Sakralorgelforum

Unterforen => Digitalorgeln => Thema gestartet von: clemens-cgn am 09. Januar 2018, 01:25:08



Titel: Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: clemens-cgn am 09. Januar 2018, 01:25:08
Hier ein Kurzbericht.
Herr Renkens war so freundlich, mir die Hymmersive 372 zu demonstrieren.
372 steht für III Manuale mit 72 Registerschaltern. Ein Blick in das aufgeräumte Innenleben. Ganz rechts der Netzhauptschalter, wie beim PC. Daneben liegt ein groß dimensionierter Silentlüfter (dessen Laufgeräusch offen kaum wahrnehmbar, der bei geschlossener Rückwand sicher nicht mehr wahrnehmbar sein dürfte. Besonders imponiert hat mir die straff sitzende Teilungsverbindung, die auch für einen Laien beim Umzug jederzeit demontier- und später wieder montierbar ist. Das erleichtert einen späteren (durch enge Treppenhäuser und schmale Stubentüren) Transport erheblich. Einziger Wehmutstropfen: Den Anschlagleisten für die Rückwand und der Umrahmung des Connectorboardes etc. stünde ein Feinschliff mit Klarlackierung gut an (Holzsplittergefahr).
Die Viscountschen Standartklaviaturen griffig. Da fühlte ich mich glatt zu Hause. Pedal, Schweller und Orgelbank sind optionale Extras. Ebenso die gesamte Klangabstrahlung. Abgestrahlt wurde sie mit liegenden 2.0 akt. Nahfeldmonitoren. Für den Anfang zur Not ausreichend. Wenn Sourround gewünscht wird, reichts aber schon nicht mehr.
Die farbigen Displays mit sehr hohem Kontrast waren auch für mich als Gleitsichtbrillenträger in jeder Sitzposition gut ablesbar. Die Registerschalter fühlen sich im Schaltvorgang (nur auf Druck!) besser an als die Drucktaster um den von den Physisinstrumenten her bekannten Monitortastern. Alle Schaltvorgänge funktionierten sicher. Die Beschriftungen lassen sich durch den Anwender modifizieren z.B. durch Ergänzungen wie Cornet V "ab c1". Die Daumenpistons sind auf ein absolutes Minimum reduziert. Die H372 läuft nur mit  Hauptwerk 4 in der Advanced Edition. GO sei noch nicht möglich, weil es dort noch keine Steuerung für die Displaygäbe. Das Aufspielen eines neuen Sets kann der Kunde selbst vornehmen, oder via Fernwartung vom Händler Hilfestellung erhalten.
Leider habe ich die Preise bei Herrn Renkens nicht erfragt. Auf der HP eines im Forum gut bekannten Händlers hat sämtliche Preise veröffentlicht.
Für Spieltischkopf + Untergestell Einführungspreis:  10.960,00
Pedal 30Tasten doppelt geschweift                            1.690,00
Bank (feste Normhöhe) ohne Notenfach                       269,00
2 Schwellpedale                                                         240,00
Hauptwerk 4 Advanced                                          577,00
Summe für Hardware + Betriebssoftware (Inkl. 1 Set)13.736,00


Für Klangabstrahlung Teufel Bundle
4.1 (Front) + kabbelose Rear 3D-Akustik                   
 [Subwoofer US 5305 +
6x S600 THX Full range Satelliten]                               2.799,00
Aufrüstung zu 5.1
+ 1x S600 THX                                                        249,00
Hymmersive 372 mit einem Set klingend Summe:   16.784,00

Ein vergleichbares Instrument mit variablen Displays (nur 50) mit feststehender Orgelbank, 3? im Lieferumfang inkludierten Sets, und doppelt geschweiftem Pedal kostet: 21.690,-€. Es hat allerdings die Einschränkung, daß ich auf Sets von nur einem Anbieter zurückgreifen kann.
Im direkten Preisvergleich verbleiben mit 4906,-€ in der Kriegskasse, die ich für Samplesets anlegen kann:
Für mich wären das:
Doesburg (Walcker)               Sourround 75          665,00
Görlitz Sonnenorgel (Medium) Sourround 58          540,00
b]Zwolle Schnittger                                64
b]St. Maximin                                        45
c]Caen C.Coll                                         55
d]Kreszow Engler                                   50        1.565,00  ]a-d als Bundle
Utrecht, Dom                                         51           449,00
Dingelstädt, Feith                                   45           360,00
Waltershausen, Trost                              53           595,00

