen bzw. wo liegt der im Preis?

MfG

Noah
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« Antworten #3 am: 08. März 2017, 13:03:53 »

Wie gesagt: Wenn die CD dann in einen Player geschoben werden soll, um Leute danach singen zu lassen, dann wird das so unbefriedigend sein, dass die Gesangbücher zuklappen.
Auch vor den Selbstpielvorrichtungen, die derzeit beworben werden, kann ich nur abraten. Eine Begleitung, die handgemacht ist und nicht von einer Maschine kommt, ist durch nichts zu ersetzen. Denn Gesang zu Orgelbegleitung ist immer ein interaktives Geschehen zwischen Gemeinde und Organist. Will man daraus eine Einbahnstraße machen, wird eine Sackgasse daraus ...

LG
Michael

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« Antworten #4 am: 08. März 2017, 15:16:16 »

Ich hatte auf der Johannus Seite auch mal rumgestöbert und entsetzt festgestellt, dass diese Orgel, die immerhin dem Preis eines Mittelklasse PKW entspricht,  keine Aufnahmefunktion besitzt! Blöd

Das wäre für mich ein absolutes NoGo , weil man sich dadurch die Möglichkeit der Selbstkontrolle entzieht (es muß ja nicht immer gleich eine ganze Gemeinde sein, die mein Spiel beurteilt).
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« Antworten #5 am: 08. März 2017, 17:21:07 »

Hallo Noah,
wie Michael bereits schrieb: Eine Aufnahme via LineOut ist als Tonkonserve inakzeptabel.
Eine Tonkonserve als Organistenersatz ist aus den von Michael bereits beschriebenen Gründen nur dazu geeignet, den Gemeindegesang zu verschlechtern.
In meiner Gemeinde gab es vor 19 Jahren mal Bestrebungen, daß ich für Requien den Sequencer der Orgel füttere. Nach den ersten zwei "maschinell beorgelten" Requien gab es massive Proteste aus der Gemeinde, so daß der Pfr. dies Ansinnen als "unpraktikabel" persönlich zurücknahm. Der seinerzeit für über 2000,-DM angeschaffte Sequencer steht mit Fernbedienung seit dieser Zeit im Schrank und ward nie wieder benutzt.

Darüber hinaus mußt Du Dir darüber im Klaren sein, daß Du mit CD-Einspielungen als Orgelersatz, Du die Säge an den Ast des Organistendienstes ansetzt. Willst Du das wirklich? 
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« Antworten #6 am: 08. März 2017, 20:08:24 »

Hallo Noah.
Da kann ich mich Wichernkantor nur anschließen. Auch in meiner Gemeinde sind die Versuche einen Gemeindegesang per Konserve zu begleiten gescheitert. Seitdem weiß man den lebendigen Organisten sehr zu schätzen. Lachen
Gruß aus Osthessen
Stefan
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« Antworten #7 am: 09. März 2017, 07:21:49 »

Es ist doch noch garnicht gesagt, dass die CD zur Begleitung der Gemeinde dienen soll. Vor ein paar Jahren haben wir mal Lieder aufgenommen, um mit den CDs Gemeindemitgliedern eine Freude zu machen, die gesundheitlich die Gottesdienste nicht mehr besuchen können.
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Wichernkantor
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« Antworten #8 am: 09. März 2017, 07:27:26 »

Ich hatte auf der Johannus Seite auch mal rumgestöbert und entsetzt festgestellt, dass diese Orgel, die immerhin dem Preis eines Mittelklasse PKW entspricht,  keine Aufnahmefunktion besitzt! Blöd

Das wäre für mich ein absolutes NoGo , weil man sich dadurch die Möglichkeit der Selbstkontrolle entzieht (es muß ja nicht immer gleich eine ganze Gemeinde sein, die mein Spiel beurteilt).

Genau darin und nur darin sehe ich den Sinn solcher Vorrichtungen.
Aber ich kann ganz gut ohne Sequenzer leben. Wenn ich etwas zu Kontrollzwecken aufnehmen will, stelle ich ein Mikro auf. Das ist gar nicht sooooo umständlich - auch wenn die Sequenzerfunktion natürlich komfortabel ist. Völlig d'accord - bei Instrumenten dieser Kategorie dürfte sie eine Zugabe sein. Viel kosten kann das zusätzliche Platinchen eigentlich nicht. Das Teuerste dürfte das Bedienfeld dafür sein.

LG
Michael
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« Antworten #9 am: 09. März 2017, 07:32:25 »

Es ist doch noch garnicht gesagt, dass die CD zur Begleitung der Gemeinde dienen soll. Vor ein paar Jahren haben wir mal Lieder aufgenommen, um mit den CDs Gemeindemitgliedern eine Freude zu machen, die gesundheitlich die Gottesdienste nicht mehr besuchen können.

Gerade dann wäre eine aufwändige Nachbearbeitung nötig, wenn es gut klingen soll. (Bei meiner 360 z.B. ist die Kanaltrennung - vor allem die C/Cis-Ladenteilung - am Line out brutal scharf. Hängt man ein Aktivsystem zur Raumbeschallung an, mag das sinnvoll sein - auf den Aufnahmespuren kommt es suboptimal. Also muss man mischen, egalisieren, ggf. nachverhallen etc.) Ich mache für meine Verwandten und Freunde auch immer eine Weihnachts- oder Geburtstags-CD an meiner Hausorgel. Da nehme ich immer den Raumklang per Mikro ab. Das geht schneller und klingt natürlicher.

LG
Michael
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