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 am: 15. Januar 2018, 19:53:51 
Begonnen von clemens-cgn - Letzter Beitrag von clemens-cgn
Der alte Moreau (Stellvertreter Cocheraus) rauchte sogar während der Vesper in ND. Für Marie-Claire Alain gab es sogar einen temporär plazierten Aschenbecher an den Spieltischen von Hannover-Marktkirche und Paderborner Dom Zwinkern

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 am: 15. Januar 2018, 19:52:25 
Begonnen von Johannes - Letzter Beitrag von Gemshorn
Als tatsächlich eigenständiges Instrument mag ich die DO tatsächlich auch nicht bezeichnen, bleibt doch das oberste Ziel, von einer PO nicht unterscheidbar zu klingen.
Genau darüber hatte ich mit PeterW am Vorabend seines Todes noch telefonisch diskutiert; in seiner ihm eigenen Art fragte er bohrend nach: „Wie welche Pfeifenorgel? Die Pfeifenorgel an sich gibt es nicht.“

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 am: 15. Januar 2018, 19:50:45 
Begonnen von Gemshorn - Letzter Beitrag von clemens-cgn
Vielen Dank,
die Kiste ist ja fußläufig zu erreichen. Daß die Woehl-Orgel bereits fertig ist, war mir völlig entgangen.
Am kommenden Sonntag (21.1.2018) um 17:00  Uhr wird der begnadete Improvisator Otto Maria "Orgel goes jeck" über kölsche Töne und anderes improvisieren.

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 am: 15. Januar 2018, 19:48:16 
Begonnen von Johannes - Letzter Beitrag von Machthorn
Als tatsächlich eigenständiges Instrument mag ich die DO tatsächlich auch nicht bezeichnen, bleibt doch das oberste Ziel, von einer PO nicht unterscheidbar zu klingen. Intonationswerkzeuge und Registerbibliotheken haben "lediglich" die Aufgabe, die bei einer PO und früheren DO schon bei der Planung und Bestellung des Instrumentes festzulegenden Eckparameter auch nachträglich und durch den örtlichen Nutzer veränderbar zu machen. Das ist zwar ein Vorteil der DO, verlagert aber lediglich einen bei einer PO ebenfalls nötigen Prozess. Ein Manualbass ist mit einer PO mit elektrischer Traktur ebenso problemlos realisierbar wie Selbstspieleinrichtungen und Setzerkombinationen. Ob das schon umgesetzt wurde, weiß ich allerdings nicht.

Generisch für eine DO sind eigentlich lediglich gewisse Orchesterstimmen, die mit einer PO nicht realisierbar wären, wie Streicher und gewisse Bläser. Cembalo und Glockenspiel hingegen wären bzw. sind kein Problem.

Damit will ich aber die DO überhaupt nicht abwerten. Sie ist mancherorten eine so gute Alternative geworden, dass bestehende PO nicht mehr überholt sondern aufgegeben werden. Um so wichtiger finde ich, die Entscheidung für oder gegen das eine oder andere Instrument stets mit Bedacht und Augenmaß zu fällen. Und um den Bogen zum Thema zurück zu schlagen, genau dort sehe ich wie schon erwähnt die Gefahr in einer schlechten DO-Installation im Petersdom - zumindest für die Katholiken.

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 am: 15. Januar 2018, 19:37:19 
Begonnen von Martin78 - Letzter Beitrag von clemens-cgn
...Théorbe 2r./ Harmoniques 3r. [1 1/3 '+ 1 1/7' + 8/9 ']
Mit ein wenig Glück findest Du die Theorbe II unter den meist in den Cornetten in Deiner PM-Datenbank.
In einigen Datenbanken von Physis-Instrumenten befinden sich manchmal die amerikanisch inspirierten "Harmonics" bzw. Aliquot III unter den Mixturen/Cornetten.

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 am: 15. Januar 2018, 19:25:50 
Begonnen von Roland - Letzter Beitrag von Rauschbass
Hallo,
wenn schon vier Manuale und Kleingeld vorhanden sind:
http://www.sonusparadisi.cz/en/organs/top-selection/goerlitz-sonnenorgel.html
Die Mathis in Görlitz in der Vollversion - Meine persönliche Sehnsuchtsorgel.
Billiger und kleiner: die von obenschon erwähnter Schmiede "Prospectum" herausgegebene Holzhey in Weißenau - meine Lieblingsorgel (zumindest von denen, die ich habe, wenn ihr auch die kostenlose(!) Friesach von PG ab und an die Schau stiehlt...)
Viel Vergnügen!
Stephan

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 am: 15. Januar 2018, 19:20:30 
Begonnen von HighEnd111 - Letzter Beitrag von Rauschbass
Hallo, wenn es noch aktuell ist: Piotr Grabowski hat mit der Eisenbarth_Orgel in Friesach eine wirklich außergewöhnliche kostenlose Orgel zur Verfügung gestellt - mit Chamadewerk
hier: https://www.piotrgrabowski.pl/friesach.html

Grüßle

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 am: 15. Januar 2018, 19:13:03 
Begonnen von Johannes - Letzter Beitrag von Positiv
... und nicht zu vergessen Josef Michel, einstiger Leiter der Kirchenmusikabteilung der Orgelbaufirma Ahlborn in den sechziger Jahren:  

https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Michel


Michael

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 am: 15. Januar 2018, 16:51:36 
Begonnen von Gemshorn - Letzter Beitrag von Wichernkantor
Morgen, 16. Januar 18, gibt es um 22 Uhr im Deutschlandfunk ein Feature über Orgelbau - und zwar unter Einbeziehung der DO.

Hier der Link zum Programmhinweis (in der rechten Außenspalte der Page):

http://www.deutschlandfunk.de/musikszene.1721.de.html

LG
Michael

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 am: 15. Januar 2018, 16:42:26 
Begonnen von Johannes - Letzter Beitrag von Wichernkantor
H.F. Micheelsen hat in den 60ern tasächlich dezidiert für die "elektronische" Orgel komponiert, konkret für eine Generatoren-Orgel aus dem Hause Ahlborn. Dabei ging es ihm vor allem um die Nutzung von Farbwerten durch Lautstärkeveränderungen, die nicht mit einer Beschneidung des Frenquenzganges einher gehen - also das ziemliche Gegenteil der Schwellwirkung, die beim PO-Schweller eintritt. Die Stücke waren bald obsolet - zumal sich der Instrumententypus ja schnell überlebte.
Ich entsinne mich, mal Noten gesehen zu haben, in denen es ziemlich "regerte".

Ahlborn verfolgte damals die Werbestrategie, die Elektronenorgel als eigenen Instrumententypus zu vermarkten, der Klänge bieten kann, die die PO nicht hergibt - z.B. absolut präzise ansprechende 16'er und Perkussionsregister. Auch die selektive Filterung und die additive Mischung von Klängen wurden als neue Optionen künstlerischen Ausdrucks ins Feld geführt - ähnlich den Synthesizern, die damals in der U-Musik Furore machten.
Irgendwo habe ich noch Firmenprospekte herumliegen, in denen solche Gedankengänge fortgesponnen werden.

Aber klar - Vorbild und Ideal jeder DO bleibt die PO - jedenfalls für mich und wohl auch für die meisten von uns.
Das Generieren einer "digitalen" Eigenästhetik ist Johannus wohl zeitweise in NL gelungen. Aber auch da schwingt das Pendel zurück. Die Live III - als "virtuelle Orgel" ist der m.E. recht gelungene Versuch, der perfekten Kopie ein großes Stück näher zu kommen.

LG
Michael


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