Harlem, Müller                                    62         749,00
                                                    Summe      4.923,00

Was mich bei der Zusammenstellung richtig freute, wenn ich die Gegenrechnung mit "ExclusivSets" vom Mitanbieter aufmache  :jump: und meine Lieblingssets passten da noch nicht einmal komplett rein. Selbst Utrecht ist dort ja kastriert.
Dann gäbs allerdings keinen Blumenstraß für Mutti mehr, weil ich mit der Kriegskasse mit 17,-€ in den roten zahlen stehe.


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Martin78 am 09. Januar 2018, 06:06:32
Vielen Dank für die brandaktuellen Neuigkeiten! Na, da hat dein Besuch in der Kisselbachfiliale ja nicht lange auf sich warten lassen...


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Gemshorn am 09. Januar 2018, 06:52:11
Danke für diesen ersten, hochinteressanten Bericht. :thx:
Mich interessiert natürlich wieder das kleine Randdetail, dass die Registerbeschriftungen userseitig modifizierbar sind; bedeutet das - wie in deinem Beispiel - ergänzbar oder sogar ganz neu machbar? Bei einem historischen Set an den Namen zu pfuschen, ist vermutlich nicht besonders klug - aber wenn jemand bei seiner zeitgenössischen Orgel gerne eine Copl anstelle eines Holzgedackt hätte: Ist das machbar?


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Wichernkantor am 09. Januar 2018, 08:21:57
Clemens' Rechenbeispiel läuft auf eine Kosten-Nutzen-Analyse zwischen Hymmersive und LiveIII hinaus.
Mit dem 20.000 Euronen-Limit ist das Premium-Segment erreicht.

Was bekomme ich bei der LiveIII für diesen Betrag? (Ich setze da meine eigenen Prioritäten bei Klang und Haptik.)

- ein Positiv-Gehäuse mit ausgeklügelter interner (und auf die Sitzposition des Spielers hoch perfektionierter) Abstrahlung
- sehr angenehm spielbare Holzkernklaviaturen und ein gut unter den Füßen liegendes Pedal
- Samples von durchaus hoher Qualität, wenn auch in derzeit sehr begrenzter Zahl - mit drei Sets ist man leider bereits am oberen Rand des 20 T€-Limits
- ein nach wie vor optimierungsbedürftiges Handling der Registratur (Setzeranzeigen)
- Orgelwechsel quasi in Echtzeit auf Knopfdruck

Was bekomme ich bei der Hymmersive für dasselbe Geld?

- ein modulares System, das ich mit (bereits eingerechnetem) Rechner nebst Betriebssoftware und einer externen Abstrahlung im Rahmen des Preislimits ergänzen muss - und dass beim Wechsel der Orgel durchaus schon mal aussteigen und einen Neustart erfordern kann. (Es ist zwar keine statistische belastbare Meßzahl - aber bei meinen drei bisherigen Kontakten mit Hauptwerk-basierten Fertiglösungen sind drei Versuche des Instrumentenwechsels im ersten Anlauf gescheitert. Jedes mal war Nacharbeit nötig, in einem Fall von erheblich zu hohem Zeitaufwand. Und ich will spielen und nicht basteln.)
- eine offensichtlich schlüssige Lösung der Registerbeschriftung und ein ausgezeichnetes Handling der Registratur über die Tippasten (die übrigens in ihrer Urform bereits Mitte der 80er in Heuss-Spieltischen zu finden waren - bevor die "Manubrien-um-jeden-Preis-Welle" im PO-Bau anhub).
- innerhalb des Preislimits zehn komplette Hw-Samplesets. Mindestens die Hälfte der von Clemens gewählten Instrumente stünde auch auf meiner Erstbeschaffungs-Liste. Darüber hinaus hat man Zugriff auf das inzwischen sehr stattliche Hauptwerk-Sample-Angebot diverser Anbieter.
- die von Clemens komponierte Abstrahlung fand kürzlich in unser beider Ohrenpaaren beim Anhören im Hause Bauer absolutes Wohlgefallen. Sie eignet sich auf jeden Fall zur Wohnraumbeschallung über den Organisten-Sitzplatz hinaus.

