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Autor Thema: Die Hausorgel in der Mietwohnung - Pedal"getrampel"  (Gelesen 2989 mal)
chp
Allwissendes Orakel
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« Antworten #10 am: 27. Juni 2016, 22:59:54 »

Hallo,
Drüber auch? Hilfe, dann ist es ja egal, ob Erdgeschoss oder ein Obergeschoss.
Das beunruhigt mich..
ich gaube die Schwingungen werden bei mir über die Heizungsrohre geleitet/übertragen. Die Ständer der Trockenbauwände können es ja eigentlich nicht sein.

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.
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Machthorn
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« Antworten #11 am: 27. Juni 2016, 23:02:29 »

Zitat
mit Rundstäben anstelle eines ausgesägten Brettes zur vorderen Führung der Tasten
Genau so ein Pedal habe ich ja. Das Hauptproblem bei mir ist eher die Geschossdecke: Betonhohldielen in Nachkriegsausführung. Die Decken sind elastisch und beinhalten sogar eigene Resonanzkörper.  Lachen
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Gloria Klassik 226 Trend
BWoll
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« Antworten #12 am: 28. Juni 2016, 22:42:04 »

Es gibt Trittschalldämmplatten, die sich wie Puzzlestücke zusammensetzen lassen. Sie nehmen Vibrationen sehr gut auf, sind aber nicht weich, sacken also unter dem Gewicht der Orgel nicht ein.

Kennst du da konkrete Bezeichnungen oder Produkte? Ich bin da absoluter Laie. Traurig
Die Orgel ist aus Eiche massiv. Wäre schade, wenn das Gewicht des Instruments auch auf langfristige Sicht (Jahre) den Sockel eindrückt.

Edit: Wäre so etwas eine Möglichkeit? http://www.obi.de/decom/product/Selitac_Parkett-_%2FLaminatunterlage_5_mm_5_m%C2%B2/7090350
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Liebe Grüße

Benedikt Woll
Aeoline
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« Antworten #13 am: 28. Juni 2016, 23:05:54 »

Wenig Zeit zu schreiben habe ich gerade sehr viel.

Aber dieser Thread interessiert mich sehr.

 Lupe

Das ist nämlich genau MEIN Problem!

Lautstärke kann es nicht sein, die den Untermieter so in Rage bringt. Selbst bei Rheinbergers Cantilene über Kopfhörer kommen über kurz oder lang Klopfgeräusche von unten...

Ich brauche DRINGEND auch einen "Unterbau"...

Daher wie BWoll schon schrieb...

Kennst du da konkrete Bezeichnungen oder Produkte? Ich bin da absoluter Laie. Traurig

LG
Aeoline
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Viscount Unico 400 DE V1.13.1 (56/III/P) (seit 11.2012)
Johannus Opus 520 (45/II/P) (10.1987 bis 11.2012)

Die meisten Organisten leiden an einer schlimmen Krankheit:
Augentinnitus! - Man(n) sieht nur noch Pfeifen...
Machthorn
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« Antworten #14 am: 28. Juni 2016, 23:24:46 »

Zitat
Edit: Wäre so etwas eine Möglichkeit?
Genau die meine ich. Ich kann dir noch diese Woche sagen, wie viel Effekt sie in einfacher Lage hat. Bislang lag in meinem Orgelzimmer ein einfacher dünner Teppich. Derzeit wird es renoviert und ich habe Laminat mit dieser Unterlage gelegt. Voraussichtlich Freitag wird die Orgel wieder einziehen und dann höre ich, wie gut schon eine Lage dämmt.

Zitat
Die Orgel ist aus Eiche massiv. Wäre schade, wenn das Gewicht des Instruments auch auf langfristige Sicht (Jahre) den Sockel eindrückt
Das Material ist sehr stabil, wie sehr fein geschäumtes Styropor. Die Orgel drückt ihr Gewicht ja zuerst auf  das auch recht steife Laminat, welches den Druck auf sehr viel Fläche verteilt, da sollte nichts passieren.
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Gloria Klassik 226 Trend
Wichernkantor
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« Antworten #15 am: 29. Juni 2016, 06:38:22 »

Ich habe im Arbeitszimmer schwimmend (und selber) verlegtes Eichenparkett aus Fertigdielen. Darunter habe ich damals 10 mm Trittschalldämmung gelegt. Sie wirkt sehr gut, hat sich durch die Dauerbelastung mit Mobiliar (überwiegend sehr schwere, dicht mit Büchern befüllte Regale längs der Seitenwände) und Orgel ca. 2 mm eingedrückt.

