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Autor Thema: Stammteil-Orgelbuch zum Gotteslob  (Gelesen 29301 mal)
chp
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« Antworten #350 am: 29. September 2016, 09:39:51 »

Hallo,

von der Ringbindung bin ich grundsätzlich ganz angetan. Allerdings ist das technisch mit dem Binde-Draht schlecht gelöst. Die Blätter halten noch gut, aber die Drähte in den Büchern, in denen ich nicht regelmäßig Blätter zurückfädele und die Drähte wieder in Position biege, gehen schon  aus dem Leim. Bei meinen privaten Übe-Exemplaren ist alles OK. Die aktuelle Bindung ist leider für das "Umschlagen" nicht geeignet.

Aktuell hantiere ich mit bis zu 5 Büchern und 1 Heft: 3 x Orgelbuch Stammteil, 1 x Orgelbuch Anhang, 1 x Vorspielsammlung Anhang, Vorspielhefte für Stammteil. Daher fände ich es gut, wenn eine Ausgabe mit Stammteil in 2 Bänden möglich wäre. Dann müsste aber wohl die Papierstärke reduziert werden und eine Ringbindung, auch mit verbessertem Bindesystem wäre wohl nicht mehr möglich.

Mit der Qualität der Sätze, auch im Nord-Anhang, bin ich soweit zufrieden. Die Sätze bzw. Halteakkorde zu den Kehrverse und Psalmen finde ich deutlich besser als vorher, gerade für die Begleitung der Schola. Früher hat die Schola ausschließlich ohne Orgel gesungen, weil deren und mein Sprachduktus einfach anders sind und die Schola weit weg von der Orgel steht.

Beste Grüße
Christoph P.
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« Antworten #351 am: 29. September 2016, 11:27:42 »

@Guilain: Was für ein Alternativ-Orgelbuch wäre dir da vorgeschwebt? Andere Sätze, andere Bindung?

Dass auch dicke Bücher mit Fadenbindung gut ihr Werk tun, sieht man ja am alten Stammteil-Orgelbuch; das blieb auch ohne Wäscheklammern oder andere Behelfe offen. Ich hoffe sehr, dass die Papierstärke anlässlich der Neuauflage diskutiert wird. Mit einem derart dicken und steifen Papier sehe ich schon das nächste Fiasko kommen, Stichwort "Buchhalter nötig".

@chp: Vorab: Ich spreche vom Stammteilorgelbuch. Insbesondere die Begleitsätze zu den Liedern stellen den Organisten vor mitunter widersinnige Anforderungen: Wenn etwa bei GL 172 "Gott in der Höh sei Preis und Ehr" zu Beginn - drei gleiche Melodienoten! - ein liegenbleibender D-Dur unterlegt wird, frage ich mich, wie der Gemeinde das Tempo suggeriert werden soll. Mit diesem Orgelsatz ist das schlicht unmöglich. Ich rede nicht davon, dass man hier die Akkorde deutlich voneinander absetzen muss; das kann man machen (und es ist sinnvoll), aber es steht eben nicht so im Orgelbuch. Weiter geht es mit Haltebögen in den Begleitstimmen und Harmonisationen, die eine regelrechte Anleitung zum Danebengreifen beim Singen sind (z.B. im Alt ein fis, wo wenige Schläge später die Melodie ein f verlangt) und mit einer Synkopenbehandlung beim NGL, wo alle Stimmen homophon geführt sind, sodass ein durchgehender "Beat" nicht mehr vorhanden ist. Das und vieles mehr ist kompositorisch schwach und nicht State-of-the-art, was heutige Gemeindegesangsbegleitung betrifft. Es scheint so, als hätte man die Idee des akustischen Dirigats vollends aufgegeben.
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Guilain
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« Antworten #352 am: 29. September 2016, 15:45:23 »

In erster Linie geht es um bessere Sätze. Fehler und anderes hat u. a. Peter Planyavsky bereits kritisiert. Die Vorsänger-Begleitung mag man unterschiedlich beurteilen; ich begleite Kantor/inn/en - außer bei Antwortpsalmen - immer so, dass die Melodie in der Oberstimme liegt.
 