Mein subjektives und nicht in marmorne Tafeln gemeißeltes Fazit: Mich überzeugt diese Lösung noch nicht bzw. nur in Teilbereichen - wiewohl sie offenbar erhebliche Vorteile im Handling der Registratur und eine klangliche Flexibilität bietet, die bei der LiveIII hoffentlich keine allzu ferne Zukunftsmusik bleibt.
Denn: Ich lege allergrößten Wert darauf, dass Werkzeug absolut zuverlässig funktioniert. Ich bin Werkzeug-Nutzer und nicht Werkzeugmacher. Spätestens beim zweiten Ausstieg der Software würde ich das Zeug zurückgeben. (Jaaaa, liebe Hauptwerker - ich weiß: Das ist alles schon viiiiiel besser geworden - aber mir eben noch nicht gut genug.  ;-))
Der Ball liegt m.E. also keinesfalls im Feld der "Hymmersive-Macher", die viel Gehirnschmalz in ergonomische Überlegungen gesteckt haben. Er liegt vielmehr im Bereich der externen Software-Entwicklung, absolut sichere Systeme bereitzustellen, die einfach auf Knopfdruck funktionieren.

LG
Michael





Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Klassikfreund am 09. Januar 2018, 09:59:38
Hallo Michael,

die von Dir beschriebenen Probleme beim Instrumentenwechsel von Hauptwerk kann ich absolut nicht nachvollziehen.
Ich verwende Hauptwerk seit 8 Jahren und hatte noch NIE irgendwelche Probleme mit Hauptwerk. Sie sind sie mir auch nicht   aus anderen Foren bekannt. Hauptwerk läuft absolut stabil und ohne ständiges nachjustieren. Das wäre auch für mich ein No Go!

Übrigens gilt meine Einladung zum Probespiel noch :-)

LG Wolfram


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Wichernkantor am 09. Januar 2018, 10:16:03
Hallo Michael,

die von Dir beschriebenen Probleme beim Instrumentenwechsel von Hauptwerk kann ich absolut nicht nachvollziehen.
Ich verwende Hauptwerk seit 8 Jahren und hatte noch NIE irgendwelche Probleme mit Hauptwerk. Sie sind sie mir auch nicht   aus anderen Foren bekannt. Hauptwerk läuft absolut stabil und ohne ständiges nachjustieren. Das wäre auch für mich ein No Go!

Übrigens gilt meine Einladung zum Probespiel noch :-)

LG Wolfram

Hallo Wolfram,

danke für die Erinnerung - ich komme nach wie vor gern darauf zurück, wenn sich die Gelegenheit ergibt.  :dafuer:

