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Autor Thema: "Cecilia" french romantic  (Gelesen 1892 mal)
Wichernkantor
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« am: 01. Dezember 2016, 10:25:45 »

Die neue "Cecilia french romantic" ist da. Vertriebspartner in Deutschland ist Pausch.
Unser Forumskollege Bernd "wohli" ist der glückliche Besitzer des ersten hierzulande verkauften Exemplars. Und auf seinen Wunsch hin ist es erst mal bei mir auf der Teststrecke gelandet ...
Hier schon mal zwei Bilder:

https://www.dropbox.com/s/3tfxunqjlqqqyou/01%20Cecilia%20romantic%20vorne.jpg?dl=0
https://www.dropbox.com/s/jto0ffkbagziv43/02%20Cecilia%20romantic%20hinten.jpg?dl=0

Die Verwandschaft zur barocken "Cecilia" ist optisch offensichtlich und bestätigt sich beim Gebrauch.
Nur, dass man die beiden Cinch-Buchsen des Ausgangs durch eine (beiliegende) Stereo-Klinke 6,3mm ersetzt hat - was einen Adapter erforderlich macht.
Ich habe einen gelinden Schock erlitten, als die (englische) Gebrauchsanweisung sich als die mir bekannte der barocken "Cecilia" erwies (einschließlich deren Disposition). Aber die Bedienung ist zum Glück identisch. Ein paar Steckverbindungen - und es funzte.
Die Ladezeit der Register dauert rund eine Minute.
Die Ansprechverzögerung liegt lt. Datenblatt bei 15 millisec, ist also einen Tick schneller als eine elektropneumatische Kegellade oder Taschenlade (bei ihnen gelten 50 bzw. 40 millisec als akzeptable Werte). Wer eine pünktliche Tratur gewöhnt ist, wird sich etwas umgewöhnen müssen. Hauptwerk-User sind das ja eher gewohnt. Belohnt wird er mit Samples, deren Qualität denen der barocken Schwester in nichts nachtsteht.
Ich habe mich gestern Abend nach der Chorprobe mal schnell durch die Disposition gespielt. Die Werkseinstellung muss nochmal ins Feintuning. So ist die Oboe im Positif lauter als die Trompette. Und auch das Ocatvin 2' war mir zu laut.
Leider wirken meine Schwelltritte nicht. Und ich habe (noch) nicht 'raus, ob und wie ich sie dazu bewegen kann.
Interessantes Detail: Cornet in der Grand Orgue und die Céleste im Positif sind erst ab c1 bzw. c0 dabei - durchaus üblich, auch bei ACCs kleinen Zweimanualigen. Einzige Mixtur ist das Carillon, es ist "progressif", d.h. beginnt 1fach und führt dann Terzchor 4/5' und Oktave 1' ein, welche dann ständig repetieren, so dass sich immer andere Farbwerte ergeben. In der Orgelbewegung hätte man das als "Buntzimbel" bezeichnet. Der Carillon klingt solistisch über einer 8'-Flöte sehr apart, setzt auf den Prinzipalchor eine interessant funkelnde und ständig changierende Klangkrone, die sehr dezent abrundet - die milden Terzmixturen der Briten lassen grüßen.

Soweit mal ein Sack erster Eindrücke, gesammelt gestern Abend jenseits meines üblichen Einschlafzeitpunktes und nach zwei Stunden "one-man-show" in der Chorprobe.
Heute habe ich Großkampftag, abschließend gekrönt von zwei Stunden Livesendung am späten Nachmittag. Wenn ich mich davon erholt habe, gehe ich mal ins Detail und stelle erst mal die Lautstärken in angemessene Relationen (das ganze Pedal ist noch zu leise). Es gibt natürlich auch ein "restore"-Menü - wichtig, falls ich etwas verbocke ...  Lachen

LG
Michael




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wohli
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« Antworten #1 am: 01. Dezember 2016, 11:37:00 »

Danke dir, Michael, für den ersten Eindruck.

Die Schwellwerkfuntion scheint es nicht zu geben, Mlnarik hatte auf Anfrage von Pausch schon darauf hingewiesen - für eine romantische etwas dürftig, oder?

Ansonsten klingt das Ganze etwas prototypisch.

Dann tune mir das Gerät mal fleißig ... Danke Danke
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Wichernkantor
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« Antworten #2 am: 01. Dezember 2016, 13:34:28 »

Ja, die barocke "Cecilia" habe ich damals einfach angeschlossen und losgespielt - und bis heute keinen Parameter verändert, außer der zu heftig eingestellten Windstößigkeit. Plenumklänge über tiefen Pedaltönen (ab E abwärts) gingen in die Knie, vor allem bei schnellen Repetitionen der Pedalstimme. Dergleichen habe ich bei der "french romantic" noch nicht beobachtet. Aber wie gesagt: Die Lautstärkerelationen sollten für den, der einfach nur spielen will, schon in der Werkseinstellung so justiert sein, dass sofortiger Gebrauch möglich ist. Es gibt ja Leute, die wollen einfach nur spielen und nicht Menüs abarbeiten. Das dürfte ja für viele User ein gewichtiges Kaufargument sein - die aus dem Stand einsatzfähige Komplettorgel in der Box.