Wenn man für die Orgel ein eigenes Podest aus zwei Schichten bauen will - unten Trittschalldämmung, oben Parkett- oder Laminatbelag - sollte man darauf achten, dass der (allein aus Gründen der Optik nötige) seitliche Leistenrahmen, der auf dem Untergrund aufliegt, keinen direkten mechanischen Kontakt mit der Decklage hat. Denn sonst entsteht eine Schallbrücke.

LG
Michael
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matjoe1
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« Antworten #16 am: 03. Juli 2016, 16:54:49 »

Hallo,

ich habe eine Erfahrung, die das Problem leicht und einfach erfüllt: Zwei Lagen Waschmaschinenmatten aus dem Baumarkt (die Teile, die man unter Waschmaschinen legt).
Vor langer Zeit löste das mal das Problem des "Radaumieters", als den man mich aufgrund der Orgelei bezeichnete... Wieso sollte es heute nicht mehr funktionieren...?

Viele Grüße
Matthias
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trompetendulzian
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« Antworten #17 am: 23. Februar 2017, 18:28:48 »

Hallo Zusammen,

da ich gerade die Anschaffung einer Digitalorgel plane und dies möglichst "nachbarnkompatibel" aufstellen möchte, ist das Thema Trittschalldämmung für das Pedal für mich ebenfalls sehr interessant. Im Netz bin ich auf diese Luxusvariante der Waschmaschinenmatten gestoßen, die explizit für Schlagzeugentkopplung beworben werden: http://www.aixfoam.de/schwerschaum-schalldaemmplatten-sh007 Hat damit schon jemand Erfahrungen gesammelt? Vor allem die hohe Dicke von bis zu 5 cm erscheint mir in unserer recht trittschallempfindlichen Wohnung erfolgversprechend. Oben drauf muss natürlich noch eine schöne Holzplatte.

Viele Grüße
Trompetendulzian
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clemens-cgn
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« Antworten #18 am: 23. Februar 2017, 20:22:43 »

Wenn Du für weniger finanziellen Aufwand den gleichen Effekt erzielen möchtest, schichtest Du kurzerhand die Baumarktwaschmaschinenunterlagen Zwinkern
dabei bitte darauf achten, daß Du keine versehentliche Schallbrücke konstruierst (vgl. Michaels Aussage weiter unten!)
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Machthorn
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« Antworten #19 am: 23. Februar 2017, 23:01:21 »

Mitunter sind schwere Geschütze aber erforderlich. Ich habe in dem Zimmer Laminat mit dem oben beschriebenen Trittschall und zusätzlich einen Orgelsockel aus zwei Lagen Waschmaschinenunterlage und darauf zur Druckverteilung und Optik nochmal eine Lage Laminat (keine Schallbrücke gebaut, Rahmen ist oben nur mit sehr kurzen Schrauben am Laminat befestigt und schwingt frei mit) und trotzdem ist das Pedalklappen nicht vollständig eliminiert. Allerdings sitzt darunter auch eine Betonhohldielendecke aus den frühen Fünfzigern. Die ist extrem schwingungsfreudig (hält wohl jedem Erdbeben stand, weil sie mitschwingt statt zu brechen). Die nächste Stufe der "Entklapperung" werde ich wohl dieses Wochenende zünden: Jedes Pedal bekommt zusätzlich zur Dämpfung beim Zurückfedern (daher kommt bei mir die meiste Vibration) weiche Klebefilze. Mal sehen, was das bringt, ich kann das hier gerne berichten.

Die Schlagzeugmatten sind zwar ziemlich teuer, aber vielleicht auch besser...
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