Zwischenzeitlich hatte ich ja mehrere Gelegenheiten, Hw-Lösungen zu hören und zu spielen. Die klanglichen Ergebnisse haben mich durchweg sehr überzeugt - vor allem bei den hochpreisigen Sets. (Doesburg ist schon ein Hammer!) Mit der Latenz kann ich leben, das ist auch bei den "Cecilia"-Expandern und den neuen Hoffrichters nicht anders. (Ich trickse sie aus, indem ich generell ein leises Register der 360 zuziehe, das ohne Verzögerung anspricht.)
Aber - ich kann in Sachen Betriebssicherheit aus meiner Erfahrung leider nur sagen: Drei Versuche - drei Nieten. (Und ich war nicht der Systembediener - es waren drei unterschiedliche Personen. Eine Noorlander mit sehr ansprechender Optik und stimmiger Haptik weigerte sich z.B. konsequent, die Registratur eines Sets auf die Bildschirme zu holen. Nach einer guten halben Stunde und mehreren Neustarts bequemte sie sich dann ... ) Ok, persönliches Pech - aber eines, das mein Bild vom System prägt. Das ist mir einfach zuviel. Ich will einschalten und losspielen. Eine oder zwei Minuten Ladezeit nähme ich hin - aber dann muss es funzen ... vor allem bei einem Equipment in dieser Preislage. Und ich muss hinzufügen: Selbst im Einsteigersegment einer samplebasierten DO wäre das ein kardinaler Fehler, der das Instrument sofort aus dem Reigen der Mitbewerber katapultieren würde.
Das könnten die Systementwickler von der LiveIII lernen: Ein Knopf zum Einschalten, die Orgel ist betriebsbereit. X (im konkreten Fall 5) Speicherplätze für die Sets. Beim Druck auf den Knopf A kommt Set A - möglichst in Echtzeitnähe. Will man Set B, drückt man Knopf B. Und beim Umschalten hängt nix. Das geht nach meinem - persönlichen und völlig subjektiven – Erfahrungshorizont nur bei der Live. Wenn ich mich recht erinnere, weil die Orgeln von einer SSD in Echtzeit eingespielt werden. Um das zu verifizieren, fehlen mir die Fachkenntnisse. Aber ich messe die Praxistauglichkeit eines Systems (auch in anderen Bereichen) daran, dass es fehlerfrei funktioniert, wenn ich es sachgemäß anwende.

LG und  :prost:
Michael


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: PM am 09. Januar 2018, 15:13:24
Drei Versuche - drei Nieten. (Und ich war nicht der Systembediener - es waren drei unterschiedliche Personen. Eine Noorlander (...) weigerte sich z.B. konsequent, die Registratur eines Sets auf die Bildschirme zu holen. Nach einer guten halben Stunde und mehreren Neustarts bequemte sie sich dann ... )
Ich kann die Probleme bei Noorlander teilweise bestätigen, bin zwei Mal da gewesen und die Avanti III hatte auch einen Absturz - weil ich zwei  „Tasten“ auf das Bildschirm  gleichzeitig gedrückt hatte. Das sollte doch kein Problem sein. Dauerte ebenfals fast ein halbe stunde bevor es gut war. Übrigens haben mehrere Holländische Fachorganisten eine Noorlander , u.a. Sietze de Vries, Margreeth de Jong und Arjan Versluis.

Ich habe auch mehrere Mixtuur-Orgeln gespielt, von klein bis groß. Da habe ich kein einziges Problem erfahren mit set-wechsel oder Absturz. Und der Sound war ziemlich gut, in meine Ohren besser als bei Noorlander. Es ist daher auch vom Hersteller abhängig. Ich hatte fast eine Mixtuur gekauft…...

By the way, die Hymmersive hat eine WAF factor von  -10, oder?  Dann ware mich die LiveIII lieber. Aber.......€€€€€€€

Gruß, PM


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: clemens-cgn am 09. Januar 2018, 15:26:38
...Mich interessiert natürlich wieder das kleine Randdetail, dass die Registerbeschriftungen userseitig modifizierbar sind; ...wenn jemand bei seiner zeitgenössischen Orgel gerne eine Copl anstelle eines Holzgedackt hätte: Ist das machbar?
?... machbar! z.B. so hölzern Glächter  Dies Register gibt es wirklich  :lupe: lbG clm