Auch die Ringbindung finde ich unpraktisch, aber die ist das geringere Problem. Übrigens: Das Orgelbuch zum bayerischen Evangelischen Gesangbuch, möglicherweise auch zu anderen Landeskirchen-Ausgaben, gibt es auch in einer Schachtel mit Einzelblättern. Es erfordert freilich Disziplin, nach Gebrauch die Blätter wieder einzuordnen. 
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Wichernkantor
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« Antworten #353 am: 29. September 2016, 17:49:52 »

Die sog. "Orgelbox" mit Einzelblättern für Vorspiele und Begleitsätze gibt es lediglich für den Stammteil des EG mit den Regionalausgaben Bayern und Württemberg. Das funktioniert überall dort, wo nur ein Organist amtiert. Sobald es zwei oder mehrere sind, ist das Chaos vorprogrammiert - und zwar so, dass Bayern bei der Neuauflage reumütig zu einer Bindung in zwei Bänden zurückgekehrt ist ...

LG
Michael
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« Antworten #354 am: 29. September 2016, 17:56:34 »

Das Österr. Liturgische Institut riet mir heute per Mail, mich hinsichtlich der zu verbessernden Sätze an Herrn Frede, Würzburg, sowie an die Ständige Kommission für das GL zu wenden...
Ob ich das wohl tue? Große Chancen auf Gehör rechne ich mir da ja nicht aus...
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« Antworten #355 am: 30. September 2016, 01:16:36 »

Zitat
Die aktuelle [kath. Ring-]Bindung ist leider für das "Umschlagen" nicht geeignet.
Genau. Immer wenn das jemand gemacht hat, sind Verklemmer oder Zerfall vorprogrammiert. Ansonsten hält sich der Verschleiß hier in den üblichen Grenzen.

Zitat
Sobald es zwei oder mehrere sind, ist das Chaos [bei der evang. Einzelblattsammlung] vorprogrammiert - und zwar so, dass Bayern bei der Neuauflage reumütig zu einer Bindung in zwei Bänden zurückgekehrt ist ...
Wiederum Zustimmung. Die Orgelbox ist sicherlich eine gute Sache an histor. Orgeln mit labilen Notenpulten, aber ansonsten die Pest. Am besten ist es, wenn beides da ist (Bände+Box): Dann kann man insbesondere die Anfangsphase des Godi ohne Gewühle in der Box bestreiten, und wenn man z.B. mit Vorspielnoten das Pult überfüllen müsste, kann man sich mit dem Einzelblatt behelfen (wenn es denn noch zu finden ist Teufel).
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chp
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« Antworten #356 am: 30. September 2016, 08:10:27 »

Hallo,
Die sog. "Orgelbox" mit Einzelblättern für Vorspiele und Begleitsätze gibt es lediglich für den Stammteil des EG mit den Regionalausgaben Bayern und Württemberg. Das funktioniert überall dort, wo nur ein Organist amtiert. Sobald es zwei oder mehrere sind, ist das Chaos vorprogrammiert - und zwar so, dass Bayern bei der Neuauflage reumütig zu einer Bindung in zwei Bänden zurückgekehrt ist ...
...dann eben für jede/n Orgelspieler/in eine eigene Box, das wär's doch.

Beste Grüße aus Salzburg
Christoph P.
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« Antworten #357 am: 30. September 2016, 08:25:02 »

Wie heißt ein Soloprogramm meines Lieblingskabarettisten Gerhard Polt?
"Wer zahlt's?"
So'n Teil kostet 150 Euronen - also 300 Euronen für beide Boxen ...
Ich habe mir privat mal die Boxen mit den Vorspielen der Bayern und Württemberger beschafft. Da sind etliche prima Ideen drin - vor allem in der Bayern-Box.

LG
Michael
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« Antworten #358 am: 30. September 2016, 21:33:09 »

Die 3 Bände plus Regionalteil lassen mich mit meinen zarten 35 Jahren regelmäßig mindestens eine Krise pro Godi bekommen. Ich wäre über eine Box ganz glücklich, wenn man uns schon kein komplettes Orgelbuch zugesteht.
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23.05.14 - 22.04.17 AHLBORN HYMNUS 350
22.04.17 - heute      AHLBORN PRÄLUDIUM IV
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« Antworten #359 am: 30. September 2016, 22:02:32 »

Als das Wünschen noch mächtig war...
Ich überlege seit Monaten, mir eine Mappe mit den "Best of" Orgelsätzen zusammenzustellen. Aber das braucht richtig viel Zeit.
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