LG
Michael
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« Antworten #3 am: 01. Dezember 2016, 14:49:28 »

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Martin78
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« Antworten #4 am: 01. Dezember 2016, 16:08:29 »

Danke für die interessanten ersten Eindrücke!
Interessantes Detail: Cornet in der Grand Orgue und die Céleste im Positif sind erst ab c1 bzw. c0 dabei - durchaus üblich, auch bei ACCs kleinen Zweimanualigen.
Hmmh, die Voix Céleste ist nach deinem Bild der Registerknöpfe wohl zweifach gebaut, da es im "Schwellwerk" ja sonst keinen Streicher gibt. Findet man so etwas bei Cavaillé-Coll auch?
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clemens-cgn
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« Antworten #5 am: 01. Dezember 2016, 17:21:08 »

ich will ja nicht maulen,
ein Expander, dazu noch ein Rom/Symph. dessen Teilwerke nicht schwellbar  Schock sind,
ist m.E. ein absolutes No go, genau so wie der Verzicht auf die Cinch-Verbindung im Signalweg. Für ein Einschleifen eines Expanders benötigt man für Viscount-Konsolen die i.d.R. die Klinke oder die Cinchverbindung. Es stellt ja nun wirklich keine Große Kostensteigerung in Aussicht, wenn so ein Expander beide Signalwege ermöglicht.
Via Cinch komme ich im Ernstfall sogar an die heimische Stereoanlage. Das ist ja ein technischer Rückschritt. Die Schwellfunktion konnten ja sogar schon die uralten CL Expander von Viscount, die ersten Contentexpander. Bei Ahlborn, Allen MDS-II, dem CM100, Roland/Rodgers stets eine Selbstverständlichkeit.
Da können die Einzelstimmen noch so schön sein.
Wenn ich bei mir die serienmäßige "Enc"-Funktion betätige, ist sogar das Pedal auch auf allen eingebundenen Expandern schwellbar. Man benötigt es selten, aber dann machts richtig Sinn.
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« Antworten #6 am: 01. Dezember 2016, 17:40:32 »

@ Clemens:

Die regulären Anschlussmöglichkeiten sind in der Tat dürftig: Die MIDI In / MIDI out sind schon von Pausch auf meinen Wunsch nachgerüstet, da der ursprüngliche USB nur MIDI in- Funktion hat. Nur so ist ein Einbinden in eine MIDI-Kette ja möglich ...

 Traurig

LG Bernd
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« Antworten #7 am: 01. Dezember 2016, 19:46:42 »

Danke für die interessanten ersten Eindrücke!Hmmh, die Voix Céleste ist nach deinem Bild der Registerknöpfe wohl zweifach gebaut. da es im "Schwellwerk" ja sonst keinen Streicher gibt. Findet man so etwas bei Cavaillé-Coll auch?

Nein, sie steht in Schwebung zum Prinzipal oder zur Flöte. Sonst wäre der Verzicht auf die tiefe Oktave ja unsinnig.
Ob ACC so gebaut hat, weiß ich nicht - dazu kenne ich zuwenig seiner kleinen Zweimanualigen.

LG
Michael
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Wichernkantor
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« Antworten #8 am: 01. Dezember 2016, 19:54:55 »

ich will ja nicht maulen,
ein Expander, dazu noch ein Rom/Symph. dessen Teilwerke nicht schwellbar  Schock sind,
ist m.E. ein absolutes No go, genau so wie der Verzicht auf die Cinch-Verbindung im Signalweg.

Meine barocke "Cecilia" hat den Cinch-Ausgang noch - und auch die Midi-Buchsen, dafür keinen USB. Zum Glück hatte ich in meiner Kabelkiste einen Adapter Cinch auf Stereo-Klinke 3,2, der wiederum in den beiliegenden Adapter Klinke 3,2 auf Klinke 6,3 passte ...
Ich bin gerade erst aus dem Funkhaus gekommen - seit 6 Uhr heute früh ihm Geschirr. Also, heute Abend läuft nur noch Relaxen und dann Matratzenhorchdienst. Wie heißt es bei Paulus: "So seid nun geduldig, liebe Brüder ..."

LG
Michael
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« Antworten #9 am: 01. Dezember 2016, 22:06:43 »

Über den Rest parlieren wir spätestens übermorgen.... so gaaaanz am Rande.
Ich freu mich drauf.
lbG
clm
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