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: clemens-cgn am 09. Januar 2018, 16:23:35
hallo Michael, Wolfram und pm;
Es gibt HW-Systeme, die stabil laufen. Unfällen mit zickigen Systemen habe ich fast bei jeder erstmaligen HW-Demonstration im Laien, wie im Profibereich beigewohnt. Bei einigen waren ja sogar Forianer im In- und Ausland zeugenderweise anwesend. Selbst hochpreisige Systeme bildeten da keine Ausnahme.
Herr Renkens hatte mir einen Systemabsturz demonstriert. Das Instrument war in ca. 60 Sekunden wieder spielklar.
Ein gewaltiger Unterschied zu den häufigen Heimbastellösungen dürfte das Betriebssystem sein. Wenn ich das richtig auf dem Schirm habe, ist das vom Verhalten ein Linuxsystem. Dies Betriebssystem ist im Auslieferungszustand enthalten.
Extra zu kaufen ist das Programm Hauptwerk 4 in der Advanced-Edition. Hier sind die Käufer im Vorteil, die ggfs. in Besitz einer HW Lizenz sind. Mitunter ist lediglich ein Upgrade notwendig.
Das Umschalten der Sets funktioniert gefühlt auch bei der Live nicht schneller als bei der Hymmersive.
Den Beschränkungen (auf max. 50 Registerwippen) gleichzeitig nur 5 oder 6? Sets in der Auswahl, wenn ich heute auf Romantictrip will und nur barocke Sets in der Kiste habe, fange ich auch an und muß erst ein weiteres Set in die Orgel einspielen, dabei ein bestehendes löschen (in das ich u.U. sogar noch Intonationszeit gesteckt habe, die dann auch verlustig ist). Dann bin ich auch im Rahmen der Preispolitik an nur einen Sethersteller auf Instrumentenlebenszeit gebunden.
WAF-Faktor: Ist bei mir eine Nebensächlichkeit (Wenns "Göttergaddin" mit den Ohren mit zum Einkaufen genommen wird dürfte die Begleitmöglichkeit des Familienchores zu "Stille Nacht" sicher einen positiven Ausschlag geben). Ein Hauskonzert zur Erbauung anderer ist mit der Live jedenfalls nicht möglich.

Es ist niemand daran gehindert andere Klaviaturen zu wählen, oder in Tischlerarbeiten zur optischen Customizierung zu investieren  ;-).
Stünde ich vor der Entscheidung, wäre meine Wahl eindeutig italienisch.


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Wichernkantor am 09. Januar 2018, 16:29:31

By the way, die Hymmersive hat eine WAF factor von  -10, oder?  Dann ware mich die LiveIII lieber. Aber.......€€€€€€€

Gruß, PM


Hu, den WAF habe ich noch gar nicht ermittelt.  :D :D
Aber ich unterstelle, dass die Gnädigste wenig enthusiasmiert wäre, wenn ich das Esszimmer über den bloßen Spieltisch hinaus mit ähnlichen Peripheriegeräten vollstellen würde, wie sie mein Arbeitszimmer zieren (nebst Verkabelung).
Ich selber finde den Hymmersive-Spieltisch nicht hässlich. Er hat was von der kantigen Bauhaus-Ästhetik der Klais-Spieltische aus den 70ern - nur ohne die spitzen Seitenwangen, an denen man sich immer die Knie anhaut ...

LG
Michael


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Ebi am 09. Januar 2018, 16:40:57
Bei einigen waren ja sogar Forianer im In- und Ausland zeugenderweise anwesend.
...so so, was ihr alles so nebenbei noch so macht - interessant :-)


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Gemshorn am 09. Januar 2018, 17:32:28
 :jump: :jump: :jump: Grandios!
Wir sind eben vielfältig befasst! :D


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Klassikfreund am 09. Januar 2018, 17:45:23
Wenn ich das richtig auf dem Schirm habe, ist das vom Verhalten ein Linuxsystem.

Nein, HW läuft nur unter Windoofs oder IOS. Vielleicht kommen die Probleme von dort - gut vorstellbar.
Ich verwende nach wie vor Win 7 Prof und weigere mich konsequent Win 10 einzusetzen.

never touch running system!


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: martin am 10. Januar 2018, 09:22:21
GO sei noch nicht möglich, weil es dort noch keine Steuerung für die Displaygäbe.
Informationen über die MIDI Implementierung wären interessant.


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: clemens-cgn am 10. Januar 2018, 15:51:09
Bei der Hymmersive ist doch gar kein weiteres MIDI-Equipment nötig?


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Klassikfreund am 10. Januar 2018, 16:07:21
Martins Antwort bezieht sich auf die interne Ansteuerung der Displays. Da er ein Entwickler von GO ist, könnte er bei Kenntnis derselben auch die Displayfrage kurzfristig lösen.


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: organi am 10. Januar 2018, 18:02:03
372 steht für III Manuale mit 72 Registerschaltern.
So interessant die neue Hymmersive sein mag, aber 72 Registertasten wären mir zu wenig, denn alle 4-man. Orgeln benötigen mehr. Für die Walcker-Orgel in Doesburg mit ihren 75 Registern sind inklusive aller Spielhilfen z.B. über 90 Schalter nötig, für die Sonnenorgel von Görlitz sogar über 100.

Also müsste auf das vierte Manualwerk verzichtet werden, was schade wäre.

LG
organi


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Klassikfreund am 10. Januar 2018, 18:49:09
Die Hymersive 372 hat aber nur 3 Manuale also sollten auch die Registerwippen ausreichen. Ein 4 manualiges Modell wird offensichtlich (noch) nicht angeboten und hätte dann mit Sicherheit auch mehr Registerschalter.


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: clemens-cgn am 10. Januar 2018, 19:02:35
...Für die Walcker-Orgel in Doesburg mit ihren 75 Registern sind inklusive aller Spielhilfen z.B. über 90 Schalter nötig, für die Sonnenorgel von Görlitz sogar über 100.LG organi
Ein studierender Blick in den Prospekt (auf HP downloadbar) eröffnet, daß Erweiterungen, wenn sie bezahlt werden durchaus möglich sind  :jump:

Bei Pausch-e kostet eine 3-manualige Konsole mit nur 60 Zugregistern in ähnlicher Ausstattung 29.900,-€


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: organi am 10. Januar 2018, 20:00:49
Die Hymersive 372 hat aber nur 3 Manuale also sollten auch die Registerwippen ausreichen. Ein 4 manualiges Modell wird offensichtlich (noch) nicht angeboten und hätte dann mit Sicherheit auch mehr Registerschalter.
Das ist alles richtig, aber ich bevorzuge einen nur 3-man. Spieltisch auf dem dennoch auch 4-man. Orgeln spielbar sind. Denn das Umschalten der Manuale per Fußpiston ist für HW kein Problem.

LG
organi


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Gemshorn am 10. Januar 2018, 20:13:54
Sorry, Leute, aber: Sobald das 4manualige Modell zur Verfügung steht, findet sich gewiss jemand, der bekrittelt, dass damit doch das so häufig benötigte 5. Manual nicht spielbar sei.
 :bloed:


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Wichernkantor am 10. Januar 2018, 21:55:57
Also, Mainz und Waldsassen haben sechs Manuale. Ich finde, drunter geht eigentlich gar nichts ...  :lol:
 :duckundweg:


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Machthorn am 10. Januar 2018, 23:46:31
Ich denke, sechs Manuale und ca. 400 Taster sollten reichen. Dann könnte, so jemals gesamplet, auch die Wanamaker-Orgel gespielt werden. Für Atlantic City müsste dann aber das siebte Manual umgeschaltet werden.
 :duckundweg:


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: clemens-cgn am 11. Januar 2018, 00:11:28
Au ja: Atlantic City: Die 7 Manuale nehme ich gerne, wenn I + II + III den Tonumfang eines Klaviers haben. Bei IV-VII finde ich 5 Octaven völlig ausreichend. Außerdem besteht für das besondere Geschmacksempfinden die Notwendigkeit einer Doppelpedalanlage nach Walcker, wie in der Stuttgarter Stiftskirche sicher dringendste Notwendigkeit. :duckundweg:


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Wichernkantor am 11. Januar 2018, 06:44:08
Richtig -  :schlau: und um ein Quattuor à la francaise rein pedaliter zu spielen, sollte man das Doppelpedal unbedingt mit Teilungen bauen ...  :lol:
 :duckundweg:


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: basson16 am 11. Januar 2018, 07:26:37
Ich denke, sechs Manuale und ca. 400 Taster sollten reichen. Dann könnte, so jemals gesamplet, auch die Wanamaker-Orgel gespielt werden. Für Atlantic City müsste dann aber das siebte Manual umgeschaltet werden.
 :duckundweg:

Schnickschnack, wennschon dennschon. Die Wannamaker wäre mir eh zu klein für's Wohnzimmer... Und als Abstrahlung müssten dann schon mehrere tausend Watt die Pappe wackeln lassen. Wenn meine Pedaletüden in Japan seismisch registriert werden können, sollte es gerade so langen.  :duckundweg:


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Machthorn am 11. Januar 2018, 07:41:50
Zitat
Wenn meine Pedaletüden in Japan seismisch registriert werden können
Wie heftig trampelst du denn auf dem Pedal rum?  :D


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Gemshorn am 11. Januar 2018, 08:29:35
Leute, ihr seid göttlich.  :D :D :D


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: clemens-cgn am 11. Januar 2018, 09:15:00
Wie heftig trampelst du denn auf dem Pedal rum?....
... mit dupréscher finesse nix comme agriculteur (gance sanfte die Pedaltast runtadrücken, die Tön machte dann Orgue allein unde auch die davon resultierende Erdebeben!) :jump:


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: organi am 11. Januar 2018, 12:13:38
Sorry, Leute, aber: Sobald das 4manualige Modell zur Verfügung steht, findet sich gewiss jemand, der bekrittelt, dass damit doch das so häufig benötigte 5. Manual nicht spielbar sei.
 :bloed:
Nach der allgemeinen Gaudi, ausgelöst durch Gemshorns Beitrag, darf ich doch noch einmal zum Thema zurückkehren.

Auch wenn sich durch den zitierten Satz einige zu Geistesblitzen genötigt fühlten, ich habe ihn trotzdem nicht verstanden. Denn in meinem Beitrag, auf den sich Gemshorn bezieht, betonte ich ja gerade, dass ich keinen Spieltisch mit vier Manualen wünsche, sondern eher einen mit mehr Registerschaltern, um gelegentlich auch mal 4-man. Orgeln spielen zu können.

Was ist an meinem Wunsch so abwegig?

LG
organi


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: clemens-cgn am 11. Januar 2018, 16:17:50
Solch einen HW-Spieltisch 3 Man. mit über 100 Registerschaltern hat irgendein Nischenhersteller im Programm, gesehen hab ich ihn im letzten Jahr schon, ich weiß bloß nicht mehr wo.


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Machthorn am 11. Januar 2018, 17:58:24
Zitat
Was ist an meinem Wunsch so abwegig?
Im Prinzip nichts. Aber einen dreimanualigen Spieltisch grundsätzlich in allen Hardwaredetails auf eine mögliche derartige Verwendung hin auszulegen, ist unnötiger Luxus. Mit 72 Tastern ist das Ding jetzt schon größer, als jede mir bekannte reine dreimanualife DO von Viscount, Johannus, Content oder einschlägigen Hausmarken.

Wenn du sowas brauchst, gibt es passende Anbieter, wie Clemens schon schrieb. Es bei einem Standardmodell zu erwarten, ist zu viel des Guten. Immerhin sind das Kostentreiber, die für die Etablierung eines Konzeptes ungesund sind.

Aus dem Gedanken heraus versteht sich auch Gemshorns Kommentar und die folgende Humorwelle: Mehr wollen geht immer, aber es ist nicht immer sinnvoll.


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Klassikfreund am 11. Januar 2018, 20:31:05
Natürlich kann man mit Hauptwerk virtuelle Manuale einrichten, da sind dann tatsächlich 5,6, und noch mehr Manuale möglich. Aber braucht es dafür wirklich die vielen Registerschalter?

In meiner Spielpraxis habe ich mir die Standardregistrierungen eh abgespeichert und wähle diese über den Stepper an. Genauso kann man den virtuellen Manualen die Registrierungen fest zuordnen. Ich kann auch auf einige Register verzichten (z.B. Zungen). Dafür brauche ich dann auch keine Schalter.

Ich habe nur einen 2 manualigen Spieltisch, mit der Trost Orgel jedoch ein dreimanualiges Set.

Ist für mich überhaupt kein Problem, weil ich das 3. Manual an das Zweite gekoppelt habe und damit den gesamten Registerfundus nutzen kann. Mir waren dazu die virtuellen Manuale schon zu viel Einrichtungsaufwand. Die für meine Literatur nötigen Registervarianten sind , wie gesagt, fest abgespeichert und können mit einem Knopfdruck abgerufen werden. So habe ich einfach mehr Zeit zum Spielen.


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: organi am 12. Januar 2018, 16:38:33
... Es bei einem Standardmodell zu erwarten, ist zu viel des Guten. Immerhin sind das Kostentreiber, die für die Etablierung eines Konzeptes ungesund sind.

Aus dem Gedanken heraus versteht sich auch Gemshorns Kommentar und die folgende Humorwelle: Mehr wollen geht immer, aber es ist nicht immer sinnvoll.
Vielen Dank für die belehrenden Worte.

Dass es Aufgabe des Verbrauchers ist, die Etablierung eines neuen Produkts zu umhegen, war mir gar nicht bewusst.

Als ich schrieb, dass 72 Registertasten mir nicht ausreichen würden, waren damit keinerlei Erwartungen verknüpft, geschweige denn ein "Mehrwollen". Es bedeutete lediglich, dass die 372 aus den genannten Gründen für mich keine Option wäre.

Und seit wann kannst Du Gedanken lesen? Die Überlegungen, die Gemshorn zu seiner Aussage veranlasst hat, kennt wohl nur er selbst.

LG
organi


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Gemshorn am 12. Januar 2018, 16:47:45
Ich muss gestehen, dass ich mich von Machthorn recht gut interpretiert fühle.
Bitte meinen Komment oben nicht ohne das dazugehörige Augenzwinkern zu lesen.


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Machthorn am 12. Januar 2018, 19:05:37
Zitat
Dass es Aufgabe des Verbrauchers ist, die Etablierung eines neuen Produkts zu umhegen, war mir gar nicht bewusst.
Naja, ohne einen kaufenden Verbraucher ein Produkt zu etablieren könnte schwierig werden.


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: clemens-cgn am 12. Januar 2018, 19:56:14
  :ratlos: :jump: :jump:  :jump:  :duckundweg:


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: organi am 12. Januar 2018, 22:08:05
Sorry, Leute, aber: Sobald das 4manualige Modell zur Verfügung steht, findet sich gewiss jemand, der bekrittelt, dass damit doch das so häufig benötigte 5. Manual nicht spielbar sei.
 :bloed:
Bitte meinen Komment oben nicht ohne das dazugehörige Augenzwinkern zu lesen.
Ich glaube, da verwechselst Du was.

Obwohl ich diese blinkenden und hüpfenden Bildchen als störend und kindisch empfinde und versuche, sie zu ignorieren, kann ich doch noch Blöd von Zwinkern unterscheiden.

LG
organi


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: Gemshorn am 12. Januar 2018, 22:15:16
Na na, nun mach dir mal nichts ins Hemd, werter organi. :augenroll:

Nur weil die Emojis auch eine Textbezeichnung haben, so ist damit längst nicht immer exakt das gemeint, was darin steht. Tut mir leid, wenn ich dir auf den Schlips getreten bin - aber das allfällige Gesudere nach noch mehr - egal, was präsentiert wurde - finde ich ein wenig kindisch.


Titel: Re:Hymmersive 372 eine kurze Begegnung
Beitrag von: organi am 12. Januar 2018, 23:07:10
Na na, nun mach dir mal nichts ins Hemd, werter organi. :augenroll:
Wegen diesem Firlefanz mach ich mir mit Sicherheit nicht ins Hemd.

Wie gesagt, ich versuche diesen Quatsch zu ignorieren. Nur weil Du das Ideogramm zu Deinem Text ins Feld führtest ...